Statustagung Maritime Technologien


10. Dezember 2021, digital - Produktion unter 2G+ Bedingungen

Statustagung Maritime Technologien 2021

Die Megatrends Klimaschutz, Digitalisierung und Sicherheit prägen die maritime Branche immer stärker. Diese Zukunftsthemen sind auch in der Maritimen Forschungsstrategie 2025 der Bundesregierung fest verankert. Einen Überblick über die aktuelle Forschung gab am 10. Dezember die Statustagung „Maritime Technologien“ 2021.

Es ist immer wieder ein spannender Blick in die Zukunft der maritimen Branche, der auf der Statustagung „Maritime Technologien“ geboten wird. Die mithilfe einer umfangreichen Förderung aus dem „Maritimen Forschungsprogramm“ und der Förderlinie „Echtzeittechnologien für die Maritime Sicherheit“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) entwickelten digitalen Systeme, innovativen Komponenten, umweltfreundlichen Antriebe und neuartigen Unterwasserfahrzeuge stellen gleichzeitig Booster-Technologien für eine im Umbruch befindliche maritime Branche dar. Mit mehr als 55 Millionen Euro jährlich werden diese Entwicklungen von der Bundesregierung unterstützt. Forschungsprogramm und Förderrichtlinie werden vom PtJ im Auftrag des BMWK umgesetzt.

Die Vernetzung von maritimen Systemen, die Automatisierung von Prozessen im Schiffsverkehr sowie innovative Sicherheitstechnologien spielten bei den auf der Statustagung 2021 präsentierten Projekten eine zentrale Rolle. Zudem wurden Lösungen aufgezeigt, mit denen der Umstieg auf klimaschonende Schiffe gelingen kann. Vielfach sind aus anfänglichen Visionen und Konzepten durch die verlässliche Forschungsförderung technische Innovationen und Produkte entstanden, die wichtige Bausteine auf dem Weg zur Klimaneutralität in der Schifffahrt darstellen, aber auch die weitere Digitalisierung und Automatisierung in der Branche unterstützen. Darüber hinaus entwickelt sich die Meerestechnik dank der finanziellen Unterstützung durch das BMWK rasant: Im Jahr 2021 starteten gleich zwei Großprojekte, mit denen deutsche Systemintegratoren für Unterwassertechnologien und deren Zulieferer deutlich gestärkt wurden und durch die auch die internationale Wettbewerbsfähigkeit dieser Sparte verbessert werden soll.

Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die traditionsreiche Veranstaltung in ihrer 18. Ausgabe vom gewohnten Konferenzformat in den virtuellen Raum verlegt. Produziert in einem Berliner Studio, mit Fachvorträgen im jeweiligen Forschungsumfeld, Live-Interviews und Pitches vor Ort – die Statustagung wurde mit innovativen und publikumswirksamen Inhalten ergänzt. Weit mehr als 500 Vertreterinnen und Vertreter der maritimen Branche waren der Einladung des BMWK gefolgt. Dabei zählt die Statustagung zu den bedeutenden maritimen Fachkonferenzen in Deutschland und bietet eine Informationsplattform für Innovationstreiber aus Industrie, Forschung, Verbänden und Politik.

„Die maritime Wirtschaft in Deutschland ist hoch innovativ und hat in vielen Bereichen Technologieführerschaft erlangt“, betonte die neue Leiterin des Referats für die Maritime Wirtschaft im BMWK, Dr. Henrike Lindemann, bei der Eröffnung der Veranstaltung. „Das werden wir erhalten und vor allem ausbauen. Der Koalitionsvertrag für die 20. Legislaturperiode gibt dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz und der ganzen Branche Rückenwind, auf dem bereits auch mit Unterstützung des Maritimen Forschungsprogramms eingeschlagenen Weg weiter voranzuschreiten. Das zeigen ebenfalls die heute bei der Statustagung Maritime Technologien in ihrer großen Bandbreite präsentierten Projekte.“

Die Herausforderungen für die maritime Branche in den kommenden Jahrzehnten hinsichtlich der Erreichung der Klimaziele beschrieb Pierre Sames in seinem Impulsvortrag. Der Group Technology & Research Director der Klassifikationsgesellschaft DNV zeigte sich allerdings zuversichtlich, dass der „Pathway to Net Zero Emissions“ sowohl technisch als auch politisch möglich ist. Sames sprach von einer „kompletten Umkehr des Energiesystems“, die bis 2050 notwendig sei. Vor allem grüner Wasserstoff werde stark an Bedeutung gewinnen – in der Industrie, der Wärmeversorgung und im Verkehr, betonte er.

Nach seinen Aussagen wird sich auch der maritime Brennstoffmix dramatisch verändern. Sames verwies auf die angekündigten Maßnahmen der internationalen maritimen Organisation IMO, mit denen die Dekarbonisierung der Schifffahrt vorangetrieben werden soll. Dazu zählt eine veränderte Nutzung der Schiffe, eine verbesserte Energieeffizienz, aber auch der Einsatz synthetischer Brennstoffe und Brennstoffzellen. Sinkende Preise für erneuerbare Energien würden die Entwicklung neuer Energieträger für die maritime Anwendung beschleunigen, erklärte Sames.

Eine positive Bilanz des Maritimen Forschungsprogramms zog auch Dr. Joachim Harms, Leiter des Geschäftsbereichs Marine und maritime Forschung, Geowissenschaften und Schifffahrtbeim Projektträger Jülich. Durch die langjährige Förderung würden Technologien vorangetrieben, von denen letztlich die gesamte Branche profitiere, betonte er in seinem Fazit. „Die Schifffahrt wird autonomer und ihren Beitrag zur Klimaneutralität bringen“.

Die Produktion der Veranstaltung fand unter Anwendung der 2G+ Regeln statt.

Fotos: Henning Kraudzun/Projektträger Jülich

20. November 2020, Berlin

Statustagung Maritime Technologien 2020

Die Statustagung „Maritime Technologien“ kann in diesem Jahr aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie leider nicht stattfinden. Eine Neuauflage dieser Vernetzungsplattform für Innovationstreibende aus Industrie, Forschung, Verbänden und Politik ist für Herbst 2021 angedacht. Schon Anfang Februar 2021 ergibt sich eventuell ein virtuelles Austauschformat zum Maritimen Forschungsprogramm im Rahmen der SMM DIGITAL.

Bis dahin bleiben Sie vor allem gesund!

10. Dezember 2019, Berlin

Statustagung Maritime Technologien 2019

Die Statustagung „Maritime Technologien“ in Berlin konnte einen neuen Rekord verbuchen: Rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren am 10. Dezember 2019 der Einladung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefolgt, um sich über aktuelle Trends und Forschungsergebnisse auszutauschen.

Von innovativen, umweltschonenden Katalysatoren und neuartigen Beschichtungen, über Systeme, die Rollbewegungen deutlich reduzieren bis hin zur Entwicklung von schwimmenden Offshore-Windkraftanlagen: Auf der Statustagung „Maritime Technologien“ wurde erneut die Innovationskraft der maritimen Branche sichtbar. Angetrieben wird diese Entwicklung von millionenschweren Forschungsprogrammen der Bundesregierung, aus denen vielfach praxistaugliche Lösungen entstanden sind.  

In seiner Eröffnungsrede sprach der Koordinator der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft, MdB Norbert Brackmann, von den Megatrends Digitalisierung, autonomes Fahren und umweltfreundliche Antriebe, die die Branche schon jetzt prägen. „Es braucht nur einen Schritt nach vorn, dann stehen wir mitten in der Zukunft. Schon heute ist die maritime Wirtschaft innovativer und produktiver als der Durchschnitt der Wirtschaftsbranchen“, betonte Brackmann.

Nach seiner Einschätzung kommt der Binnenschifffahrt eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung automatisierter Systeme zu. Demnach könnten in Zukunft ganze Flotten auf den Wasserstraßen zentral gesteuert werden, wenn die entsprechenden Infrastrukturen und Technologien vorhanden seien. „Das Image des Binnenschiffs wandelt sich dann vom Aschenputtel zur Hightech-Prinzessin“, erklärte Brackmann. Die Schifffahrt werde nach seinen Worten sicherer, effizienter und sauberer.

Dieser Wandel wird von der Bundesregierung mit einem großen Fördervolumen unterstützt: Insgesamt sind bis 2023 über 250 Millionen Euro für die Maritime Forschungsstrategie 2025 eingeplant. Allein für das Jahr 2020 stellt das BMWi fast 50 Millionen Euro zur Verfügung - Geld für weitere zukunftsweisende Innovationen. Brackmann verwies auch auf aktuelle und anstehende europäische Förderaktivitäten, mit denen unter anderem die Entwicklung zum Null-Emissions-Schiff beschleunigt werden soll. 

Eine positive Bilanz des Maritimen Forschungsprogramms konnte auch Dr. Joachim Harms, Leiter des Geschäftsbereichs Meeresforschung, Geowissenschaften, Schiffs- und Meerestechnik beim Projektträger Jülich, verkünden. Derzeit werden insgesamt rund 400 Vorhaben mit einem Gesamtvolumen von 189 Millionen Euro im Bereich der maritimen Technologien gefördert. Die Zahl der Erstantragsteller steigt, ebenso die jährlichen Fördersummen. In 2019 starteten neue Projekte mit einem Fördervolumen von rund 56 Millionen Euro. 

Allerdings konnten die im Haushalt zur Verfügung gestellten Mittel nicht vollständig ausgeschöpft werden. Ein wesentlicher Grund dafür sei der Fachkräftemangel. „Die Unternehmen und Forschungseinrichtungen konnten nicht mehr ausreichend qualifiziertes Personal für die Umsetzung der Projekte akquirieren“, so Harms. Sein Appell daher, sich rechtzeitig um erforderliche Personalressourcen zu kümmern. Gleichzeitig forderte er dazu auf, zeitnah neue Projektskizzen und Anträge einzureichen.

„Die maritime Industrie ist eine Vorreiterindustrie“, verdeutlichte Anne Jacobs-Schleithoff, Leiterin des Referats Maritime Wirtschaft im BMWi, zum Abschluss der Statustagung. Unterstützung sicherte sie insbesondere kleinen Firmen zu, die nach wie vor Probleme haben, sich auf dem Markt zu behaupten. Durch das Maritime Forschungsprogramm werde Exzellenz und Qualität gefördert - es habe daher eine große Bedeutung für die Zukunftsfähigkeit der Unternehmen, so Jacobs-Schleithoff.

Fotos: Henning Kraudzun/Projektträger Jülich



13. Dezember 2018, Berlin

Statustagung Maritime Technologien 2018

Die Statustagung Maritime Technologien konnte auch in diesem Jahr mit einem neuen Besucherrekord aufwarten: 250 Interessierte folgten am 13. Dezember 2018 der Einladung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und des Projektträgers Jülich, um sich über Innovationen und Forschungsergebnisse in der maritimen Branche auszutauschen. Zur Eröffnung der Tagung verwies der Maritime Koordinator der Bundesregierung Norbert Brackmann auf die vier Förderschwerpunkte des aktuellen Forschungsprogramms: MARITIME.green, MARITIME.smart, MARITIME.safe und MARITIME.value. Außerdem hatte er gute Nachrichten für die Forscher und Entwickler der Branche: In den nächsten vier Jahren stellt das BMWi 45 Millionen Euro zusätzlich zum regulären Programmbudget für die maritime Forschung zur Verfügung. Gleichzeitig ermunterte Brackmann zur Einreichung von Projektskizzen, beispielsweise zum Thema grüne Antriebe. Brackmann: „Es herrscht unter den maritimen Motorenbauern eine regelrechte Aufbruchsstimmung. Die Branche will saubere Technologien für saubere Schiffe. Hierzu bedarf es wirksamer Förderinstrumente zur Forcierung der Technologieentwicklungen, Planungssicherheit für Unternehmen und einer industriesektorübergreifenden Gesamtstrategie. Für die Bereitstellung ausreichender Finanzmittel haben wir gesorgt.“

Dr. Joachim Harms vom Projektträger Jülich bekräftigte noch einmal Brackmanns Aufforderung, zeitnah Projektskizzen einzureichen, um dem Mittelaufwuchs gerecht zu werden. Im Rückblick auf das Jahr 2018 berichtete er, dass 88 Forschungsvorhaben aus den Maritimen Technologien mit einer Bewilligungssumme von 35,3 Millionen Euro neu bewilligt wurden. Zudem verwies er auf eine aktuelle internationale Ausschreibung unter dem Dach von MarTERA: Das BMWi stellt sechs Millionen Euro für deutsche Forschungspartner zur Verfügung. Diese sind aufgerufen, bis zum 29. März 2019 Projektskizzen zu maritimen und marinen Technologien einzureichen: https://www.martera.eu/joint-calls.

Harms wies darüber hinaus auf den Service der Nationalen Kontaktstelle Schifffahrt und Meerestechnik hin, die Antragssteller aus Deutschland bei der Antragsstellung in Ausschreibungen der Europäischen Union unterstützt.

Es folgten Präsentationen, in denen die Vortragenden aktuelle Forschungsergebnisse aus der Schifffahrt, Produktion, Schiffstechnik und Meerestechnik vorstellten. In der Schifffahrt lag der Schwerpunkt auf der maritimen Kollisionsverhütung und der Erhöhung der Sicherheit auf dem Meer sowie auf den Binnenwasserstraßen. Forschungsprojekte aus der Produktion befassten sich mit Leichtbau und Laserstrahlschweißen im Schiffbau. Die Vorträge der Schiffstechnik behandelten neuartige Antriebskonzepte, etwa solche mit Methanol als Brennstoff und flexiblen direkteinspritzenden Motoren. Auch Effizienzsteigerung, hydrodynamische Optimierung der Manövrierfähigkeit und dynamische Lasten an Schiffsantrieben waren hier Thema. Alle Projektergebnisse können im Tagungsband zur Statustagung Maritime Technologien 2018 nachgelesen werden.

Ein neues Element der Statustagung stellte die Podiumsdiskussion „MARITIME.green Propulsion“ dar, bei der Akteure aus der maritimen Branche mit dem Maritimen Koordinator über umweltfreundliche Antriebskonzepte diskutierten. Hier ging es sowohl um aktuelle Forschungsbedarfe als auch um die notwendigen Rahmenbedingungen zur Realisierung grüner Technologien. Herr Brackmann gab den offiziellen Startschuss zur Einreichung von Skizzen in der Initiative „MARITIME.green Propulsion“ des Maritimen Forschungsprogramms. Hier sollen verstärkt Projekte und Cluster gefördert werden, die einen signifikanten Beitrag zur maritimen Energiewende leisten. Fernziel ist das Null-Emissionsschiff.

In ihrem Schlusswort wies Anne Jacobs-Schleithoff, Leiterin des Referats Maritime Wirtschaft im BMWi, auf die positive Entwicklung im Forschungsprogramm hin und unterstrich die hervorragenden Beiträge der Projektkonsortien. Auch sie rief dazu auf, die bereitstehenden Fördermittel in guten Projekten zu nutzen.

Durch die Veranstaltung führte Joachim Brodda von der BALance Technology Consulting GmbH.

Der Projektträger Jülich steht Interessierten aus der maritimen Industrie und Wissenschaft für Rückfragen zu den Fördermöglichkeiten im Rahmen der Maritimen Forschungsstrategie 2025 zur Verfügung.

Fotos: Marie Heidenreich / Projektträger Jülich



7. Dezember 2017, Berlin

Statustagung Maritime Technologien 2017

Mit rund 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der maritimen Branche zeigte sich die Statustagung Maritime Technologien 2017 wieder als Magnet für Innovationstreibende aus Industrie, Forschung, Verbänden und Politik. Die Themen „Umweltschonende maritime Technologien“ und „Maritime Ressourcen“ prägten die gut besuchte Veranstaltung am 7. Dezember im Steigenberger Hotel Berlin.

Ministerialdirigent Holger Schlienkamp, Leiter der Unterabteilung „Industrie für Mobilität der Zukunft“ im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Branche mit einer wichtigen Botschaft: Mit der neuen Maritimen Forschungsstrategie 2025 erfolgt die nahtlose Fortführung und Erweiterung der maritimen Forschungsförderung am 1. Januar 2018.

Am Nachmittag erschienen die dazugehörigen Förderbekanntmachungen zum „Maritimen Forschungsprogramm“ und zur neuen Förderlinie „Echtzeittechnologien für die maritime Sicherheit“. Weitere Details zu Rahmen und Inhalten der maritimen Forschungsförderung präsentierte Dr. Thomas Rüggeberg aus dem Referat „Maritime Wirtschaft“.

Durch das Tagungsprogramm führte Prof. Dr. Horst Harndorf von der Universität Rostock. Zwölf Vorträge zu Technologieentwicklungen in den Bereichen Beschichtung, Energieeffizienz, Emissionsreduzierung, Fertigung und Überwachung gaben Anlass zu Diskussion und Austausch. Die Zeit zwischen den Vorträgen und in den Pausen wurde für reges Netzwerken genutzt.

Abschließend bedankte sich Anne Jacobs-Schleithoff, Leiterin des Referats „Maritime Wirtschaft“, bei der Branche für die geleistete Arbeit sowie die Bereitschaft zur Mitgestaltung der neuen Maritimen Forschungsstrategie.

Fotos: Marie Heidenreich / Projektträger Jülich

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