BiodivDetect – Technologien und Methoden zur Erfassung und Bewertung unerforschter Aspekte der Biodiversität in Deutschland
BiodivDetect – Technologien und Methoden zur Erfassung und Bewertung unerforschter Aspekte der Biodiversität in Deutschland
Trotz vielfältiger Forschungsbemühungen bestehen weiterhin erhebliche Wissenslücken zur biologischen Vielfalt in Deutschland. Viele Arten, ihre genetische Vielfalt und ihre funktionellen Rollen in Ökosystemen sind bislang kaum erforscht, nicht beschrieben oder nur unzureichend verstanden. Dadurch fehlt vielfach die Grundlage, um Biodiversitätsveränderungen belastbar zu bewerten und Schutz-, Wiederherstellungs- oder Managementmaßnahmen wirksam auszurichten.
Mit BiodivDetect fördert das BMFTR Forschungs- und Entwicklungsvorhaben, die diese Wissenslücken gezielt adressieren. Die Vorhaben sollen moderne Technologien und Methoden zur Erfassung und Bewertung bislang unerforschter Aspekte der Biodiversität in Deutschland entwickeln, anwenden und erproben. Ziel ist es, technologische Ansätze mit belastbaren, qualitätsgesicherten Datengrundlagen zu verbinden, ökologische Funktionen besser zu erschließen und Ergebnisse für Monitoring, Bewertung, Management und Entscheidungsprozesse bereitzustellen.
BiodivDetect leistet Beiträge zur Strategie „Forschung für Nachhaltigkeit“ (FONA) und ist in die BMFTR-Forschungsinitiative zum Erhalt der Artenvielfalt (FEdA) eingebettet.
Bekanntmachung
Wer wird gefördert?
Antragsberechtigt sind die in der Bekanntmachung genannten Einrichtungen, darunter insbesondere Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Forschungsmuseen, öffentliche Einrichtungen, Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sowie weitere geeignete Einrichtungen, sofern sie einen fachlich begründeten Beitrag zum Vorhaben leisten.
Was wird gefördert?
Gefördert werden ausschließlich Verbundvorhaben der Forschung und Entwicklung, die einen klaren Anwendungs- und Transferbezug aufweisen. Die Vorhaben sollen Aspekte aller drei Themenschwerpunkte der Bekanntmachung adressieren:
- Werkzeuge entwickeln und Technologien nutzen
- Verborgene Biodiversität erfassen und funktionale Bedeutung erschließen
- Technologien implementieren und Erkenntnisse in Anwendungen überführen
Der inhaltliche Schwerpunkt liegt auf terrestrischen Ökosystemen sowie auf aquatischen Ökosystemen des Festlandes, insbesondere Fließ- und Stillgewässern. Marine Systeme sind nicht Gegenstand dieser Fördermaßnahme.
Wie wird gefördert?
Die Förderung erfolgt als nicht rückzahlbarer Zuschuss im Wege der Projektförderung. Die beantragte Gesamtzuwendung soll je Verbundvorhaben 1,5 Millionen Euro nicht überschreiten. Die Förderdauer beträgt in der Regel 36 Monate.
Das Auswahl- und Entscheidungsverfahren ist zweistufig angelegt. In der ersten Stufe sind Projektskizzen einzureichen. Stichtag ist der 26. November 2026. Für die Projektskizze ist die hier zum Download verfügbare Skizzenvorlage verbindlich zu verwenden. Nach Bewertung der Skizzen werden ausgewählte Verbünde zur Vorlage eines förmlichen Förderantrags aufgefordert. Erste Vorhabenstarts sind voraussichtlich ab dem vierten Quartal 2027 geplant.