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02.09.2026

PtJ präsentiert maritime Hightech-Projekte auf der SMM

Die maritime Wirtschaft ist von zentraler Bedeutung für Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit, Versorgungssicherheit und maritime Souveränität. Mit dem von uns als Projektträger betreuten „Maritimen Forschungsprogramm“ sind wir in Zukunftsfeldern dieser Branche fest verankert. Ausgewählte High-Tech-Projekte präsentieren wir am Messestand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) auf der maritimen Weltleitmesse SMM.

Vom 1. bis 4. September 2026 trifft sich die internationale maritime Branche in Hamburg zur SMM. Mehr als 2.200 Ausstellende und 45.000 Teilnehmer*innen werden zur größten maritimen Fachmesse 2026 erwartet. Das „Maritime Forschungsprogramm“ ist in Halle B6 an Stand 319 vertreten.

Maritime Sicherheit im Fokus

Vier eindrucksvolle Exponate stehen beispielhaft für die Bandbreite der vom BMWE geförderten Forschung und Entwicklung. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf der maritimen Sicherheit – vom Schutz von Unterseekabeln, Pipelines und Offshore-Windkraftanlagen über die Munitionssuche bis zum sicheren Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI).

Welche Projekte stellen an unserem Stand sich vor?

Die Projekte IRAV und VaMAI zeigen, welches Potenzial autonome maritime Systeme bieten. IRAV entwickelt neue Lösungen für die großräumige Suche, Klassifizierung und Räumung von Munitionsaltlasten im Meer. VaMAI wiederum schafft Methoden, mit denen sich KI-gestützte maritime Echtzeitsysteme sicher in die Anwendung bringen lassen. Als Blickfang zeigt der Stand eine rund 2,70 Meter lange SeaCat-Unterwasserdrohne.

Wie moderne Technologien den Schutz kritischer Infrastrukturen unterstützen können, demonstriert das Projekt ELO. Drohnen erfassen großräumige Meeresgebiete und übertragen Daten in Echtzeit an Einsatzkräfte. Ein intelligentes Lagebild ermöglicht bei Havarien oder anderen Bedrohungslagen eine bessere Koordination der Hilfsmaßnahmen.

Noch tiefer unter die Wasseroberfläche blickt AFKUI. Das Projekt entwickelt ein KI-gestütztes Analysesystem, das Daten aus Satelliten, Unterseekabeln und weiteren Sensoren zu einem Lagebild verbindet. Veränderungen an Infrastrukturen sollen so frühzeitig erkannt werden. Auf der SMM wird diese Technologie mit VR-Brillen interaktiv erlebbar.

Dass maritime Spitzenforschung auch die industrielle Produktion verändert, zeigt das Projekt hyMMF. Ein additiv gefertigter Schiffspropeller veranschaulicht das Potenzial des 3D-Drucks für die präzise und wirtschaftliche Fertigung maritimer Komponenten.

InfraBoost stärkt die maritime Forschungsbasis

Innovationen brauchen leistungsfähige Forschungs- und Testinfrastrukturen. Deshalb hat das BMWE mit der Förderinitiative InfraBoost 2026 einen gezielten Impuls für zeitkritische und strategisch wichtige Investitionen gesetzt – mit riesiger Resonanz: Innerhalb kürzester Zeit wurden mehr als 130 Vorhaben beantragt; 19 Projekte konnten für eine Förderung ausgewählt werden.

Somit werden die technischen Voraussetzungen unter anderem für hydrodynamische Versuche, Strömungsmessungen oder für die Entwicklung klimafreundlicher Schiffskraftstoffe deutlich verbessert. InfraBoost stärkt damit die technologische Basis für zukünftige maritime Innovationen.

Unsere Arbeit für das BMWE

Wir unterstützen das Bundeswirtschaftsministerium seit 2001 bei der Umsetzung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten in den Zukunftsfeldern von Schiffbau und Schifffahrt, Offshore-Industrie, Meerestechnik und maritimer Produktion. Im „Maritimen Forschungsprogramm“ sowie der Förderlinie „Echtzeittechnologien für die Maritime Sicherheit“ wird die maritime Forschungsexzellenz und Innovationskraft gezielt gefördert sowie hochqualifizierte Arbeitsplätze am Standort Deutschland gesichert.

Auf der SMM übernehmen wir im Auftrag des BMWE die fachliche Betreuung des Messestandes, begleiten Gespräche mit Vertreter:innen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft und informieren vor Ort über aktuelle Fördermöglichkeiten.