Bayerisches Energieforschungsprogramm


Das Bild zeigt Photovoltaik-Module und Windräder.

Bild: iStock/deliormanli


Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Energie und Technologie
bis 2018
Unternehmen, KMU

Das neue Bayerische Energiekonzept „Energie Innovativ“ sieht vor, die erneuerbaren Energien erheblich auszubauen. Außerdem soll die Energieeffizienz beziehungsweise der Wirkungsgrad der industriellen Anlagen deutlich gesteigert werden. Die künftige Energieversorgung Bayerns soll sicher, bezahlbar, umweltverträglich und gesellschaftlich akzeptiert sein.

Das Bayerische Energieforschungsprogramm ist ein wichtiger Baustein des Bayerischen Gesamtkonzepts „Energie Innovativ“, das den Umbau der Energieversorgung als Schlüsselaufgabe betrachtet. Das Bayerische Energieforschungsprogramm soll zum einen die Erforschung, Entwicklung und Anwendung neuer Energien vorantreiben und zum anderen sollen neue Energieeinspartechnologien entwickelt und erprobt werden.

Die Schwerpunktthemen des Programms sind:

  • Erforschung und Entwicklung neuer Energie- und Energieeinspartechnologien
  • Beihilfen für Investitionen in innovative Energiesparmaßnahmen und zur Förderung erneuerbarer Energien, die der Demonstration und Einführung dienen (Demo-Vorhaben)
  • technische Durchführbarkeitsstudien im Vorfeld der industriellen Forschung bzw. der experimentellen Entwicklung

Die Durchführung des Vorhabens muss mit einem erheblichen technischen und wirtschaftlichen Risiko verbunden sein. Die Vorhaben müssen sich durch einen hohen Innovationsgehalt auszeichnen, das heißt die zu entwickelnden oder zu demonstrierenden Technologien, Produkte und Dienstleistungen müssen in ihrer Eigenschaft über den Stand von Wissenschaft und Technik hinausgehen.

 

Bekanntmachung

Skizzen- und Antragsverfahren im "Bayerischen Energieforschungsprogramm“


Kontaktaufnahme mit dem Projektträger Jülich (PtJ)

Unternehmen aus Bayern, die einen Antrag auf Förderung gemäß den Richtlinien des „Bayerischen Energieforschungsprogramms“ an das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie (StMWi) stellen möchten, werden zunächst um eine telefonische Kontaktaufnahme (siehe Kontakte) gebeten. In der Phase der Projektdefinition ist PtJ behilflich. Bei den beabsichtigten Projekten/Vorhaben soll es sich um risikoreiche Entwicklungen mit einem Realisierungszeitraum bis zur Markteinführung von circa drei bis fünf Jahren handeln.

Im „Bayerischen Energieforschungsprogramm“ werden Vorhaben mit mehreren industriellen Partnern (entlang der Wertschöpfungskette über Herstellung, Verarbeitung, Anwendung) und einer bayerischen Forschungseinrichtung favorisiert, die arbeitsteilig ein gemeinsames Ziel anstreben.

Einreichung eines Ideenpapiers

Um die grundsätzliche Passfähigkeit eines Vorhabens beurteilen zu können, wird von dem Förderinteressenten (Projektkoordinator, Federführer) ein circa fünfseitiges Ideenpapier beim Projektträger mit folgendem Inhalt eingereicht:

1.    Ziel des Vorhabens

1a. Thema und Gesamtziel des Vorhabens (Motivation)
1b. Wissenschaftliche und technische Arbeitsziele des Vorhabens

2.    Vorgesehene Partnerstruktur: Antragsteller, Verbundunternehmen, Forschungseinrichtungen
3.    Stand der Technik
4.    Neuheitscharakter des Ansatzes/Alleinstellungsmerkmal
5.    Geplante Verwertung
6.    Grober Kostenrahmen und Dauer des Vorhabens
 
Das Ideenpapier ist unverbindlich und kann im Laufe der Projektdefinition in der Diskussion mit PtJ noch überarbeitet und ergänzt werden, insbesondere im Hinblick auf weitere Projektpartner. PtJ prüft das Ideenpapier auf Passfähigkeit und gibt Hinweise zur Überarbeitung der Projektdarstellung.

Einreichung einer Skizze nebst Vorhabenbeschreibung

Im Falle einer positiven Bewertung rät PtJ anschließend zur Einreichung einer Skizze durch den federführenden Projektkoordinator.

Skizze

Die Skizze besteht aus zwei Teilen:

  • zum einen aus der über das elektronische System ELAN (der Zugang wird durch PtJ zur Verfügung gestellt) zu stellenden Form-Skizze (das heißt den Formularsatz)
  • und zum anderen aus der gegenüber dem Ideenpapier weiter ausgearbeiteten Vorhabenbeschreibung 

Die Vorhabenbeschreibung sollte die Arbeiten aller Partner umfassen. Zur Beschreibung des Vorhabens empfehlen wir dringend die Verwendung des Gliederungsvorschlages für eine Skizze. Die in Papierform einzureichende Skizze dient als Diskussionsgrundlage bei einem Beratungsgespräch am Sitz einer der am Vorhaben beteiligten Firmen.

Bei einer positiven Fördereinschätzung rät PtJ zur Antragstellung und gibt noch während der Beratung Hinweise und Hilfestellung hierzu.

Antragstellung

Ein Vorhaben besteht im „Bayerischen Energieforschungsprogramm“ aus mehreren industriellen Partnern, wobei einer die Federführung übernimmt, und gegebenenfalls den Institutspartnern. Jeder Verbundpartner (Ausnahme: Unterauftragnehmer eines Verbundpartners) muss einen eigenständigen Antrag stellen.

Ein förmlicher Antrag für ein Vorhaben besteht aus dem elektronischen Formantrag über ELAN (der Zugang wird erneut von PtJ zur Verfügung gestellt), der Verbunddarstellung und der detaillierten Vorhabenbeschreibung des Teilvorhabens mit Darstellung der Arbeitspakete jedes Partners. Die Einreichung erfolgt durch jeden Partner jeweils zweifach:

  • Beschreibung des Vorhabens (vom Federführer zu erstellen als Zusammenfassung der Einzelvorhaben)
  • Beschreibung des Einzelvorhabens (von jedem Antragsteller zu erstellen als detaillierte Beschreibung seines Einzelvorhabens)
  • Formularsatz 

Zusätzlich jeweils einfach in deutscher Sprache:

  • Testierte Geschäftsberichte der letzten beiden Geschäftsjahre im Original
  • Auskunft der Hausbank (Bank-an-Bank-Auskunft)
  • Aktueller Auszug des Handelsregisters 

Für die Erstellung der Beschreibungen des Vorhabens empfehlen wir unsere Gliederungsvorschläge, die Sie herunterladen können. Anhand der Checkliste können Sie prüfen, ob Sie die für den Antrag wesentlichen Unterlagen zusammengestellt haben.

Die Anträge sind an folgende Adresse zu richten:

Projektträger Jülich (PtJ) – Geschäftsbereich NMT
Projektträgerschaft Bayern (NMT4)
Forschungszentrum Jülich GmbH
52425 Jülich

Antragsprüfung

Nach Einreichung der vollständigen Anträge aller Projektpartner kann im Ermessen und im Auftrag von PtJ-NMT eine externe Begutachtung (vertraulich, personengebunden) erfolgen. Anschließend wird eine fachliche und kalkulatorische Prüfung durch PtJ-NMT durchgeführt. Bei positivem Gutachten und günstiger Beurteilung der Anträge wird eine Empfehlung zur Förderung an das StMWi ausgesprochen.

Zuwendungsbescheid

Das StMWi entscheidet über den Förderantrag und erteilt im positiven Fall einen Zuwendungsbescheid an den Antragsteller. Der Antragsteller wird Zuwendungsempfänger.

Durchführung des Vorhabens

Die Fördermittel werden schrittweise nach Projektfortschritt und Prüfung der Verwendung ausgezahlt; dazu erstellt der Zuwendungsempfänger Zwischenberichte (Beschreibung des Projektstandes) und Zwischennachweise (finanzielle Mittelverwendung).

Abschluss des Vorhabens

Nach Abschluss des Vorhabens werden der Abschlussbericht und die Verwendung der Mittel durch PtJ-NMT geprüft. Der Zuwendungsempfänger erläutert die weitere Verwertung der FuE-Ergebnisse.

Verwertung

Der Zuwendungsempfänger berichtet bis drei Jahre nach Abschluss des Vorhabens jeweils jährlich PtJ-NMT über die Verwertung der FuE-Ergebnisse in Bayern. 

Ansprechpartner/-in


Dr. Carsten Wadewitz
02461 61--3564

Silke Bellermann
Finanzsachbearbeiterin
02461 61-9740

Downloads


Beschreibung des Einzelvorhabens

DOC 67.50 KB nicht barrierefrei

Beschreibung des Verbundvorhabens

DOCX 27.54 KB nicht barrierefrei

Checkliste für Antragsteller

PDF 96.56 KB nicht barrierefrei

Projektträger Jülich – erkennen. fördern. gestalten.


Der Projektträger Jülich arbeitet im Auftrag von:
Der Projektträger Jülich in Zahlen im Jahr 2017
1.092
Mitarbeiter/innen
20.595
Laufende Vorhaben
1.614
Fördervolumen in Mio. Euro
4
Geschäftsstellen