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Erdbeobachtung für lebenswerte Städte und Regionen

Einreichung möglich

Erdbeobachtung für lebenswerte Städte und Regionen

eine Initiative der Baden-Württemberg Stiftung gGmbH

Zunehmende Hitzeperioden, Starkregenereignisse, Luftbelastungen sowie die fortschreitende Flächenversiegelung beeinträchtigen die Lebensqualität und Gesundheit der Bevölkerung und belasten zugleich die Infrastruktur. In diesem Kontext hat sich die Erdbeobachtung in den vergangenen Jahren zu einer strategischen Informationsinfrastruktur für Klima-, Umwelt- und Stadtforschung entwickelt. Satelliten-, Luft- und Bodendaten, insbesondere aus dem europäischen Erdbeobachtungsprogramm Copernicus, ermöglichen heute eine kontinuierliche, hochauflösende und frei verfügbare Analyse von Umwelt- und Klimaprozessen.

Vor diesem Hintergrund wird von der Baden-Württemberg Stiftung gGmbH das Forschungsprogramm „Erdbeobachtung für lebenswerte Städte und Regionen“ umgesetzt. Ziel des Programmes sind exzellente, international konkurrenzfähige Projekte sowie die Positionierung Baden-Württembergs als Modellregion für integrierte Erdbeobachtung, um resiliente, nachhaltige und lebenswerte Städte und Regionen wissenschaftlich fundiert zu gestalten. Dem Leitbild der planetaren Gesundheit folgend sollen die Entwicklungen die bestehenden Wechselwirkungen zwischen natürlichen Lebensgrundlagen, Klima, Umwelt und menschlicher Gesundheit als Grundlage für nachhaltige Transformations- und Anpassungsstrategien nutzen.

In diesem Kontext spielen insbesondere digitale datenbasierte Methoden und Technologien sowie innovative Ansätze eine zentrale Rolle. Sie bieten erhebliches Potenzial, komplexe räumlich-zeitliche Umwelt- und Klimaprozesse in Städten und Regionen systematisch zu erfassen, heterogene Datenquellen und wissenschaftliche Erkenntnisse zu integrieren sowie belastbare Grundlagen für Planung, Verwaltung und politische Entscheidungsprozesse bereitzustellen.

Eine Einreichung ist noch 85 Tage möglich.
Startdatum 15. Juli 2026 Enddatum 15. Oktober 2026 Heute 22. Juli 2026

Wer wird gefördert?

Zur Teilnahme berechtigt sind baden-württembergische Hochschulen und gemeinnützige außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie als Praxispartner juristische Personen öffentlichen Rechts mit Sitz in Baden-Württemberg.

Was wird gefördert?

Es können Projektideen für innovative datenbasierte Innovationen zu drei thematisch unterschiedlichen Modulen eingereicht werden:

  • Programm-Modul I: Analyse und Auswertung – Aufbau integrierter Erdbeobachtungssysteme
  • Programm-Modul II: Anwendung und Evidenz – Praxisorientierte Validierung
  • Programm-Modul III: Operative Umsetzung – Integration der Ergebnisse in Planungs- und Entscheidungsprozesse

Es ist möglich, mehrere Programmschwerpunkte in einem Projekt zu bearbeiten.

Technologische Weiterentwicklungen von Sensor- und Messsystemen, sofern diese für die Schließung technologischer Lücken und zur Umsetzung eines konkreten Anwendungsfalls erforderlich sind, sind im begründeten Fall ebenfalls Gegenstand von Modul I. Nicht Gegenstand des Forschungsprogramms sind Projekte, die sich ausschließlich auf die technische Weiterentwicklung von Sensor- und Messsystemen fokussieren.

Die Entwicklungen sollen einen anwendungsorientierten Bezug mit einer konkreten Perspektive für die spätere Übertragbarkeit in die Praxis aufzeigen. Mit der Verknüpfung von Forschung, Anwendung und Umsetzung sollen Lücken zwischen Datenverfügbarkeit und Nutzung geschlossen sowie der Transfer der Ergebnisse in die Planung und Verwaltung gestärkt werden.

Wie wird gefördert?

Die Forschung erfolgt im Auftrag der Baden-Württemberg Stiftung gGmbH auf Basis eines Auftragsvertrags mit der Forschungseinrichtung (Auftragsforschung). Die Rechte an den Ergebnissen der Forschung stehen der Baden-Württemberg Stiftung gGmbH zu.

Kontakt

Sina Franke
+49 030 20199-3407
Dr. Stefan Rauschen
+49 02461 61-4460
Dr. Björn Dreesen-Daun
+49 02461 61-8704