Forschungsförderung ebnet den Weg für Deutschlands größte Solarthermieanlage
Mit der Eröffnung von Deutschlands größter Solarthermieanlage in Leipzig zeigt sich, wie kontinuierliche Forschungsförderung neue Technologien Schritt für Schritt in die Praxis bringt. Mehr als 13.000 Vakuumröhrenkollektoren sollen künftig Solarwärme für das Leipziger Fernwärmenetz liefern. Wir haben das Projekt im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) begleitet.
Solche Anlagen entstehen nicht aus einem einzelnen Forschungsvorhaben. Seit 2014 fördert das BMWE mehrere aufeinander aufbauende Projekte zur solaren Fernwärme. Wir betreuen die Vorhaben fachlich und administrativ und unterstützen die Projektpartner dabei, Forschungsergebnisse weiterzuentwickeln und für die Anwendung nutzbar zu machen.
Die Projekte greifen unterschiedliche technische Fragen auf. Mit ScenoCalc Fernwärme entwickelten Forschende ein kostenfrei zugängliches Programm, das große Solarthermieanlagen berechnet und ihre Erträge prognostiziert. Weitere Vorhaben passten CPC-Vakuumröhrenkollektoren an die Anforderungen von Wärmenetzen an, erprobten eine automatisierte Steuerung für die Einspeisung solarer Wärme und bereiteten neue Kollektorkonzepte auf eine seriennahe Fertigung vor.
Die Leipziger Anlage selbst erhielt Unterstützung aus der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze. Die vorausgehenden Forschungsprojekte zeigen, was langfristige Förderung bewirken kann: Sie hilft, technische Risiken zu verringern, Wissen aufzubauen und Forschungsergebnisse so weit zu entwickeln, dass Unternehmen sie in großen Anlagen einsetzen können.