EFRE/JTF-Konferenz 2026: Regionen in Europa
Über 3.100 Projekte und rund eine Milliarde Euro für ein zukunftsfestes Nordrhein-Westfalen: Die EFRE/JTF-Konferenz 2026 in Essen zeigte eindrucksvoll, wie europäische Strukturförderung Innovation, Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit stärkt. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie regionale Entwicklung und Transformation weiter beschleunigt werden können.
In der Zeche Zollverein kamen am 20. Februar 2026 rund 400 Gäste zur Halbzeitkonferenz des EFRE/JTF-Programms NRW 2021–2027 zusammen.
Mona Neubaur, stellvertretende Ministerpräsidentin und Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, hob die Rolle der Regionen in der europäischen Politik hervor. Neubaur machte deutlich, dass Europa in Nordrhein-Westfalen konkret wirke: durch sanierte Schulen, neue Arbeitsplätze und klimafreundliche Technologien. Ziel sei es, gute Arbeitsplätze, wettbewerbsfähige Unternehmen, saubere Energie sowie lebenswerte Städte und Dörfer zu sichern.
Kohäsionspolitik im Dialog: Wissenschaft, Politik und Regionen im Austausch
Wissenschaftliche Impulse – unter anderem von Prof. Dr. Angelika Krehl vom Niederrhein Institut für Regional- und Strukturforschung (Hochschule Niederrhein) – sowie Podiumsdiskussionen mit Mona Neubaur, Emma Toledano Laredo, Direktorin der Generaldirektion für Regionalpolitik und Stadtentwicklung der Europäischen Kommission, Dr. Nina Wunderlich, Unterabteilungsleiterin im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE), und Leszek Pietraszek, stellvertretender Marschall der Woiwodschaft Schlesien, vertieften die Perspektiven auf die europäische Strukturpolitik.
Diskutiert wurden unter anderem Bürokratieabbau, regionale Gestaltungsspielräume und die Ausgestaltung der kommenden EFRE-Förderperiode ab 2028. Ein besonderer Programmpunkt war die Übergabe der Regiostars-2025-Plakette durch Emma Toledano Laredo an den Gewinner des europäischen Projektwettbewerbs MONOCAB OWL. Zudem zeigte Leszek Pietraszek, wie die EFRE/JTF-Förderung die Transformation in der Bergbauregion Schlesien unterstützt.
Innovative Projekte vorgestellt
In der begleitenden Projektgalerie präsentierten sich Vorhaben, die exemplarisch für die Bandbreite des EFRE/JTF-Programms NRW 2021–2027 stehen: Von klimafreundlicher Logistik durch das Drohnennetzwerk „SIDDA“ in Südwestfalen über den Transfer medizinischer Forschung in die Praxis im Projekt „B2B-RARE“ bis hin zu digitalem Wissenstransfer für Metallbetriebe mit der App „HeyApps“.
Auch der Klimaschutz im Gesundheitswesen, beispielhaft umgesetzt durch die energetische Sanierung der Klinik Martinusquelle in Bad Lippspringe, wurde präsentiert. Beiträge zur Rohstoffsicherung leisten zudem die weltweit erste RECOSIC-Fabrik zum industriellen Recycling von Siliciumcarbid sowie die matterr/revolPET-Technologie, die gemischte Textilabfälle chemisch in hochwertige Rohstoffe für die Kunststoffproduktion zurückführt.
EFRE/JTF-Programm NRW 2021–2027: Impulse für Wettbewerbsfähigkeit und Klimaschutz
Das EFRE/JTF-Programm NRW 2021–2027 bündelt europäische Mittel, um Innovation, Wettbewerbsfähigkeit, Klimaschutz und Lebensqualität zu stärken. Gefördert werden unter anderem neue Technologien, Circular-Economy-Ansätze, industrielle Resilienz sowie Investitionen in kommunale Gebäude und Infrastruktur.
Im Mittelpunkt stehen die nachhaltige und digitale Transformation sowie starke regionale Akteure. Zugleich wurde betont, dass Regionen über die nötigen Gestaltungsspielräume verfügen müssen, um Strukturwandel erfolgreich umzusetzen.
Innovationsförderagentur NRW (IN.NRW) als starker Partner der Umsetzung
Die bei uns angesiedelte IN.NRW setzt im Auftrag der NRW-Landesregierung weite Teile des EFRE/JTF-Programms NRW 2021–2027 um. Sie begleitet Förderinteressierte von der Projektidee über Antragstellung und Umsetzung bis zum Abschluss.
Mit Blick auf die Förderperiode ab 2028 wurde deutlich: Nordrhein-Westfalen will an die bisherigen Erfolge anknüpfen und die europäische Strukturförderung weiterentwickeln – mit zielgerichteten Verfahren, weniger Bürokratie und attraktiven Mitteln für innovative Lösungen.
Unsere Managementsysteme sind zertifiziert nach DIN EN ISO 9001:2015 (Qualität), ISO 27001 auf Basis IT-Grundschutz (Informationssicherheit) und ISO 50001 (Energie). Das Umweltmanagement ist nach EMAS und EN ISO 14001:2015 validiert.