wird geladen
Zurück zur Newsliste
06.05.2026

CO₂-Differenzverträge: Gebotsverfahren 2026 gestartet

Am 5. Mai 2026 hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie das Gebotsverfahren 2026 der CO₂-Differenzverträge gestartet. Unternehmen der energieintensiven Industrie, die im vergangenen Jahr am Vorverfahren teilgenommen haben, haben nun die Möglichkeit, sich bis einschließlich 7. September 2026 um eine Förderung zu bewerben. Wir übernehmen als Konsortialführer gemeinsam mit den Partnern VDI/VDE-IT, Deloitte und CMS die Umsetzung und Weiterentwicklung der Projektträgerschaft.

Mit den CO₂-Differenzverträgen unterstützt das BMWE Investitionen in innovative, wettbewerbsfähige und CO₂-arme Produktionsverfahren. Im Fokus stehen insbesondere Branchen wie Chemie, Metalle, Zement, Kalk, Glas, Papier und Keramik. Das Programm ist als wettbewerbliches Auktionsverfahren ausgestaltet: Den Zuschlag erhalten diejenigen Vorhaben, die den günstigsten Preis für die Vermeidung einer Tonne CO2-Äquivalent im Vergleich zu konventionellen Anlagen anbieten können.

Damit setzen die CO₂-Differenzverträge gezielte Anreize, industrielle Produktionsprozesse technologisch offen und marktwirtschaftlich weiterzuentwickeln – im Einklang mit europäischen und nationalen Klimazielen. Gleichzeitig stärken sie die Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit des Industriestandorts Deutschland. Für die Gebotsrunde 2026 sind im Bundeshaushalt bis zu fünf Milliarden Euro vorgesehen.

Programm weiterentwickelt und flexibilisiert

Auf Grundlage von Rückmeldungen aus Industrie und weiteren Stakeholdern wurde das Förderprogramm seit der ersten Gebotsrunde 2024 umfassend überarbeitet. Die Ausgestaltung ist nun deutlich technologieoffener und flexibler. Erstmals sind grundsätzlich auch CCU/CCS-Technologien (CO₂-Abscheidung, -Speicherung und -Nutzung) förderfähig. Darüber hinaus wurden Regelungen – etwa zur Verschiebung des operativen Projektbeginns – flexibilisiert.

Hintergrund: Funktionsweise der CO₂-Differenzverträge

CO₂-Differenzverträge sichern Unternehmen gegen Unsicherheiten und Schwankungen des CO₂-Preises ab. Ziel ist es, Investitionen in CO₂-arme Produktionsverfahren auch unter volatilen Marktbedingungen wirtschaftlich tragfähig zu machen. Insbesondere energieintensive Unternehmen erhalten so verlässliche Rahmenbedingungen für langfristige Investitions- und Standortentscheidungen in Deutschland.

Das BMWE gleicht über einen Zeitraum von 15 Jahren die Mehrkosten aus, die im Vergleich zu konventionellen Referenzsystemen entstehen. Dabei werden insbesondere Entwicklungen des CO₂-Preises berücksichtigt.

Die Vergabe der Fördermittel erfolgt über ein wettbewerbliches Gebotsverfahren. Gefördert werden diejenigen Vorhaben, die mit möglichst geringem Einsatz staatlicher Mittel die größte Wirkung erzielen. So wird eine effiziente Mittelverwendung sichergestellt.

Das Programm richtet sich an Unternehmen, deren Anlagen dem europäischen Emissionshandelssystem (EU ETS) unterliegen.

Unsere Managementsysteme sind zertifiziert nach DIN EN ISO 9001:2015 (Qualität), ISO 27001 auf Basis IT-Grundschutz (Informationssicherheit) und ISO 50001 (Energie). Das Umweltmanagement ist nach EMAS und EN ISO 14001:2015 validiert.