Transnationale Forschung im Bereich Öko-Innovation

eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Die Förderrichtlinie „Öko-Innovationen - System Innovation in Wirtschaft und Gesellschaft" ist die zweite Bekanntmachung im Rahmen des ERA-NETs ECO-INNOVERA. Maßgeblich ist die gemeinsame englischsprachige Bekanntmachung der teilnehmenden Partnerländer bzw.
-regionen einschließlich spezifischer Anhänge auf der ECO-INNOVERA Webseite. Eine gesonderte Veröffentlichung in deutscher Sprache erfolgt nicht.

Die Konferenz der Vereinten Nationen über nachhaltige Entwicklung (Rio+20) im vergangenen Jahr hat ein klares Bekenntnis sowohl zu nachhaltigem Wirtschaften als auch zum Modell der Green Economy ausgedrückt. Der damit angestrebte Wandel begünstigt die Entstehung neuer Produkte und Dienstleistungen, die wirtschaftliches Wachstum und Wohlstand ermöglichen und gleichzeitig die Belastungen für die Umwelt verringern. Die tragende Rolle von Öko-Innovationen wurde auf EU-Ebene im Aktionsplan für Öko-Innovationen verankert. Hier wird Öko-Innovation definiert als jede Form der Innovation, die wesentliche und nachweisbare Fortschritte zur Erreichung des Ziels der nachhaltigen Entwicklung herbeiführt oder anstrebt, indem sie Umweltbelastungen verringert, die Widerstandsfähigkeit gegen Umweltbelastungen stärkt oder eine effizientere und verantwortungsvollere Nutzung natürlicher Ressourcen bewirkt. Öko-Innovationen beschränken sich nicht nur auf technologische Entwicklungen sondern beziehen auch nicht-technologische Entwicklungen (z. B. neue Geschäftsmodelle) und die Nachfrageseite mit ein.

Gefördert werden transnationale Forschungs- und Entwicklungsvorhaben deutscher Antragsteller ausschließlich im Themenfeld 1: System Innovation. Das BMBF beteiligt sich nicht an der Förderung zu den Themenfeldern 2: Nachhaltige industrielle Produkte und Prozesse und 3: Recycling.

Die weitere Entwicklung einer nachhaltigen Wirtschaft erfordert Innovationen mit einem systemischen Ansatz und großem Transformationspotenzial. Im Unterschied zu anderen Innovationen sind die hier adressierten Öko-Innovationen interdisziplinär und haben einen wertschöpfungskettenübergreifendem Ansatz. Es können daraus völlig neue Modelle für Produktion und Verbrauch entstehen, die eine nachweisbar verbesserte Vereinbarkeit von ökologischer Nachhaltigkeit, wirtschaftlicher Profitabilität und sozialer Inklusion aufweisen.

Der Projektträger Jülich koordiniert das ERA-Net-ECO-INNOVERA im Auftrag des BMBF. Im Rahmen des ERA-Net soll die Förderung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten im Themenfeld Öko-Innovationen in den beteiligten Ländern und Regionen gemeinsam weiterentwickelt werden und eine dauerhafte europaweite Plattform für Öko-Innovationen etabliert werden. 

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