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Solar Decathlon Europe: Gebäude-Energie-Wettbewerb kommt nach Deutschland

29.01.2019

Das Bild zeigt den Projektauftakt im Café Blo.

Bild: Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie/Wolf Sondermann

Herzlichen Glückwunsch nach Wuppertal! 2021 werden Studententeams aus aller Welt in der Ruhrmetropole um den Titel für das innovativste, energieeffizienteste und ästhetisch anspruchsvollste Solarhaus wetteifern. Die Bewerbung startet im März. Es ist das erste Mal, dass der internationale Wettbewerb in Deutschland stattfinden wird. Austragungsort ist das Mirker Stadtquartier in Wuppertal. Damit wird der „Solar Decathlon Europe“ Teil eines Reallabors.

Das Reallabor ist ein Experimentierraum, in dem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler innovative Technologien und integrale Energiekonzepte unter realen Bedingungen marktnah und im systemischen Zusammenspiel erproben können.

Das Mirker Stadtquartier ist typisch für einen Stadtteil in Deutschland und Europa: Umbauen, Anbauen, Aufstocken und Baulücken schließen sind hier die zentralen architektonischen Herausforderungen. Ressourceneffizienz, Suffizienz, Klimaschutz und recyclinggerechtes Bauen sind zentrale Themen des Wuppertaler Wettbewerbs. Lebensnahe Lösungen auf dem Weg zur ressourceneffizienten, klimaneutralen Stadt sind gefragt und sollen im Wettbewerb von den Teams erarbeitet werden. Energiewende und Klimaschutz in einem städtischen Quartier stehen das erste Mal im Fokus des Wettbewerbs. Der„Solar Decathlon“ in Wuppertal wird zum „Urban Solar Decathlon“: Es ist ein Aufruf an Studentinnen und Studenten, ihre kreativen Ideen in die Praxis umzusetzen und diesen Weg gemeinsam mit der Industrie zu gestalten.

Der internationale Aufruf zur Bewerbung für den „Solar Decathlon Europe 2021“ startet im März dieses Jahres. Dann können sich die Studententeams bis zum Herbst bewerben. Das „Europe“ im Namen des Wettbewerbs steht dabei nur für den Austragungsort und beschränkt die Herkunft der Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht auf den europäischen Kontinent. Bis zum Ende des Jahres 2019 stehen die Teams fest, die im September 2021 im Finale antreten. Sie haben dann knapp zwei Jahre Zeit, ihre Häuser zu entwerfen, zu planen und vor Ort in Wuppertal als Demonstrator zu bauen. Der Wettbewerb ist als Zehnkampf angelegt: Die Gebäude der Studententeams werden in zehn verschiedenen Disziplinen bewertet.

Es ist der fünfte Wettbewerb dieser Art im europäischen Raum. Im Juli dieses Jahres findet der „Solar Decathlon Europe“ vor den Toren Budapests in Ungarn statt. Seinen Ursprung hat das Wettbewerbsformat  in den USA. Dort startete der erste Solar Decathlon 2002. Seit 2010 gibt es das Format nun auch als Ableger mit Fokus auf solare Plusenergiehäuser in Europa – erste Stadt war damals Madrid, danach folgte Paris. Insgesamt sind in den bisher 13 Wettbewerben des Solar Decathlon mehr als 250 Gebäude als benutzbare und erlebbare Bauten entstanden.

Deutschland setzt sich seit langem für eine inhaltliche Weiterentwicklung des Wettbewerbsformats ein und leitet dazu eine Arbeitsgruppe bei der Internationalen Energie Agentur (IEA). Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) hatte der Projektträger Jülich (PtJ) 2017 unter der Förderinitiative „EnEff.Gebäude.2050“ einen Ideenwettbewerb ausgelobt. Gesucht waren Konzepte für einen internationalen Energiewettbewerb für Gebäude und Quartiere, die einen interessanten Austragungsort präsentieren und die Wettbewerbsstätte nachhaltig als „Living-Lab“ in den Stadtraum integrieren. Das Team der Bergischen Universität Wuppertal, der Stadt Wuppertal, des Wuppertal Instituts und der Initiative Utopiastadt sind dabei mit ihrem Vorschlag „Solar Decathlon goes Urban“ mit einem ersten Platz ausgezeichnet worden. Dies war die Grundlage für die deutsche Bewerbung um den Austragungsort des „Solar Decathlon Europe“ im Jahr 2021, den die Energy Endeavour Foundation jetzt nach Wuppertal vergeben hat.

Kontakt:

Bergische Universität Wuppertal

Dr. Daniel Lorberg
E-Mail: lorberg@uni-wuppertal.de

Dr.-Ing. Katharina Simon
E-Mail: ksimon@uni-wuppertal.de

Der Projektträger Jülich in Zahlen im Jahr 2023
1.629
Mitarbeiter/innen
30.770
Laufende Vorhaben
3392,05
Fördervolumen in Mio. Euro
4
Geschäftsstellen

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