Förderung transnationaler Forschungsvorhaben innerhalb des ERA-NETs „ERA-MIN 2“ zum Thema Ressourceneffiziente Kreislaufwirtschaft

eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Die Förderrichtlinie „Raw Materials for Sustainable Development and the Circular Economy" ist die erste Bekanntmachung im Rahmen des ERA-Nets ERA-MIN 2. Das ERA-Net ist eine gemeinsame Initiative von 21 Partnern aus 14 europäischen und assoziierten Ländern bzw. Regionen und vier außereuropäischen Ländern. Sie baut auf Erfahrungen und Ergebnissen des vorangegangenen ERA-Nets ERA-MIN (2011–2015) auf, in dem eine gemeinsame Forschungs-Roadmap für den Rohstoffsektor entwickelt und drei gemeinsame Bekanntmachungen durchgeführt wurden. Für diese ERA-Net-Fördermaßnahme wurden von den beteiligten Förderorganisationen ein gemeinsamer transnationaler Ausschreibungstext und begleitende Dokumente verfasst. Sie bilden die Grundlage dieser Bekanntmachung und können von der ERA-MIN-2-Internetseite heruntergeladen werden. Für die Förderung der Teilprojekte in den beteiligten Ländern bzw. Regionen gelten die jeweiligen nationalen/regionalen Richtlinien, die zeitgleich mit dem gemeinsamen transnationalen Ausschreibungstext veröffentlicht werden.

Einreichungsfrist:Einreichungsfrist ( abgelaufen: 15. März 2017 – 05. Mai 2017 )

Informationen zur Förderung


Wer wird gefördert?

Es werden transnationale Verbundprojekte gefördert, an denen mindestens zwei Verbundpartner aus mindestens zwei an dieser Ausschreibung beteiligten EU-Ländern bzw. an die EU assoziierten Ländern mitwirken müssen. Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, die zum Zeitpunkt der Auszahlung einer gewährten Zuwendung eine Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland besitzen, Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Kommunen und Länder, deren Einrichtungen sowie relevante Verbände und weitere gesellschaftliche Organisationen mit Forschungs- und Entwicklungskapazität in Deutschland. Im Sinne der Zielerreichung ist eine maßgebliche Wirtschaftsbeteiligung, je nach Ausrichtung des Projektes z. B. von Zulieferern und Anwendern (möglichst mehrere Industrieunternehmen) essentiell. Konsortien mit deutscher Beteiligung soll immer mindestens ein Unternehmen mit Sitz in Deutschland als Verbundpartner oder assoziierter Partner angehören.

Was wird gefördert?

Gegenstand der Förderung sind Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen im Rahmen industrieorientierter vorwettbewerblicher Verbundprojekte, die sich die effiziente Bereitstellung und Nutzung von primären und sekundären Rohstoffen zum Ziel setzen. Im Rahmen der vorliegenden Förderbekanntmachung soll das Gesamtsystem der Rohstoffkreisläufe in der Wirtschaft in den Blick genommen werden. Übergreifendes Ziel der Bekanntmachung ist die Erhöhung der Rohstoffeffizienz durch die Etablierung von Material- und Stoffkreisläufen gemäß dem Leitbild der Kreislaufwirtschaft. Vor diesem Hintergrund werden anwendungsorientierte Forschungsarbeiten, die durch ein hohes wissenschaftlich-technisches Risiko gekennzeichnet sind, innerhalb von vier Themenmodulen gefördert. Die Forschungsvorhaben sollten mindestens einem dieser Themenmodule zuzuordnen sein. Im Sinne eines systemischen Ansatzes können auch mehrere Bereiche des Wertschöpfungskreislaufs adressiert werden:

  • Erkundung und Gewinnung von Rohstoffen
  • Design kreislauffähiger Produkte
  • Ressourceneffiziente Produktionsprozesse
  • Kreislaufschließung durch Recycling von Produkten und Komponenten

Bei der Schließung von Wertschöpfungskreisläufen kommt der Einbeziehung von nicht-technologischen Fragestellungen (neue Geschäftsmodelle, Quantifizierung der Umweltauswirkungen, soziale Akzeptanz) eine wichtige Rolle zu. Eine Einbindung dieser Themen in die vier o. g. Themenmodule wird daher begrüßt. Einen übergreifenden Schwerpunkt für den gesamten Produktlebensweg bildet die Einbindung digitaler Technologien. Ausgenommen von der Förderung sind Vorhaben zur Erkundung und Gewinnung mariner Rohstoffe sowie zur Rekultivierung von Bergbaufolgelandschaften. Die detaillierte Beschreibung der Themen ist auf der ERA-MIN-2-Website  zu finden und für die Antragsausarbeitung unbedingt zu nutzen.

Wie wird gefördert?

Die Zuwendungen werden im Rahmen der Projektförderung als nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt. Zuwendungen können für projektbezogenen Personal-, Reise- und Sachaufwand, Unteraufträge, Dienstleistungen sowie für Geräte­investitionen verwendet werden.

Bemessungsgrundlage für Zuwendungen an Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Kosten, die in der Regel – je nach Anwendungsnähe des Vorhabens – bis zu 50 Prozent anteilfinanziert werden können. Nach BMBF-Grundsätzen wird eine angemessene Eigenbeteiligung – grundsätzlich mindestens 50 Prozent der entstehenden zuwendungsfähigen Kosten – vorausgesetzt.

Bemessungsgrundlage für Zuwendungen an Hochschulen, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen und vergleichbare Institutionen sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Ausgaben (bei Helmholtz-Zentren und der Fraunhofer-Gesellschaft die zuwendungsfähigen projektbezogenen Kosten), die individuell bis zu 100 Prozent gefördert werden können.

Bei Forschungsvorhaben an Hochschulen wird zusätzlich zu den zuwendungsfähigen Ausgaben eine Projektpauschale in Höhe von 20 Prozent gewährt. Diese Projektpauschale ist in den Angaben zum Projektbudget auszuweisen.

Bemessungsgrundlage für Kommunen sind in der Regel die zuwendungsfähigen projektbezogenen Ausgaben, bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen die zuwendungsfähigen projektbezogenen Kosten. Eine Eigenbeteiligung der kommunalen Antragsteller durch Eigenmittel ist erwünscht, aber keine notwendige Voraussetzung für eine Förderung.

Die Bemessung der jeweiligen Förderquote muss die AGVO berücksichtigen. Die AGVO lässt für KMU differenzierte Aufschläge zu, die gegebenenfalls zu einer höheren Förderquote führen können.

Es kommt hierbei die KMU-Definition der EU-Kommission zur Anwendung.

Abgerechnet werden können in jedem Fall nur die tatsächlich entstandenen zuwendungsfähigen Ausgaben bzw. Kosten.

Projektträger Jülich – erkennen. fördern. gestalten.


Der Projektträger Jülich arbeitet im Auftrag von:
Der Projektträger Jülich in Zahlen im Jahr 2017
1.092
Mitarbeiter/innen
20.595
Laufende Vorhaben
1.614
Fördervolumen in Mio. Euro
4
Geschäftsstellen