CO2 als nachhaltige Kohlenstoffquelle – Wege zur industriellen Nutzung (CO2-WIN)

eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Die Förderrichtlinie „CO2 als nachhaltige Kohlenstoffquelle – Wege zur industriellen Nutzung (CO2-WIN)“ ist Teil der Leitinitiative „Green Economy“ im Rahmenprogramm „Forschung für Nachhaltige Entwicklung“ (FONA3) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Ziel der Förderung ist, die Nutzung von CO2 als nachhaltige Kohlenstoffquelle weiter voranzutreiben, um die Rohstoffbasis der deutschen Wirtschaft zu verbreitern und gegenüber Versorgungskrisen abzusichern.

Einreichungsfrist:Einreichungsfrist ( abgelaufen: 03. August 2018 – 15. November 2018 )

Informationen zur Förderung


Wer wird gefördert?

Es werden Verbundvorhaben im Bereich der angewandten Forschung und industriellen Forschung und Entwicklung (FuE) gefördert. Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Einrichtungen der Kommunen und Länder sowie gesellschaftliche Organisationen in der Europäischen Union. Zum Zeitpunkt der Auszahlung einer gewährten Zuwendung wird das Vorhandensein einer Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland verlangt. Die Antragstellung durch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) wird ausdrücklich begrüßt.

Forschungseinrichtungen, die von Bund und/oder Ländern grundfinanziert werden, können neben ihrer institutionellen Förderung nur unter bestimmten Voraussetzungen eine Projektförderung für ihre zusätzlichen projektbedingten Ausgaben bzw. Kosten bewilligt werden. Von diesen grundfinanzierten außeruniversitären Forschungseinrichtungen wird erwartet, dass sie die inhaltliche Verknüpfung der institutionell geförderten Forschungsaktivitäten mit den Projektthemen darstellen und beide miteinander verzahnen.

Was wird gefördert?

Thematische Schwerpunkte der Förderung sind z. B.:

  • die Herstellung und Bewertung absatzfähiger Produkte durch die Carbonatisierung von CO2 sowie die Entwicklung geeigneter Carbonatisierungsprozesse für natürliche Mineralien, industrielle Schlacken oder Betone
  • die direkte Nutzung von Sonnenenergie zur chemischen Reduktion von CO2, beispielsweise mittels integrierter Systeme zur künstlichen Photosynthese
  • die Entwicklung innovativer katalytischer und elektrokatalytischer Verfahren zur chemischen Reduktion von CO2 mit einer realistischen Perspektive der Übertragung in die industrielle Praxis
  • sowie die Entwicklung biotechnologischer oder chemisch-biotechnologischer Verfahren zur stofflichen Nutzung von CO2 


Ein wichtiger Aspekt ist die Verknüpfung verschiedener Wirtschaftszweige im Rahmen einer industriellen Symbiose entlang der gesamten CO2-Wertschöpfungskette.

Als flankierende Maßnahmen soll ein Integrations- und Transferprojekt unterstützt werden.

Wie wird gefördert?

Zuwendungen werden im Rahmen der Projektförderung als nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt. Zuwendungen können für Personal- und Sachaufwand sowie für Geräteinvestitionen verwendet werden. Ausgeschlossen von der Förderung sind Bauinvestitionen.

Bemessungsgrundlage für Zuwendungen an Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Kosten. In der Regel können diese – je nach Anwendungsnähe des Vorhabens – unter Berücksichtigung der beihilferechtlichen Vorgaben bis zu 50 Prozent anteilfinanziert werden.

Bemessungsgrundlage für Hochschulen, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen und vergleichbare Institutionen sind in der Regel die zuwendungsfähigen projektbezogenen Ausgaben (bei Helmholtz-Zentren und der Fraunhofer-Gesellschaft die zuwendungsfähigen projektbezogenen Kosten), die individuell bis zu 100 Prozent gefördert werden können. Bei Forschungsvorhaben an Hochschulen wird eine Projektpauschale in Höhe von 20 Prozent gewährt.

Die Vorhaben sollen eine Laufzeit von drei Jahren möglichst nicht überschreiten.


 

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