Zurück zur Newsliste

Maritime Statustagung: Innovationen für eine starke maritime Branche

08.12.2023

Bild: ©Henning Kraudzun | Projektträger Jülich

Bild: ©Henning Kraudzun | Projektträger Jülich

Die Statustagung „Maritime Technologien“ bringt alljährlich Trendsetter im Bereich maritimer Forschung und Entwicklung zusammen. Auf Einladung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) diskutierten auch in diesem Jahr führende Köpfe aus Industrie, Forschung, Verbänden und Politik über aktuelle Forschungsergebnisse und wichtige Zukunftsthemen. Organisiert wurde die Konferenz vom Projektträger Jülich (PtJ), der auch die Umsetzung der Maritimen Forschungsförderung leistet.

Welche Rolle spielt innovative Forschung und Entwicklung, um maritime Produktion in Deutschland wettbewerbsfähig zu halten? An welchen Bausteinen auf dem Weg zu klimaneutralen und autonom operierenden Schiffen wird aktuell geforscht? Welche Technologien werden für die Digitalisierung von Schiffbau und Schifffahrt sowie für die Sicherheit maritimer Infrastrukturen gebraucht? Und wie kann die Branche die Megatrends Künstliche Intelligenz und Robotik für sich nutzen?  

Mit diesen und weiteren Schwerpunktthemen beschäftigte sich die Statustagung Maritime Technologien 2023 am 6. Dezember in Berlin. Die Tagung wurde zum insgesamt 20. Mal veranstaltet und hat sich zur zentralen Plattform für Innovationstreiber in der maritimen Branche entwickelt. Gekommen waren rund 250 Teilnehmende aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Behörden.

Im Rahmen der Veranstaltung wurden erfolgreiche Projekte des abgeschlossenen Jahres aus dem Maritimen Forschungsprogramm des BMWK präsentiert. In vielen der Vorträge wurde eindrucksvoll dargestellt, wie technologische Ideen innerhalb der Projekte gereift sind und nachfolgend zu Demonstratoren oder innovativen Produkten und Dienstleistungen weiterentwickelt wurden. Rund 320 Millionen Euro Fördermittel sind seit 2018 geflossen, wie Dr. Frank Hennig, Projektleiter „Maritime Forschungsstrategie 2025“ bei PtJ, betonte. In dem deutschlandweiten Forschungsprogramm wurden seitdem mehr als 560 Vorhaben an fast 400 Standorten bewilligt.

In den Präsentationen ging es unter anderem um den Einsatz von intelligenter Robotik im Schiffbau, um die Anwendung von Bionik bei der Entwicklung von innovativen Propellern und Rudern, neue Konzepte zur Bewuchskontrolle an Offshore-Bauwerken sowie um effiziente Echtzeit-Analysen mittels Drohnen. Zudem zeichnete der Impulsvortrag der Carnival Corporation den Weg zum ganzheitlich nachhaltigen Schiffsbetrieb in der Kreuzfahrtbranche auf.

Der Koordinator der Bundesregierung für Maritime Wirtschaft und Tourismus, Dieter Janecek MdB, betonte in seinem Grußwort und in der Podiumsdiskussion die Entschlossenheit der Bundesregierung, die maritime Zukunft in Deutschland voranzutreiben. „Eine leistungsstarke und international wettbewerbsfähige maritime Branche ist ein Schwungrad für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland“, betonte Janecek. Er erkennt im hochspezialisierten maritimen Know-how, welches mit einer gezielten Förderung im Rahmen des Maritimen Forschungsprogramms gestärkt wird, einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil.

Aber auch die Erzeugung erneuerbarer Energien auf dem Meer sind für Janecek ein politischer Schwerpunkt: „Die maritime Energiewende stellt die größte wirtschaftliche Chance für unsere Werften, Häfen und Logistiklandschaft seit Jahrzehnten dar.“

Hintergrund

Das BMWK unterstützt die maritime Branche mit dem „Maritimen Forschungsprogramm“ sowie der Förderlinie „Echtzeittechnologien für die Maritime Sicherheit“. Schwerpunkte bilden Zukunftsfelder in den Bereichen Schiffskonstruktion, Schifffahrt und Schiffbau sowie Offshore-Industrie und Meerestechnik. Durch beide Förderprogramme wird die maritime Branche im internationalen Wettbewerb gestärkt sowie der Schutz von Klima und Umwelt und die Entwicklung maritimer Sicherheitstechnologien vorangetrieben. Zugleich werden hochqualifizierte Arbeitsplätze am Standort Deutschland gesichert.

Der Projektträger Jülich in Zahlen im Jahr 2022
1.541
Mitarbeiter/innen
36.496
Laufende Vorhaben
2673,56
Fördervolumen in Mio. Euro
4
Geschäftsstellen

PtJ ist zertifiziert nach DIN EN ISO 9001 : 2015 und ISO 27001 auf Basis IT-Grundschutz