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Grüne Woche: Ehrenamt und regionale Kreislaufwirtschaft

26.01.2024

Bild: ©Reiner Enders | Projektträger Jülich

Bild: ©Reiner Enders | Projektträger Jülich

Auf der Grünen Woche, der Leitmesse für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau, werden traditionell auch aktuelle gesellschaftliche Fragen diskutiert. Am 24. und 25. Januar 2024 stellten Forschende der Maßnahmen „Kommunen innovativ“ und „Stadt-Land-Plus“ ihre Erkenntnisse zur Bürgerbeteiligung und zur regionalen Kreislaufwirtschaft vor. Die Maßnahmen werden vom Projektträger Jülich (PtJ) betreut und sind Teil der FONA-Strategie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

Auf der Berliner Messe „Grüne Woche“ stehen auch in diesem Jahr gesellschaftlich relevante Fragen zu den Themen Klimaschutz, Kreislaufwirtschaft, Ressourcenschonung und nachhaltige Landnutzung auf dem Programm. Dazu gehören Zukunftsthemen der FONA-Strategie für mehr Lebensqualität und Nachhaltigkeit wie Forschungen zur Bürgerbeteiligung in ländlichen Regionen und zur regionalen Kreislaufwirtschaft.

Bürgerbeteiligung in ländlichen Regionen erhöhen

Im Zukunftsforum „Berechenbar und bezahlbar? Ehrenamt und Engagement in ländlichen Regionen“ stellten drei Forschungsteams der Maßnahme „Kommune innovativ“ die Bedeutung der Bürgerbeteiligung dar. Besondes in ländlichen Städten und Gemeinden ist das Engagement für öffentliche Dienstleistungen wichtig. Doch die Bereitschaft, sich ehrenamtlich zu engagieren, ist bei den meisten Menschen gesunken. Grund hierfür sind persönlichen Belastungen durch Familie und Arbeit. Das gestiegene durchschnittlich höhere Lebensalter in ländlichen Regionen bringt zusätzliche Herausforderungen für das Ehrenamt mit sich.

Die Forschungsteams diskutierten mit Teilnehmenden aus der kommunalen Praxis, wie man Bürgerengagement langfristig sichern kann. Zudem stellten sie Lösungsansätze aus ihrer Forschung vor: In der Lausitz zum Beispiel brachten Ältere ihre Lebenserfahrung ins Gemeinwesen ein und im Rheinischen Revier konnten neue Formen des Zusammenhalts in einer neuen Heimat gefunden werden. Im Kreis Lippe wurden Kenngrößen für die Wertschöpfung durch ehrenamtliche Tätigkeiten erarbeitet, um bessere Argumente für deren Unterstützung zu bekommen.

Organisiert wurde das Forum vom Deutschen Institut für Urbanistik gGmbH (Difu), Berlin und Raum & Energie-Institut für Planung, Kommunikation und Prozessmanagement GmbH, Wedel (IR&E).

Städte und Gemeinden durch regionale Kreislaufwirtschaft stärken

In der BMBF-Fördermaßnahme „Stadt-Land-Plus“ forschen 22 Verbundvorhaben zur nachhaltigen Entwicklung von Regionen. Im Fachforum „Stadt-Land-Plus – Wertschöpfung und Nachhaltigkeit durch Kreislaufwirtschaft“ berichteten Forschende, wie sie mit regionaler Kreislaufwirtschaft von Nahrung Stadt-Land-Partnerschaften gestärkt und gemeinsam Flussauen renaturiert haben. Zudem zeigten sie Modelle von Kreisläufen im Bau sowie in der Land- und Waldwirtschaft. Ziel ist es, gleichzeitig die Lebensqualität und die Wirtschaftlichkeit der teilnehmenden Gemeinden zu erhöhen. Geforscht wurde in Berlin-Brandenburg, dem Raum Lübeck und der Region Dresden.

Im Anschluss an die Präsentationen diskutierten die Referenten mit den Teilnehmenden des Fachforums die Ergebnisse. Veranstalter des Fachforums waren Forschende von Raum & Energie, Institut für Planung, Kommunikation und Prozessmanagement GmbH zusammen mit dem Umweltbundesamt.

Weitere Informationen

Grüne Woche

FONA-Strategie

Fördermaßnahme "Kommunen innovativ"

Fördermaßnahme "Stadt-Land-Plus"

Der Projektträger Jülich in Zahlen im Jahr 2022
1.541
Mitarbeiter/innen
36.496
Laufende Vorhaben
2673,56
Fördervolumen in Mio. Euro
4
Geschäftsstellen

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