r+Impuls - Innovative Technologien für Ressourceneffizienz – Impulse für industrielle Ressourceneffizienz

eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Die Förderrichtlinie „r+Impuls - Innovative Technologien für Ressourceneffizienz – Impulse für industrielle Ressourceneffizienz“ ist eine Konkretisierung der Hightech-Strategie 2020 der Bundesregierung im Bedarfsfeld Klima/Energie. Sie ist Teil des Rahmenprogramms „Forschung für Nachhaltige Entwicklungen (FONA)“.

Förderfähig sind FuE-Aktivitäten im Rahmen industrieller Entwicklungs- und Innovationsprojekte, um risikobehaftete technologische und nicht-technologische Fragestellungen im Zusammenhang mit der Maßstabsvergrößerung, Optimierung und Auslegung von Komponenten und Anlagen, erforderlichen Prüf- und Zulassungsverfahren, Entwicklung von neuen Geschäftsmodellen und branchenübergreifenden Anwendungsmöglichkeiten zu untersuchen. Gefördert werden Einzelvorhaben von Unternehmen sowie Verbundvorhaben zwischen Wirtschaft und Wissenschaft und gegebenenfalls weiterer Partner.

Die Arbeiten müssen auf Initiative und unter Federführung eines Industrieunternehmens bzw. des späteren Anwenders durchgeführt werden. Voraussetzung für eine Förderung ist eine erfolgreich beendete Vorlaufforschung bzw. ein nachgewiesener Pilotbetrieb, der z. B. im Rahmen einer ersten Förderphase erreicht wurde. Förderfähig sind risikoreiche industrielle Forschungs- und vorwettbewerbliche Entwicklungsvorhaben zur deutlichen Steigerung der Ressourceneffizienz.

Prioritäre Themen sind z. B.

  • Steigerung der Material- und Energieeffizienz vor allem in rohstoffintensiven Produktionssystemen (z. B. Metallerzeugung und -verarbeitung, Chemische Industrie, Baustoff- und Keramikindustrie)
  • Rückführung hochwertiger Wertstofffraktionen aus Abfallströmen
  • Recycling und Substitution von Rohstoffen mit wirtschaftsstrategischer Bedeutung für Schlüsseltechnologien und Hightech-Anwendungen
  • Stoffliche Nutzung von CO2 für chemische Produkte sowie zur Energiespeicherung

Angesichts des weltweit steigenden Rohstoffbedarfs und der großen wirtschafts- und finanzpolitischen Herausforderungen, vor denen Deutschland weiterhin steht, müssen die für die deutsche Wirtschaft bestehenden Ressourceneffizienzpotenziale gehoben und neue Perspektiven eröffnet werden. Effizienztechnologien sind dabei wesentliche Treiber für Innovationen und die Grundlage für neue Produkte und Verfahren. Hierdurch kann sich die deutsche Wirtschaft Wettbewerbsvorteile verschaffen und das Wirtschaftswachstum vom Rohstoffverbrauch und von Umweltauswirkungen entkoppeln. Die Entkopplung wird jedoch nur dann gelingen, wenn neue Technologien und Verfahren schnell und branchenübergreifend umgesetzt und marktwirksam werden können. Die Förderrichtlinie will durch gezielte FuE-Impulse Umsetzungsrisiken verkleinern und helfen, das „Tal des Todes“ für die Einführung innovativer Verfahren zu überbrücken. Gleichzeitig soll ein Beitrag zur Umgestaltung der Wirtschaft zu einer „Green Economy“ geleistet werden.

Als flankierende Maßnahme soll ein übergreifendes Technologietransferprojekt gefördert werden. Hauptaufgaben sind die verbundübergreifende Unterstützung bei der Verbreitung der Ergebnisse zur Umsetzung innovativer Technologien und beim Ergebnistransfer. Außerdem soll die Wirkungsanalyse auf Ebene der Fördermaßnahme durch systematische Ermittlung der angestrebten und realisierten Ressourceneffizienzpotenziale der geförderten Verbundprojekte durch das Technologietransferprojekt unterstützt werden.

Einreichungsfristen
02.03.2015 13 Uhr (1. Stichtag)
01.03.2016 13 Uhr (2. Stichtag)

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