Elektrofahrzeuge und Infrakstruktur – FAQ


Antragsberechtigung

1. Wer ist antragsberechtigt?


Antragsberechtigt sind Städte, Gemeinden, Landkreise, Zweckverbände, Landesbehörden, kommunale und Landesunternehmen, Hochschulen, sonstige Betriebe und Einrichtungen, die in kommunaler Trägerschaft stehen sowie Einrichtungen, die gemeinnützigen Zwecken dienen (Nachweis vom Finanzamt notwendig). Für kommunale Eigenbetriebe ohne eigene Rechtspersönlichkeit ist die jeweilige Kommune antragsberechtigt. Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sind antragsberechtigt, sofern die Kommune bestätigt, dass die Maßnahme Teil eines kommunalen Elektromobilitätskonzeptes ist.

2. Wer ist nicht antragsberechtigt?


Privatpersonen und Bundesbehörden sind nicht antragsberechtigt.

3. Gibt es, bezogen auf die Antragsteller, eine Priorisierung der Anträge?


Ja, Antragsteller, die noch keine Förderung im Rahmen der Förderrichtlinie Elektromobilität des BMVI vom 5.12.2017 erhalten haben, werden beim aktuellen Förderaufruf bevorzugt berücksichtigt.

4. Kann ein Antragsteller einen Dritten mit der Durchführung der Antragstellung beauftragen?


Wenn eine entsprechende Beauftragung des Dritten durch den Antragsteller erfolgt und eine Vertretungsvollmacht vorgelegt werden kann, ist das möglich.

Fördergegenstand

5. Wofür kann eine Zuwendung gewährt werden?


Gegenstand der Förderung ist die Beschaffung von Elektrofahrzeugen und der zum Betrieb benötigten Ladeinfrastruktur. Die Förderung erfolgt als Investitionszuschuss, der sich auf Grundlage der jeweiligen Investitionsmehrausgaben berechnet, die zur Erreichung der Umweltziele des Fördervorhabens erforderlich sind.

6. Welche Fahrzeuge sind förderfähig?


  • Elektrofahrzeuge der europäischen Fahrzeugklassen L2e, L5e, L6e, L7e (Leichtfahrzeuge) sowie der Klassen M1-M3 (Pkw/Busse) und N1-N3 (Nfz) gemäß Richtlinie 2007/46/EG des Europäischen Parlamentes und des Rates
  • Hybridfahrzeuge, die eine Reichweite unter ausschließlicher Nutzung der elektrischen Antriebsmaschine von mindestens 50 Kilometern erreichen oder eine Kohlendioxidemission von 50 Gramm pro gefahrenen Kilometer unterschreiten
  • In Fahrzeugsegmenten, in denen keine Serienfahrzeuge verfügbar sind, ist die Förderung von Fahrzeugumrüstungen möglich. Über die Förderwürdigkeit von Umrüstlösungen wird im Einzelfall entschieden.

 

7. Wie viele Fahrzeuge müssen mindestens beschafft werden?


Mindestens zwei Fahrzeuge pro Antrag, dafür entfällt die Möglichkeit der gemeinsamen Antragstellung. Bei den EG-Fahrzeugklassen M2, M3, N2, N3 und Sonderfahrzeugen gibt es keine Einschränkung bzgl. der Mindestanzahl.

8. Welche Ladeinfrastruktur (LIS) ist förderfähig?


  • LIS ist ausschließlich im Zusammenhang mit einer im Rahmen dieses Aufrufs beantragten Fahrzeugförderung (keine alleinige Förderung von LIS) förderfähig. Es kann nur die für den Betrieb der E-Fahrzeuge notwendige Menge an Ladeinfrastruktur gefördert werden.
  • Diese kann öffentlich oder nicht öffentlich zugänglich sein wobei nur Serienprodukte förderfähig sind.
  • Voraussetzungen, die bei öffentlich zugänglicher LIS zu erfüllen sind, werden im Anhang des Aufrufs aufgeführt.

9. Gibt es eine Mindestbetriebsdauer der Ladeinfrastruktur?


Die Mindestbetriebsdauer der Ladeinfrastruktur beträgt analog zur Mindesthaltedauer der im Rahmen dieses Förderaufrufes geförderten Fahrzeuge 24 Monate. Der Nachweis hierzu erfolgt bei öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur über die Registrierung der In- und Außerbetriebnahme der Ladeinfrastruktur bei der Bundesnetzagentur.

10. Gibt es Vorgaben zum Steckerstandard?


Die in § 3 der Ladesäulenverordnung (LSV) vom 09. März 2016 (BGBl. I S. 457) genannten Vorgaben zu den Steckerstandards für Normallade- und Schnellladepunkte sind für die Fahrzeugklassen L, M1 und N1 zu beachten:

  • Beim Aufbau von Normalladepunkten bzw. Schnellladepunkten, an denen das Wechselstromladen möglich ist, muss aus Gründen der Interoperabilität jeder Ladepunkt mindestens mit Steckdosen oder mit Steckdosen und Fahrzeugkupplungen jeweils des Typ 2 gemäß der Norm DIN EN 62196-2, Ausgabe Dezember 2014, ausgerüstet werden.
  • Beim Aufbau von Normal- und Schnellladepunkten, an denen das Gleichstromladen möglich ist, muss aus Gründen der Interoperabilität jeder Ladepunkt mindestens mit Kupplungen des Typs Combo 2 gemäß der Norm DIN EN 62196-3, Ausgabe Juli 2012, ausgerüstet werden.

11. Wer ist der Ansprechpartner für technische Fragen zur Ladeinfrastruktur?


Bei technischen Detailfragen können Sie sich an Johannes Pallasch von der NOW GmbH wenden: ladeinfrastruktur@now-gmbh.de

12. Können Brennstoffzellenfahrzeuge gefördert werden?


Brennstoffzellenfahrzeuge werden über das Markthochlaufprogramm des Nationalen Programmes zu Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) gefördert.

13. Kann ich meine Fahrzeuge auch leasen und hierfür eine Förderung beantragen?


Eine Förderung von Leasingraten beim Leasingnehmer (Kunden) ist ausgeschlossen. Die Förderung des Kaufes von Fahrzeugen bei Leasinggebern, sofern diese Maßnahme in ein kommunales Elektromobilitätskonzept (oder vergleichbar siehe Frage 30) eingebunden ist, ist möglich. Hier ist das Leasingunternehmen der Antragsteller. Dieses wird die Fahrzeuge dann an interessierte Kommunen/Unternehmen zu vergünstigten Konditionen verleasen. Leasinggeber können Leasingbanken, aber auch z. B. Autohäuser sein. Es steht interessierten Kommunen frei, potentielle Leasinggeber zur Antragstellung zu motivieren.

14. Können Vorführwagen oder Gebrauchtwagen beschafft werden?


Nur die Beschaffung von Neufahrzeugen ist förderfähig. Als Neufahrzeuge gelten hierbei auch Fahrzeuge mit einer vorherigen einmaligen Zulassung auf den Hersteller bzw. den Händler und einer max. Laufleistung von 1.000 km.

15. Müssen die Fahrzeuge/Ladeinfrastruktur im Eigentum sein/verbleiben?


Der Antragsteller muss Eigentümer der Fahrzeuge/Ladeinfrastruktur sein und die Fahrzeuge/Ladeinfrastruktur müssen ab Kauf zwei Jahre im Eigentum des Antragstellers verbleiben.

16. Ist die Umrüstung von Fahrzeugen auf Elektroantrieb förderfähig?


In Fahrzeugsegmenten, in denen keine Serienfahrzeuge verfügbar sind, ist die Förderung von Fahrzeugumrüstungen möglich. Über die Förderwürdigkeit von Umrüstlösungen wird im Einzelfall entschieden. Hierbei sind in der Tabelle für die Ermittlung der förderfähigen Investitionsmehrkosten die Umrüstkosten als Preis des E-Fahrzeugs einzutragen, der Preis des Vergleichsfahrzeugs ist in diesem Fall mit 0 Euro anzugeben. Erfolgt der Verkauf als vollständiges E-Fahrzeug (inkl. Basisfahrzeug) direkt vom Umrüster, ist beim Ermitteln der förderfähigen Ausgaben wie bei normalen E-Fahrzeugen vorzugehen.

Förderfähige Ausgaben und Förderhöhe

17. Was sind förderfähige Investitionsmehrausgaben?


Förderfähig sind die Mehrausgaben des Elektrofahrzeugs gegenüber einem vergleichbaren konventionellen Fahrzeug (Diesel/Benzin). Die Förderung dieser Investitionsmehrausgaben erfolgt entweder über eine Investitionsmehrausgabenpauschale oder über einzeln nachzuweisende Investitionsmehrausgaben. Die Ermittlung der Investitionsmehrausgaben erfolgt mittels der zur Verfügung gestellten Excel-Datei (Anlage 1 des Aufrufes).

18. Wie funktioniert die Förderung über eine Investitionsmehrausgabenpauschale?


Hier werden die Listenpreise für E-Fahrzeug und Vergleichsfahrzeug im Vorfeld des Aufrufes durch den Fördermittelgeber ermittelt und die Investitionsmehrausgaben festgelegt. Diese Werte werden als Anlage 1 zum Förderaufruf als Excel-Datei zur Verfügung gestellt, wo der jeweilige Fahrzeugtyp per „Drop-Down“ ausgewählt werden kann.

Analog wird für gängige Ladeinfrastruktur verfahren, auch hier sind Pauschalwerte vorgegeben.

Diese Pauschalwerte gelten für Antragstellung und für die spätere Abrechnung, es erfolgt keine Nachberechnung (siehe auch 20).

19. Wie funktioniert die Förderung über einzeln nachzuweisende Investitionsmehrausgaben?


Für Fahrzeuge und spezielle Ladeinfrastruktur, die nicht durch die vorgegebenen Pauschalwerte berücksichtigt werden, sind die Investitionsmehrausgaben einzeln nachzuweisen. Hierfür reichen Sie bei Antragstellung Angebote für die E-Fahrzeuge (ohne Spezialaufbauten etc.) und die jeweiligen konventionellen Vergleichsfahrzeuge (gleiche Fahrzeug-/Gewichtsklasse, gleiche Buslänge, etc.) sowie für die Ladeinfrastruktur (ohne Bau-, Anschlusskosten u. ä.) ein. Die Werte der Angebote werden in der Excel-Datei (Anlage 1) unter den Reitern „LKW, Busse, Sonderfahrzeuge“ bzw. „spezielle Ladeinfrastruktur“ eingetragen, die Berechnung der förderfähigen Investitionsmehrausgaben erfolgt dann automatisch.

20. Muss ein spezielles Fahrzeug beantragt werden, oder kann der Fahrzeugtyp bei Beantragung offen bleiben?


Antragsteller, die unter Beachtung des Vergaberechts nicht nach Fahrzeugmodellen sondern nach Fahrzeugsegmenten ausschreiben, wählen in der bereitgestellten Excel-Datei (Anlage 1) anstelle des Fahrzeugmodells ein Fahrzeugsegment aus. Die vorgegebenen Segmente orientieren sich an den Vorgaben des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA). Der hinterlegte Wert für die Investitionsmehrausgaben stellt die Obergrenze für die Förderfähigkeit in diesem Fahrzeugsegment dar. Beim Nachweis der Zulassung des tatsächlich beschafften Fahrzeugs auf den Zuwendungsempfänger, kann der pauschale Förderbetrag für dieses spezifische Fahrzeugmodell  (aus Anlage 1) – nicht der Wert für das Fahrzeugsegment – ohne weitere Nachweise angefordert werden.

21. Was ist nicht förderfähig? (Beispiele)


  • Hybridbusse
  • Elektrofahrräder/Pedelec
  • Leasing (siehe Frage 13)
  • Nebenkosten Ladeinfrastruktur: z. B. Kosten zur Installation, Inbetriebnahme, Tiefbauarbeiten, Fundament, Erdarbeiten, Netzanschlussarbeiten, Ertüchtigung eines bestehenden Hausanschlusses, Umspannstation, Baukostenzuschuss, Gestaltungskosten, etc.
  • Personalausgaben die beim Antragsteller entstehen
  • Ausgaben für Werbetafeln oder ähnliche Werbematerialien
  • Ausgaben für Planung und Genehmigungsprozesse
  • Ausgaben für Ausschreibungen
  • laufende Betriebs- und Wartungskosten

23. Welche Förderquoten erhalte ich?


  • Bei Zuwendungen für wirtschaftlich tätige Unternehmen, die eine Beihilfe darstellen, beträgt die Förderquote 40 Prozent. Für kleinere Unternehmen können 20 Prozent und für mittlere Unternehmen 10 Prozent Bonus auf die Förderquote gewährt werden.*
  • Bei Zuwendungen, die keine Beihilfe darstellen, beträgt die Förderquote 75 Prozent, z. B. bei Kommunen im nicht wirtschaftlichen Bereich. Hierzu zählen u. a. Polizei, Feuerwehr, THW sowie Fahrzeuge im reinen kommunalen Einsatz, welcher keine wirtschaftliche Tätigkeit darstellt.
  • Bei finanzschwachen Kommunen, die nach jeweiligem Landesrecht z. B. ein Haushaltssicherungskonzept aufzustellen haben oder eine vergleichbare finanzschwache Haushaltssituation nachweisen und somit nicht über ausreichende Eigenmittel verfügen, beträgt die Förderquote 90 Prozent.
    • Als finanzschwach gelten Kommunen (bei entsprechendem Nachweis):
      1. Kommunen, deren Konzept zur Haushaltssicherung von der Kommunalaufsicht genehmigt wurde.
      2. Kommunen, die nach ihrem jeweiligen Landesrecht kein Konzept zur Haushaltssicherung aufzustellen haben, bei denen jedoch nachweislich Fehlbeträge in den vergangenen zwei Haushaltsjahren vorlagen und weitere Fehlbedarfe in den folgenden zwei Haushaltsjahren zu erwarten sind. Die entsprechende Haushaltslage ist durch die Kommunalaufsicht zu bestätigen.
      3. Kommunen, welche länderspezifische Hilfsprogramme in Anspruch nehmen. Die aktuelle Teilnahme ist bei der Beantragung nachzuweisen.
      4. Kommunen, deren Konzept zur Haushaltssicherung bzw. deren Haushalt von der Kommunalaufsicht abgelehnt wurde.
  • Hinweis: Jede Tätigkeit, die im Anbieten von Waren und Dienstleistungen auf einem Markt besteht, stellt eine wirtschaftliche Tätigkeit dar.
  • Hinweis: Wird ein Fahrzeug weniger als 20 Prozent seines Gesamteinsatzes beihilferelevant genutzt, z. B. bei Nutzung des kommunalen Fahrzeugpools durch Externe, wird dies nicht als Beihilfe angesehen. Wird diese Mischnutzung durchgeführt und eine Förderquote von ≥ 75 Prozent gewährt, ist die Nutzung durch die unterschiedlichen Nutzergruppen zu dokumentieren und auf Nachfrage durch Fahrtenbücher zu belegen. 

 

* Weitere Informationen zum KMU-Bonus finden Sie unter: https://www.foerderinfo.bund.de/de/kmu-definition-der-europaeischen-kommission-972.php

Das Formular zur KMU-Erklärung ist in unseren Downloads verfügbar.

24. Ich kenne jetzt die förderfähigen Ausgaben, wie hoch ist die Förderung die ich erhalte?


Die Förderung errechnet sich durch die Multiplikation der Förderfähigen Ausgaben und der individuellen Förderquote (siehe Frage 23).

Bsp. E-Golf: Förderfähige Ausgaben: 13.925,00 Euro (netto: 11.701,68 Euro)

a) Kommune mit Haushaltssicherung (keine Beihilferelevanz):
 Förderquote 90 Prozent

Fördersumme: 90 Prozent x 13.925,00 Euro = 12.532,50 Euro

b) Mittleres Unternehmen: Förderquote: 40 Prozent + 10 Prozent KMU-Bonus* = 50 Prozent

Fördersumme: 50 Prozent x 11.701,68 Euro = 5.850,84 Euro

* Weitere Informationen zum KMU-Bonus finden Sie unter: https://www.foerderinfo.bund.de/de/kmu-definition-der-europaeischen-kommission-972.php

Das Formular zur KMU-Erklärung ist in unseren Downloads verfügbar.

25. Können weitere Förderungen kumulativ in Anspruch genommen werden?


  • Herstellerrabatte sind so weit wie möglich in Anspruch zu nehmen!
  • Umweltbonus (BAFA): Der herstellerseitige Anteil des Umweltbonus sollte so weit möglich in Anspruch genommen werden.
    Der staatliche Zuschuss darf zusätzlich in Anspruch genommen werden. Im Bereich der Beihilfe (Förderquoten 40 bis 60 Prozent) werden die förderfähigen Ausgaben (auch bei Förderung über Investitionsmehrausgabenpauschalen) um die zusätzlich in Anspruch genommenen Fördermittel reduziert. Dies wirkt sich anteilig auch auf den Förderbetrag aus.
  • Kumulative Förderung von Bussen im ÖPNV: Bei der Förderung von Batteriebussen kann eine Kumulierung von Fördermitteln gemäß Art. 8 Nr. 3a AGVO (Verordnung (EU) Nr. 651/2014 der Kommission) in Frage kommen. Dies ist z. B. möglich, wenn eine Landesförderung für die Beschaffung von Bussen besteht, die auch konventionelle Busse einschließt. Um sich genauer über die dazu bestehenden Möglichkeiten zu informieren, wenden Sie sich bitte an den Projektträger Jülich 030 20199-3500.
  • Generell: Schließt eine Förderrichtlinie eine Kummulation mit weiteren Förderungen aus, kann diese auch nicht mit unserer Förderung kummuliert werden.

Auszahlungsmodalitäten

26. In welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt werden die Fördermittel ausgezahlt?


  • Bei Förderung über eine fahrzeugspezifische Mehrausgabenpauschale: Beim Nachweis der Zulassung, z. B. durch beglaubigte Kopie der Zulassungsbescheinigung Teil 1 oder 2, des beantragten Fahrzeugs auf den Zuwendungsempfänger, kann der für das bewilligte Fahrzeug ermittelte Förderbetrag ohne weitere Nachweise angefordert werden.
  • Antragsteller, die die Pauschalen für Fahrzeugsegmente (Mini, Kleinwagen, Kompakt etc.) beantragt haben, können beim Nachweis der Zulassung des tatsächlich beschafften Fahrzeugs die für dieses spezifische Fahrzeugmodell gültige Mehrausgabenpauschale ohne weitere Nachweise anfordern. Der entsprechende Förderbetrag wird dann ausgezahlt.
  • Für Fahrzeuge, die in der Excel-Datei (Anlage 1) nicht berücksichtigt werden konnten, ist eine individuelle Ermittlung der Investitionsmehrausgaben notwendig. Bei der Abrechnung der Investitionsmehrkosten wird in diesen Fällen geprüft, ob der Kaufpreis des E-Fahrzeugs den Wert aus der Antragsphase unterschreitet. In diesem Fall werden die tatsächlich entstandenen Investitionsmehrausgaben durch PtJ ermittelt. Der Zuwendungsempfänger hat hier die Möglichkeit durch Vorlage entsprechender Angebote nachzuweisen, dass durch Rabatte beim konventionellen Vergleichsfahrzeug höhere Investitionsmehrausgaben vorliegen, als durch Verwendung des Vergleichsangebotes aus der Antragsphase. Wird der in der Antragsphase angesetzte Kaufpreis erreicht oder überschritten, entfällt diese Prüfung.
  • Beim Nachweis der Inbetriebnahme (z. B. über ein Inbetriebnahmeprotokoll) der Ladeinfrastruktur, kann der für diese Ladeinfrastruktur pauschale Förderbetrag ohne weitere Nachweise angefordert werden.

 

Fördervoraussetzungen

27. Was ist der Beginn des Vorhabens?


Als Vorhabenbeginn ist grundsätzlich der Abschluss eines dem Projekt zuzurechnenden Lieferungs- oder Leistungsvertrages zu werten. Planung, Genehmigungsverfahren usw. gelten nicht als Beginn des Vorhabens.

Vor Erhalt des Zuwendungsbescheides darf nicht mit dem Vorhaben begonnen werden.

28. Welcher Bewilligungszeitraum (Laufzeit) ist vorgesehen?


In der Regel wird ein Bewilligungszeitraum von 12 Monaten für Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und 18 Monaten für alle anderen Zuwendungsempfänger vorgesehen. In diesem Zeitraum sollen die Fahrzeuge beschafft werden. Die Laufzeit wird in Rücksprache mit dem Antragsteller festgesetzt.

29. Sind Regularien des Vergaberechts zu beachten?


Um im Rahmen der Prüfung des Verwendungsnachweises Rückforderungsansprüche zu vermeiden, weisen wir Sie darauf hin, dass Zuwendungsempfänger, die öffentliche Auftraggeber im Sinne § 98 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) sind, den Regularien des Vergaberechts unterliegen. Dies gilt auch für Lieferungen und Leistungen, die über eine Zuwendung gefördert werden. Auch Zuwendungsempfänger, die nicht als öffentliche Auftraggeber im Sinne § 98 des GWB gelten, können zur Einhaltung von Vergabevorschriften über die Allgemeinen Nebenbestimmungen für Zuwendungen zur Projektförderung (ANBest-P) verpflichtet werden.

30. Ist die Einbindung der Massnahme in ein kommunales Elektromobilitätskonzept notwendig?


Von Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft ist die Bestätigung der zuständigen Kommune beizubringen, dass die Maßnahme im Sinne eines kommunalen Elektromobilitätskonzeptes ist. Dabei ist es nicht zwingend notwendig, dass es sich um ein separates Elektromobilitätskonzept handelt. Auch Konzepte (z. B. Luftreinhaltepläne, Masterpläne Umweltschutzkonzepte,…), die anteilig die Elektromobilität mit betrachten, kommen hierfür in Frage.

Kommunen oder kommunale Unternehmen müssen diese Bestätigung nicht beibringen, der entsprechende Punkt in der Vorhabenbeschreibung dient zur statistischen Erfassung.

Verfahren zur Antragstellung

31. Bis wann muss der Antrag eingereicht werden?


Einreichungsfrist des Aufrufs vom Juni 2018:  31. August 2018

Relevant ist hierfür der Zeitpunkt der digitalen Übermittlung. Die unterschriebene postalische Version ist im Rahmen der üblichen Postlaufzeiten nachzureichen. Ohne die postalisch übersendete unterschriebene Version gilt der Antrag als nicht eingegangen.

Es werden grundsätzlich nur fristgerecht und vollständig eingegangene Anträge bearbeitet.

32. Wie stelle ich als Kommune meinen Antrag?


Der Antrag wird online über easy-Online gestellt und übermittelt (BMVI - Fördermaßnahme: Projektförderung Elektromobilität des BMVI - Förderbereich: Fahrzeuge und Ladeinfrastruktur).

Zusätzlich ist der rechtsverbindlich unterschriebene Antrag in schriftlicher Form beim Projektträger Jülich unter folgender Adresse einzureichen: Projektträger Jülich, Forschungszentrum Jülich GmbH, Fachbereich ESN 6, Postfach 61 02 47, 10923 Berlin.

Nicht in Papierform eingereichte und mit rechtsverbindlicher Unterschrift versehene Anträge können nicht bearbeitet werden.

33. Welche Unterlagen müssen im Rahmen der Antragstellung eingereicht werden, damit ein Antrag als vollständig gilt?


Folgende Dokumente müssen über das System eingereicht bzw. hochgeladen (Anhänge können nur als PDF hochgeladen werden) werden:

 

  • bei einzeln nachzuweisenden Investitionsmehrausgaben zusätzlich:
    • einen Kostenvoranschlag bzw. ein Angebot für das Elektrofahrzeug sowie für das vergleichbare Referenzfahrzeug, sofern Fahrzeuge beantragt werden, die nicht in der Excel-Datei (Anlage 1) aufgeführt sind,
    • ggf. Kostenvoranschläge für die beantragte Ladeinfrastruktur, sofern ein Ladeinfrastruktur-Typ beantragt wird, der nicht in der Excel-Datei (Anlage 1) aufgeführt ist.

34. Wer muss Unterlagen zur Bonitätsprüfung einreichen und welche Unterlagen sind das?


Grundlage der erst auf Anforderung durch den Projektträger Jülich für die Bonitätsprüfung vorzulegenden Unterlagen ist die Richtlinie für Zuwendungsanträge auf Ausgabenbasis (AZA). Dabei hängt es von der Rechtform des Antragstellers ab, welche Unterlagen vorzulegen sind.

35. In welchem Dateiformat können Unterlagen in easy-Online hochgeladen werden?


Dateien sind ausschließlich im pdf-Format hochzuladen. Der Projektträger Jülich kann nach eigenem Ermessen – insbesondere zur Vervollständigung des Antrags – Unterlagen nachfordern.

Die Tabelle zur Stammdatenerfassung ist zusätzlich im MS-Excel-Format an StammdatenUBH@now-gmbh.de zu senden.

36. Wo finde ich die die Excel-Datei (Anlage 1 des Aufrufes) zur Berechnung der förderfähigen Investitionsmehrausgaben, oder andere relevante Unterlagen?


Die Tabelle ist Bestandteil des Dokumentes zum Förderaufruf und liegt in diesem als Anlage vor (Beispielbild):

 

Sollten sie diese Ansicht nicht sehen können, öffnen Sie die Datei bitte mit dem Adobe Reader. Wenn Sie die Anlage dort nicht sehen können, öffnet sich das Fenster durch Drücken auf die Büroklammer am linken Rand des Adobe-Programmes. Auch andere relevante Unterlagen zum Aufruf sind dort gespeichert.

Zusätzlich sind alle Dokumente auf https://www.ptj.de/projektfoerderung/elektromobilitaet-bmvi/invest/ unter „Downloads“ zu finden.

 

Programmbegleitforschung Elektromobilität BMVI

37. Welche Verpflichtungen gehe ich mit Inanspruchnahme der BMVI-Förderung bei der Fahrzeugbeschaffung ein?


  1. Berichtspflichten: Die Berichterstattung zum Umsetzungsstand des Vorhabens richtet sich nach den ANBest-P bzw. ANBest-GK. Der Projektträger Jülich stellt hierfür nutzerfreundliche Berichtsvorlagen, die z. B. Informationen zum Projekt, zu den Fahrzeugen und der Ladeinfrastruktur abfragen, zur Verfügung.
  2. Begleitforschung:
    Die bei Projektbeantragung übermittelten Stammdaten der Fahrzeuge und der betriebsnotwendigen Ladeinfrastruktur (wenn beantragt) sind zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme zu aktualisieren. Dazu wird das zentrale Datenmonitoring (derzeit beauftragt: Ingenieurgruppe IVV GmbH & Co KG) einen bereits projektspezifisch ausgefüllten Erfassungsbogen online zur Verfügung stellen, der durch den Zuwendungsempfänger zu überprüfen und bei Bedarf zu korrigieren ist.
    Zwei Jahre ab Kauf des ersten Fahrzeugs sind halbjährlich Betriebsdaten der Fahrzeuge und der Ladeinfrastruktur zur Verfügung zu stellen. Dazu wird das zentrale Datenmonitoring (derzeit beauftragt: Ingenieurgruppe IVV GmbH & Co KG) eine Abfrage zur Aktualisierung der Betriebsdaten online zur Verfügung stellen.
    Ansprechpartner für die Begleitforschung ist die NOW GmbH (elektromobilität@now-gmbh.de)

38. Was sind die Ziele der Programmbegleitforschung?


Zur übergeordneten Ergebnisverwertung und Erfolgskontrolle der Fördermaßnahmen Elektromobilität hat das Ministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur (BMVI) eine Programmbegleitforschung initiiert. Diese wird derzeit in 4 Themenfeldern mit individuellen Arbeitsgruppen organisiert. Innerhalb der Themenfelder sind Forschungskonsortien mit der Beantwortung zentraler Forschungsfragen beauftragt. Ein Zentrales Datenmonitoring (ZDM) organisiert die Datenaufnahme und Weiterverarbeitung. Anforderungen an den Datenschutz und den vertraulichen Umgang mit Daten und Informationen werden dabei berücksichtigt.

Die derzeitigen Themenfelder sind: Innovative Antriebe und Fahrzeuge, Infrastruktur, Rahmenbedingungen und Markt und Vernetzte Mobilität.

Ziel der Begleitforschung ist die Vernetzung der Akteure und eine bestmögliche Ergebnisverwertung der Erkenntnisse der Einzelprojekte und Aktivitäten in den Programmen des BMVI. Über die Begleitforschung werden die Einzelprojekte technisch, ökologisch und ökonomisch bewertet. Aus den Erkenntnissen lassen Empfehlungen für die Elektrifizierung von Fahrzeugflotten und den Aufbau von Infrastruktur sowie Input für die Ausrichtung künftiger Förderprogramme ableiten.

Koordiniert wird diese durch die NOW GmbH – Nationale Organisation Wasserstoff und Brennstoffzellentechnologie. Ansprechpartner für Fragen ist Herr Oliver Braune, Programmleiter Elektromobilität BMVI (Kontakt: elektromobilitaet@now-gmbh.de; Tel. 030 311 611 642).

39. Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit in der Programmbegleitforschung?


Die programmatische Begleitforschung des BMVI (koordiniert durch die NOW GmbH, Ansprechpartner s. unten) führt die Daten der einzelnen Beschaffungsprojekte zusammen, vernetzt die Akteure und veröffentlicht Empfehlungen zur Elektrifizierung von kommunalen und gewerblichen Fuhrparks. Zudem leistet sie einen zentralen Beitrag zur Ausrichtung bestehender und künftiger Förderprogramme. Für den Zuwendungsnehmer ergibt sich die Möglichkeit der Teilnahme an dieser Begleitforschung und zur aktiven Mitgestaltung am Förderprogramm und an der Marktentwicklung der Elektromobilität in Deutschland. Zudem bietet die Programmbegleitforschung die Möglichkeit, den eigenen Flotteneinsatz hinsichtlich ihrer technischen und wirtschaftlichen Potentiale sowie ihrer Umweltwirkung im Gesamtkontext der im Programm geförderten Fahrzeuge einzuordnen.

Aus der Zusammenarbeit ergeben sich optionale und verpflichtende Maßnahmen für den Zuwendungsempfänger:

A – Verpflichtend:

  • Die Bereitschaft, den Einbau von Datenloggern in einer Stichprobe an Fahrzeugen durch die damit beauftragte Programm-Begleitforschung des BMVI zuzulassen. Diese Datenlogger erheben Stamm- und Betriebsdaten nach dem Muster bestehender Minimaldatensets (s. Publikation: „Minimaldatensets zur Erhebung von Forschungsdaten in der Elektromobilität“, Berlin, 2017) und übermitteln diese an das durch die Bundesregierung beauftragte Zentrale Datenmonitoring (ZDM). Alle Anforderungen des Datenschutzes werden hierbei beachtet. Die Daten werden anonymisiert im Rahmen der programmatischen Begleitforschung verwertet. Die programmatische Begleitforschung übernimmt die Hardwarekosten der Datenlogger sowie die Kosten für den Einbau und den Betrieb der Datenlogger. Kosten für den Fahrzeugausfall, Fahrzeugersatz o.ä. während des Einbaus/Ausbaus des Datenloggers werden nicht erstattet. Sollte innerhalb Ihrer Fahrzeugflotte ohnehin der Einsatz von Datenloggern geplant sein, wird um Information im Antragsverfahren gebeten (s. Antragsformular).

A – Verpflichtend:

  • Die Bereitschaft, den Einbau von Datenloggern in einer Stichprobe an Fahrzeugen durch die damit beauftragte Programm-Begleitforschung des BMVI zuzulassen. Diese Datenlogger erheben Stamm- und Betriebsdaten nach dem Muster bestehender Minimaldatensets (s. Publikation: „Minimaldatensets zur Erhebung von Forschungsdaten in der Elektromobilität“, Berlin, 2017) und übermitteln diese an das durch die Bundesregierung beauftragte Zentrale Datenmonitoring (ZDM). Alle Anforderungen des Datenschutzes werden hierbei beachtet. Die Daten werden anonymisiert im Rahmen der programmatischen Begleitforschung verwertet. Die programmatische Begleitforschung übernimmt die Hardwarekosten der Datenlogger sowie die Kosten für den Einbau und den Betrieb der Datenlogger. Kosten für den Fahrzeugausfall, Fahrzeugersatz o.ä. während des Einbaus/Ausbaus des Datenloggers werden nicht erstattet. Sollte innerhalb Ihrer Fahrzeugflotte ohnehin der Einsatz von Datenloggern geplant sein, wird um Information im Antragsverfahren gebeten (s. Antragsformular).
  • Teilnahme an Befragungen und Datenerfassungen (z.B. durch sozialwissenschaftliche Begleitforschung oder Programmevaluationen).

B - Optional :

  • Empfohlen wird ferner die Teilnahme an den regelmäßigen Veranstaltungen (Workshops und Vernetzungstreffen) der programmatischen Begleitforschung, mit den Zielsetzungen der technischen, ökologischen und ökonomischen Bewertung der Elektromobilität und der Formulierung von Empfehlungen zur Elektrifizierung von Fahrzeugflotten. Infolge des direkten Austauschs von Erfahrungen und Ergebnissen zwischen allen Beteiligten (u.a. Hersteller, Betreiber, Anwender/Nutzer) liegt hierin der besondere Mehrwert für das Förderprogramm und die Zuwendungsempfänger.
  • Kontinuierliche Übermittlung von für die Begleitforschung relevanten Daten (z.B. aus selbst verbauten elektronischen Datenloggern, vom Hersteller ermittelten Fahrzeugdaten, Ladeinfrastrukturdaten) auf der Grundlage des jeweils zutreffenden Minimaldatensets (gemäß Veröffentlichung DDI / IVV / NOW vom Februar 2017).

 

Ansprechpartner für Fragen zur Programm-Begleitforschung bei der NOW GmbH ist Herr Oliver Braune (Kontaktdaten: 030/ 311 6116-42, elektromobilitaet@now-gmbh.de).

Projektträger Jülich – erkennen. fördern. gestalten.


Der Projektträger Jülich arbeitet im Auftrag von:
Der Projektträger Jülich in Zahlen im Jahr 2017
1.092
Mitarbeiter/innen
20.595
Laufende Vorhaben
1.614
Fördervolumen in Mio. Euro
4
Geschäftsstellen