CO2Plus - Stoffliche Nutzung von CO2 zur Verbreiterung der Rohstoffbasis

eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Im Rahmen der Fördermaßnahme „CO2Plus - Stoffliche Nutzung von CO2 zur Verbreiterung der Rohstoffbasis“ werden Verbundvorhaben im Bereich der angewandten Forschung und industriellen Forschung und Entwicklung (F&E) gefördert. Ziel der Förderung ist, die Rohstoffbasis der Chemischen Industrie durch die stoffliche Nutzung von CO2 zu verbreitern und so zu einer nachhaltigen Sicherung alternativer Kohlenstoffquellen beizutragen sowie die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen zu verringern. Eine systemische Betrachtungsweise und interdisziplinäre Zusammenarbeit wird erwartet.

 

Die Förderrichtlinie „CO2Plus“ ist eine Konkretisierung der Neuen Hightech-Strategie der Bundesregierung im Rahmen der prioritären Zukunftsaufgabe „Nachhaltiges Wirtschaften und Energie“. Die Fördermaßnahme ist Teil der Leitinitiative „Green Economy“ im Rahmenprogramm „Forschung für Nachhaltige Entwicklung (FONA3)“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Im Fokus dieser Fördermaßnahme steht die stoffliche Nutzung von Kohlenstoffdioxid zur Verbreiterung und Sicherung der Rohstoffbasis der Chemischen Industrie und Senkung der Treibhausgasemissionen.

Prioritäre Themen sind z. B.:

Erhöhung der Rohstoffproduktivität durch (direkten oder indirekten) Einbau von CO2 in die Wertschöpfungskette

  • Polymere
  • C1-Basischemikalien und Folgeprodukte

Einkopplung regenerativer Energie zur direkten Nutzung von CO2 in der Produktion chemischer Substanzen

  • Direkte elektrochemische Umwandlung von CO2
  • Photokatalytische Umwandlung von CO2

Effiziente CO2-Abtrennung

  • Abtrennung aus der Atmosphäre
  • Abtrennung aus Industrieanlagen (z. B. Stahl- und Zementwerke, Chemieanlagen)
  • Abtrennung aus Biogasanlagen

Steigerung der Akzeptanz für die Verwendung von CO2 als Rohstoff

Wissenschaftliche Stoffstromanalyse der stofflichen CO2-Nutzung mit Erstellung einer Roadmap

Als flankierende Maßnahmen sollen die Akzeptanzforschung zur stofflichen Nutzung von CO2 sowie ein Integrations- und Transferprojekt unterstützt werden.

Mit der Fördermaßnahme „Technologien für Nachhaltigkeit und Klimaschutz – Chemische Prozesse und stoffliche Nutzung von CO2“ (vom 17. Mai 2009) hat das BMBF die Forschung im Bereich der stofflichen Nutzung von CO2 erstmalig gezielt unterstützt. Damit wurde eine Grundlage zur Verbreiterung der Rohstoffbasis der Chemischen Industrie geschaffen. Die Ergebnisse der Fördermaßnahme haben ein enorm hohes Potenzial der Projekte im Hinblick auf eine Sicherstellung der Rohstoffbasis der Chemischen Industrie, aber auch im Bereich der CO2-Einsparung identifiziert. Zudem hat sich besonders im Bereich der alternativen Kraftstoffproduktion gezeigt, dass CO2-basierte Kohlenwasserstoffe aus erneuerbarer Energie eine nachhaltige Alternative zu erdölbasierten Kraftstoffen darstellen können. Mit der neuen Fördermaßnahme „CO2Plus“ soll gezielt auf diesen Erfolgen aufgebaut werden, indem speziell chemische, aber auch biotechnologische Verfahren zur Herstellung von hochvolumigen Basischemikalien aus CO2 adressiert werden. Darüber hinaus werden Forschungsvorhaben in den beiden zukunftsträchtigen Bereichen der Elektro- und Photokatalyse, sowie der effizienteren CO2-Abtrennung unterstützt, um die technologische Vorreiterrolle Deutschlands im Bereich der stofflichen CO2-Nutzung weiter auszubauen.

Folgende Dokumente zur Unterstützung der Antragsstellung stehen für Sie zum Download bereit:

Gesamtverbund
Tabelle Reiseplanung Verbund (docx)
Tabelle Verwertungsplan Verbund (docx)

AZA(P)
Erläuterungen Pos. 0831 (Gegenstände bis 410 EUR) (xlsx) 
Erläuterungen Pos. 0838 (Verbrauchsmaterial) (xlsx)
Erläuterungen Pos. 0846 (Reisekosten) (docx)

AZK
Erläuterungen Pos. 0813 (Materialkosten) (xlsx)
Erläuterungen Pos. 0838 (Reisekosten) (docx)
Aufschlüsselung der Gemeinkosten für AZK LSP (xlsx)

Ansprechpartner/in

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