BonaRes - Boden als nachhaltige Ressource für die Bioökonomie

eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Fruchtbare Böden sind die wichtigste Voraussetzung zum Anbau von Pflanzen für unterschiedliche Nutzungsformen wie Nahrungsmittel, Futtermittel, Rohstoffe für die Industrie und Energie. Für eine nachhaltige Bioökonomie ist es auch zukünftig unverzichtbar, die natürliche Leistungsfähigkeit von landwirtschaftlich genutzten Böden zu erhalten und wenn möglich zu steigern.

Die Voraussetzung für ein wissensbasiertes Nutzungsmanagement von Böden ist das Verständnis der biologischen Funktionen in Böden sowie der Interaktionen von Böden mit der natürlichen Umwelt und dem sozialen Umfeld. Betrachtet man den Boden als Gesamtsystem, so sind natur- und sozialwissenschaftliche Aspekte integriert zu berücksichtigen. Nur so kann es zu einem langfristig tragfähigen Ausgleich von wirtschaftlichen, ökologischen und gesellschaftlichen Interessen kommen.

Das Ziel von BonaRes besteht darin, validierte Handlungsoptionen für die nachhaltige Bewirtschaftung von Böden zu formulieren. Diese sollen am Ende der Förderperiode auf einem Webportal für die landwirtschaftliche Praxis und für politische Entscheidungsträger zur Verfügung stehen.

Die Förderinitiative BonaRes ist in die Module A und B gegliedert. Im Modul A sollen interdisziplinär organisierte Verbundprojekte angestoßen werden, die auf einen nachhaltigen Erhalt bzw. die Steigerung der Leistungs- und Ertragsfähigkeit der Ressource Boden abzielen. Durch Vernetzung und Bündelung von fächerübergreifenden Kompetenzen sollen Lösungsansätze, Technologien, Verfahren und Produkte identifiziert werden, die wesentlich dazu beitragen, die Bodenfunktionen zu optimieren. Ferner soll die Wasser- und Nährstoffnutzung effizienter gestaltet und die Bewirtschaftungsstrategien beziehungsweise das Nutzungsmanagement verbessert werden. Bei der Entwicklung von Lösungen spielen Ergebnisse aus langjährigen Dauerfeldversuchen mit den wichtigsten Kulturpflanzen eine große Rolle, insbesondere auch die Neubewertung dieser historischen Daten hinsichtlich aktueller Fragestellungen. Als Basis für die Erarbeitung von Handlungsoptionen sollen computergestützte Modelle entwickelt werden, die sich möglichst breit auf alle verfügbaren Datenquellen stützen.

In Modul B soll eine zentrale Struktur für die Bodenforschung aufgebaut werden („BonaRes-Zentrum“). Eine grundlegende Voraussetzung für die Formulierung von funktionellen Bodenmodellen ist eine zentrale Datenbank für die Bodenwissenschaften. Diese soll am neu entstehenden BonaRes-Zentrum dauerhaft etabliert werden. Das BonaRes-Zentrum koordiniert zudem alle Modellierungsaktivitäten in BonaRes, um die Kompatibilität verschiedener Ansätze zu gewährleisten. Zusätzlich übernimmt das BonaRes-Zentrum Aufgaben der wissenschaftlichen Koordinierung und Kommunikation für eine deutliche Außenwirkung, um das öffentliche Verständnis des Bodens als unverzichtbare Ressource für die Bioökonomie zu fördern.

Im Rahmen von BonaRes zielt das BMBF auf eine mittel- bis langfristige Förderung von bis zu neun Jahren ab. Zunächst ist eine dreijährige Förderphase vorgesehen, die zweimal um jeweils drei Jahre nach positiver Evaluierung der Verbünde und des BonaRes-Zentrums verlängert werden kann.

Am 6. September 2013 wurde die erste Informationsveranstaltung zu BonaRes in Berlin erfolgreich durchgeführt. Hier finden Sie drei Vorträge der Veranstaltung:

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