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REGION.innovativ

eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Jede Region hat Stärken – und mag sie noch so strukturschwach sein. Dazu zählen innovative Unternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und regionale Netzwerke, die ihre Region voranbringen wollen. Für diese Regionen und Akteure ist REGION.innovativ gemacht. Die experimentelle Fördermaßnahme unterstützt regionale Bündnisse dabei, sich neuen Forschungs- und Innovationsthemen zu widmen und die dafür notwendige Zusammenarbeit mit neuen Partnern zu etablieren. Damit soll der Strukturwandel in vielen Regionen in ganz Deutschland nachhaltig gestaltet werden.

Im Fokus der zweiten Förderrunde von REGION.innovativ stehen neue Formen der Zusammenarbeit von zwei oder mehreren Kommunen im Bereich der Kreislaufführung von Stoffen, Materialien oder Produkten. Damit dies möglichst effizient gelingt, müssen verschiedene Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft, Politik und Verwaltung über fachliche und administrative Grenzen hinweg zusammenarbeiten. Heute gibt es bereits einige Formen der Kooperation zwischen Kommunen, z.B. in Arbeitsgemeinschaften, Zweckverbänden oder durch öffentlich-rechtliche Vereinbarungen. Doch wie können diese Partnerschaften noch effizienter gestaltet oder neue Formen entwickelt werden? Wie können Strukturen in der Verwaltung dafür geschaffen werden oder das interkommunale Wissensmanagement aufgebaut werden? Diesen und weiteren Fragen widmet sich die zweite Förderrunde von REGION.innovativ. Die neuen Ansätze der Zusammenarbeit sollen dabei so weit vorangetrieben werden, dass ihr Potenzial für eine ressourcenschonende, regionale Kreislaufführung fundiert eingeschätzt werden kann.

Einreichungsfrist:Einreichungsfrist ( abgelaufen: 14. Mai 2020 – 30. September 2020 )

Informationen zur Förderung


Wer wird gefördert?

Voraussetzung für eine Förderung im Rahmen von REGION.innovativ ist die Formierung eines regionalen Verbundes mit Schwerpunkt in einer strukturschwachen Region. Der Verbund muss seine regionale Abgrenzung selbst definieren und plausibel begründen. Er sollte eine ausgewogene Beteiligung von Kommunen und kommunalen Unternehmen, wissenschaftlichen, wirtschaftlichen und sonstigen Partnern vorweisen.

In einem Verbund sollten folgende Partner mitwirken:

  • mindestens zwei Kommunen
  • mindestens ein Unternehmen oder kommunales Unternehmen
  • mindestens eine Hochschule oder Forschungseinrichtung aus den Bereichen Kreislaufwirtschaft, Verwaltungswissenschaften, Rechtswissenschaften, Organisationswissenschaften oder verwandten Disziplinen
  • gegebenenfalls weitere Partner, vor allem solche, die bislang nicht in ähnlichen Forschungsvorhaben eingebunden sind.

Antragsberechtigt sind Kommunen und kommunale Unternehmen, staatliche und nichtstaatliche Universitäten und Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft - insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) -, sowie weitere Einrichtungen wie z.B. Kammern, Verbände, Einzelunternehmen, Personengesellschaften, Genossenschaften, Stiftungen und Vereine. Überregionale Partner können im begründeten Einzelfall zusätzlich eingebunden werden.

Was wird gefördert?

Gefördert werden anwendungsorientierte, transdisziplinäre Forschungs- und Entwicklungsvorhaben, die zur Stärkung der regionalen Kreislaufwirtschaft beitragen, zum Beispiel durch die Verbesserung der interkommunalen Zusammenarbeit und  des interkommunalen Wissensmanagements, die Reduzierung institutioneller Hürden oder die Entwicklung neuer Instrumente in Kommunen .

Es sollte mindestens eines der folgenden Themenfelder bearbeitet werden:

  • Interkommunale Zusammenarbeit für die regionale Kreislaufwirtschaft von Stoffen und nachhaltige Wertschöpfungsketten
    z.B. Management biologischer Reststoffe, neue Formen der Landbewirtschaftung, regionales Nährstoffmanagement, Ressourceneffizienz, Stoffstrommanagement und die Errichtung von Pilotanlagen
  • Interkommunales Wissensmanagement als Basis einer verbesserten Kreislaufführung und Wertschöpfung
    z.B. durch die Zusammenführung unterschiedlicher Datenbestände und Indikatorensysteme und der Harmonisierung verwaltungsrechtlicher Abläufe und datenschutzrechtlicher Belange
  • Integrierte Konzepte, um z.B. technologische und gesellschaftliche Innovationsprozesse zu verknüpfen
    z.B. neue Formen der Partizipation, Betreiber- und Sharingmodelle, Genossenschafts- und     Fondslösungen

Ergänzend sollten die Verbünde Querschnittsthemen in den Bereichen Verwaltungsmodernisierung, Fachkräfteentwicklung in öffentlichen Einrichtungen sowie Umgang mit den Auswirkungen des demografischen und strukturellen Wandels adressieren.

Die Verbünde sollen übergeordnete regionale Strategien erarbeiten bzw. weiterverfolgen. Dabei sollen sie auch klare, möglichst quantifizierbare Ziele für die nachhaltige regionale Entwicklung formulieren. Von jedem Verbund werden zudem die Entwicklung und Umsetzung von Strategien für den Transfer und den Austausch mit anderen strukturschwachen Regionen erwartet.

Wie wird gefördert?

Gefördert werden anwendungsorientierte, transdisziplinäre Forschungs- und Entwicklungsvorhaben in Verbünden. Die ausgewählten Verbundvorhaben werden bis zu drei Jahren gefördert. Die Zuwendungen werden als nicht rückzahlbarer Zuschuss im Wege der Projektförderung gewährt. Die Anzahl der Partner und die Höhe der Fördersumme richten sich nach der Zielstellung und den geplanten Aktivitäten des jeweiligen Verbundes.

 

Hinweis zur ersten Förderrunde


In der ersten Förderrunde von REGION.innovativ werden Vorhaben zum Thema Arbeitswelten der Zukunft in strukturschwachen Regionen gefördert. Bewerbungen hierfür sind nicht mehr möglich. Die Förderung der ausgewählten Vorhaben läuft bis 2023. Weitere Informationen zur ersten Förderrunde finden Sie auf der Website des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

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