REGION.innovativ

eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Die Fördermaßnahme REGION.innovativ unterstützt Bündnisse und Forschungsprojekte in strukturschwachen Regionen dabei, sich spezifischen Innovationsthemen zu widmen und dafür notwendige Partnerkonstellationen zu etablieren. In jeder Förderrunde von REGION.innovativ steht dabei ein neues Querschnittsthema im Fokus. Die jeweils beteiligten Akteure sollen mit Bezug zu den Schwerpunktsetzungen vor Ort neue Ansätze zur Verbesserung der Innovations- und damit Zukunftsfähigkeit strukturschwacher Regionen entwickeln und umsetzen.

In der dritten Förderrunde von REGION.innovativ „Regionale Faktoren für Innovation und Wandel erforschen – Gesellschaftliche Innovationsfähigkeit stärken“ werden sozial-, geistes- und wirtschaftswissenschaftliche Forschungsvorhaben gefördert, die neue Perspektiven auf regionale Innovationszusammenhänge insbesondere strukturschwacher Regionen einnehmen. Dabei geht es darum:

  • Innovative, insbesondere sozial- und geisteswissenschaftliche Erklärungsansätze für regionale Innovationszusammenhänge herauszuarbeiten; gewünscht ist dabei eine breite Perspektive auf Innovationen und auf die gesellschaftliche Innovationsfähigkeit.
  • Neue und bisher zu wenig beachtete Innovationspotenziale zu identifizieren und in konkrete, forschungsbasierte Handlungsanleitungen für Innovationsakteure in strukturschwachen Regionen zu übertragen.
  • Spezifische Instrumente zur Förderung von Innovationen zu entwickeln, die sich am gesamtgesellschaftlichen Nutzen und den Nachhaltigkeitszielen orientieren.
Einreichungsfrist:Einreichungsfrist für Skizzen ( noch 29 Tage )
Startdatum: 17. August 2021 Enddatum: 15. November 2021 Heute 17. Oktober 2021

Informationen zur Förderung


Wer wird gefördert?

Gefördert werden anwendungsorientierte Forschungsvorhaben aus dem Bereich der Sozial-, Geistes- und Wirtschaftswissenschaften. Eine Einbindung natur- und ingenieurwissenschaftlicher Forschungsperspektiven ist möglich. Es muss mindestens eine Hochschule oder außeruniversitäre Forschungseinrichtung am Vorhaben beteiligt sein. Zudem ist ein Link zur Praxis zwingend erforderlich: Gemeinsam mit regionalen Praxispartnern aus strukturschwachen Regionen sollen Lösungsansätze entwickelt werden, wie die gesellschaftliche Innovationsfähigkeit in strukturschwachen Regionen gestärkt werden kann.

Antragsberechtigt sind staatliche und nicht-staatliche Universitäten und Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie weitere Einrichtungen, die Forschungsbeiträge im nichtwirtschaftlichen Bereich liefern können, z. B. Stiftungen, Vereine und Verbände.

Was wird gefördert?

Es werden Einzel- oder Verbundvorhaben zu den Themen gefördert, die für strukturschwache Regionen sowohl konzeptionell als auch praktisch von besonderer Relevanz sind. Dabei sollen konkrete regionale Fallbeispiele betrachtet werden. Die gewählten Themen können sich an einem oder mehreren der nachfolgenden Fragenkomplexe orientieren. Es dürfen auch davon abweichende Fragestellungen verfolgt werden, wenn diese passfähig zur Zielsetzung der Förderung sind:

  • Wie lässt sich der Ansatz der gesellschaftlichen Innovationsfähigkeit für die regionale Praxis operationalisieren? Wie lässt sich gesellschaftliche Innovationsfähigkeit messen?
  • Welche regionalen Akteure und welche Art ihres Zusammenwirkens in Innovationsprozessen prägen regionale Innovationsökosysteme? Welche Rolle spielen nur mittelbar am Innovationsprozess beteiligte gesellschaftliche Akteure und was folgt daraus für die aktive Gestaltung regionaler Innovationsprozesse?
  • Welche institutionellen, soziodemographischen, politischen sowie kulturellen Rahmenbedingungen begünstigen oder hemmen die Entwicklung von – an gesamtgesellschaftlichem Nutzen und Nachhaltigkeitszielen orientierten – Innovationen?
  • Welche Bedeutung hat die regionale Ebene für Innovationsprozesse und -ökosysteme? Inwiefern sind regionale und überregionale Faktoren entscheidend für die gesellschaftliche Innovationsfähigkeit strukturschwacher Regionen?
  • Inwiefern unterscheiden sich regionale Innovationsökosysteme hinsichtlich ihrer gesellschaftlichen Innovationsfähigkeit voneinander (Typisierung). Und lassen sich Unterschiede insbesondere zwischen strukturschwachen und wirtschaftlich starken Regionen feststellen?
  • Vor welchen besonderen Herausforderungen stehen strukturschwache Regionen? Mit welchen Strategien und Instrumenten kann ihre gesellschaftliche Innovationsfähigkeit gestärkt werden?

Wie wird gefördert?

Gefördert werden Einzel- oder Verbundvorhaben mit einer Laufzeit von bis zu drei Jahren. Die Zuwendungen werden als nicht rückzahlbarer Zuschuss im Wege der Projektförderung gewährt. Die Anzahl der Partner und die Höhe der Fördersumme richten sich nach der Zielstellung und den geplanten Aktivitäten des jeweiligen Projektes. Die Auswahl der geförderten Projekte findet in einem zweistufigen Verfahren statt. In der ersten Stufe reichen die Bewerber bis spätestens 15. November 2021 zunächst Projektskizzen ein. Auf dieser Grundlage werden in einem wettbewerblichen Verfahren Forschungsprojekte für eine Förderung ausgewählt. Diese werden zur Einreichung eines förmlichen Förderantrags aufgefordert.

 

Hinweis zur ersten und zweiten Förderrunde


Bewerbungen für die ersten beiden Förderrunden sind nicht mehr möglich. In der ersten Förderrunde von REGION.innovativ werden acht Verbünde zum Thema Arbeitswelten der Zukunft in strukturschwachen Regionen gefördert. Mit der zweiten Förderrunde werden sieben regionale Verbünde dabei unterstützt, eine Interkommunale Zusammenarbeit zur Stärkung einer regionalen Kreislaufwirtschaft in strukturschwachen Regionen zu etablieren. Die Förderung der ausgewählten Verbünde läuft bis 2024. Weitere Informationen zu den ersten Förderrunden finden Sie auf der Website des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. 

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