Pflanzenzüchtungsforschung für die Bioökonomie

eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Die effiziente Nutzung biologischer Ressourcen wie Mikroorganismen, Tiere und Pflanzen ist essenzielle Grundlage der Bioökonomie, als einer modernen und nachhaltigen Form des Wirtschaftens. Der hierzu erforderliche Strukturwandel, weg von einer erdöl- und hin zu einer nachhaltigen wissens- und bio-basierten Wirtschaft, kann jedoch nur realisiert werden, wenn es gelingt, den globalen Herausforderungen unserer Zeit angemessen zu begegnen. Geeignete Forschungs- und Entwicklungsprojekte sollen Beiträge dazu leisten, die weltweite Ernährung zu sichern, die Umwelt- und das Klima zu schützen sowie die Biodiversität möglichst zu erhalten.

Das Fundament jeglicher bioökonomischer Wertschöpfung ist eine effiziente, bedarfsgerechte Pflanzenerzeugung und –nutzung, die auf die Einbindung nicht-erneuerbarer Ressourcen möglichst verzichtet und Ertrags- bzw. Nachernteverluste bewusst minimiert. Die zugrunde liegende Pflanzenforschung muss daher die Landwirtschaft - als wichtigstem Ressourcenproduzent für die Lebensmittelwirtschaft – in die Lage versetzen, auf begrenzt verfügbarer agronomisch nutzbarer Anbaufläche die Rohstoffproduktion signifikant zu steigern und gleichzeitig den Erfordernissen einer nachhaltigen Erzeugung gerecht zu werden. Die Fördermaßnahme "Pflanzenzüchtungsforschung für die Bioökonomie" setzt hier den Hebel an. Im Rahmen der Entwicklung neuartiger Lösungsansätze zur Implementierung einer zukunftsfähigen Nutzpflanzen- und Biomasseproduktion sollen in Exzellenz- und Innovations-getriebenen Forschungsprojekten die Themenfelder

  1. funktionelle Biodiversität,
  2. die Pflanze als Metaorganismus,
  3. prädiktive Züchtungsforschung,
  4. Ressourcennutzungseffizienz als Züchtungsziel, und
  5. Bioinformatik, Biostatistik und Datenmanagement als Wissensbasis

bearbeitet werden.

Die Förderbekanntmachung "Pflanzenzüchtungsforschung für die Bioökonomie" ist Teil einer gemeinsamen Förderinitiative des BMBF und des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Die Gesamtmaßnahme besteht aus zwei zueinander komplementären Richtlinien zur Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovationen im Bereich der Pflanzenforschung. Das BMEL wird im Rahmen dieser Initiative primär innovative Vorhaben der industriellen Forschung und der experimentellen Entwicklung fördern, die eine Anwendungs- bzw. Produktorientierung im vorwettbewerblichen Bereich verfolgen. Das BMBF wird anwendungsorientierte interdisziplinäre Verbundprojekte der Grundlagenforschung fördern, in denen die Beteiligung eines Wirtschaftspartners auch in der Startphase durchaus gewünscht, aber nicht zwingend erforderlich ist. Des Weiteren fördert das BMBF die Ausbildung und Etablierung wissenschaftlichen Nachwuchses durch Förderung von Nachwuchsgruppen und Maßnahmen zur zusätzlichen Qualifizierung von Doktoranden.

Ansprechpartner/in

Weiterführende Links

Direkteinstieg