Innovationsräume Bioökonomie

eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Mit dem Förderkonzept „Innovationsräume Bioökonomie“ beabsichtigt das BMBF, die Entwicklung bioökonomischer Innovationen als Treiber zu einer nachhaltigen, biobasierten Wirtschaft zu unterstützen. Ziel ist es, Forschungsergebnisse umfassender als bisher zu nutzen und Prozesse anzustoßen, die Bausteine eines gesamtgesellschaftlichen Wandlungsprozesses im Sinne der Bioökonomie werden. Die wissenschaftlichen Voraussetzungen hierzu sind in Deutschland hervorragend. Ein großes Potenzial an neuen Ideen ist vorhanden. Oftmals finden jedoch nicht die passenden Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft zusammen, um diese Ideen aufzugreifen und branchenübergreifend für Innovationen zu nutzen. Daher sollen – mit Unterstützung des BMBF - Initiatoren „Innovationsräume der Bioökonomie“ neu definieren, gestalten und aufbauen.

Wer wird gefördert?

Antragsberechtigt sind Hochschulen, außerhochschulische Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen sowie Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft in der Europäischen Union.

Disziplin-, branchen- und sektorenübergreifende Zusammenarbeiten sind erwünscht, jedoch der jeweiligen Zielstellung des Innovationsraums untergeordnet. Die Partner eines Innovationsraums sollen so zusammengesetzt sein, dass deren eigene Interessen mit dem Ziel des Innovationsraums konvergieren. Die Art und Anzahl der Partner wird nicht vorgegeben, jedoch sind unternehmerische Partner einzubinden. Im Verlauf der Umsetzungsphase soll das FuEuI-Projektportfolio eines Innovationsraums dynamisch – im Sinne einer „lernenden Struktur“ - weiterentwickelt werden. Dementsprechend können neue Partner hinzukommen und andere ausscheiden. Als Initiatoren sind insbesondere Innovationsmittler angesprochen, die sich bereits als Berater oder Mentoren für Innovationsprozesse in der Bioökonomie engagieren.

Wie wird gefördert?

Im Rahmen eines Wettbewerbs werden zunächst die besten Ideen für die Ausgestaltung erfolgsversprechender „Innovationsräume Bioökonomie“ ausgewählt. Hierfür müssen die Ideen zunächst nur kurz skizziert werden. In der nächsten Phase erfolgt eine detaillierte Ausarbeitung der Konzeptideen (Konzeptionsphase; erste Förderphase). In der zweiten Phase der Förderung (Umsetzungsphase) führen die Partner des Innovationsraums FuEuI-Vorhaben durch. Das maximale Fördervolumen wird für jeden Innovationsraum durch den Fördermittelgeber individuell budgetiert. Das Förderbudget unterteilt sich in zwei Komponenten. 25 Prozent der insgesamt in Aussicht gestellten Fördersumme werden unabhängig von der Bereitstellung von Eigenleistungen gewährt. Diese Fördersumme dient zur Finanzierung erster FuEuI-Projekte und soll die Startphase des Innovationsraumes erleichtern. 75 Prozent der insgesamt in Aussicht gestellten Fördersumme werden nur dann gewährt, wenn als Eigenbeitrag auch private Finanzmittel eingebracht werden. Für jeden Euro Eigenanteil werden 1,50 Euro Fördermittel aus der zuvor festgelegten Gesamtsumme bereitgestellt.

Die Entwicklung jedes Innovationsraums wird entlang des bewerteten Konzepts regelmäßig geprüft und das Gesamtförderbudget gegebenenfalls angepasst. Dies kann – entgegen der ursprünglichen Budgetierung – auch bedeuten, dass keine weiteren Fördermittel bereitgestellt werden.

Konzeptionsphase: Die Initiatoren sollen über gute Kenntnisse der bioökonomischen Forschungslandschaft verfügen. Gegebenenfalls kann es hilfreich sein, ein Initiatoren-Team zu bilden.

Umsetzungsphase: Hochschulen, Forschungseinrichtungen sowie Bundes- und Landeseinrichtungen mit Forschungsaufgaben und Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft. Die Einbindung von Mittelstand und Großindustrie ist von erheblicher Bedeutung, denn für einen Wandel zur biobasierten Wirtschaft muss die Bioökonomie stärker als bisher eine breitere Palette von Verfahren, Produkten und Dienstleistungen entwickeln.

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