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ERA-NET Joint Call AquaticPollutants

eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

In einer gemeinsamen Ausschreibung von drei Joint Programming Initiatives (JPI), den länderübergreifenden Plattformen zur Koordinierung von nationalen Forschungsprogrammen, soll die Forschung im Themenfeld „Spurenstoffe, Krankheitserreger und antibiotikaresistente Bakterien im Wasserkreislauf - von der Quelle bis zur Mündung - und deren Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit“ vorangetrieben werden.

Die Ausschreibung startet am 17. Februar 2020 und wurde bis 19. Mai verlängert. Beteiligt sind 34 Partnerinstitutionen aus 28 Ländern. Die transnationale Ausrichtung des Themas wird durch die Beteiligung von neun außereuropäischen Partnern und dem Fokus auf Afrika verdeutlicht. Aufgrund der Aktualität sowie der großen Relevanz des Forschungsthemas haben die JPIs „Water Challenges for a Changing World“ (Water), „Healthy and Productive Seas and Oceans“ (Oceans) und „Antimicrobial Resistance“ (AMR) diese gemeinsame Initiative im Rahmen des ERA-Net Cofund „AquaticPollutants“ ins Leben gerufen.

Das genannte Themenfeld wird international erstmalig transdisziplinär und transferorientiert bearbeitet. Anwender/innen und Nutzer/innen werden frühzeitig eingebunden, um Lösungsansätze für den Schutz des Wasserkreislaufs und der marinen Umwelt zu finden. Im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) übernimmt der Projektträger Jülich (PtJ) die Koordination und das Call Sekretariat des ERA-Net Cofund. Insgesamt stehen Fördermittel von rund 27 Millionen Euro zur Verfügung: 22,9 Millionen Euro werden durch die beteiligten Förderorganisationen sowie 4,5 Millionen Euro durch die EU-Kommission zur Verfügung gestellt.

Einreichungsfrist:Einreichungsfrist ( abgelaufen: 17. Februar 2020 – 18. Mai 2020 )

Informationen zur Förderung


Wer wird gefördert?

Antragsberechtigt sind Hochschulen und außerhochschulische Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen sowie Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft. Zum Zeitpunkt der Auszahlung einer gewährten Zuwendung wird das Vorhandensein einer Betriebsstätte oder Niederlassung (Unternehmen) bzw. einer sonstigen Einrichtung in Deutschland, die der Tätigkeit des Zuwendungsempfängers dient (Hochschule, Forschungseinrichtung), verlangt. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) im Sinne dieser Förderrichtlinie sind Unternehmen, die die Voraussetzungen der KMU-Definition der EU erfüllen.

Der integrative und interdisziplinäre Ansatz der Forschungsthemen bei BMBF-Projekten erfordert die Bearbeitung der aufgeworfenen Forschungsthemen in Verbundprojekten. Unter dieser Prämisse wird eine Verbundbildung zur kooperativen und interdisziplinären Bearbeitung der vier förderfähigen Schwerpunkte mit den transnationalen Partnern erwartet. Bei anwendungsorientierten Projekten soll insbesondere der Know-how-Transfer von der Wissenschaft in die Anwendung gefördert werden. Dazu ist eine aktive Beteiligung von Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft erforderlich. Potenzielle Anwender (z. B. Behörden, Gemeinden, Endnutzer) sind frühzeitig in den Entwicklungsprozess einzubeziehen.

Für jeden europäischen Verbund ist ein Koordinator zu bestellen. Die Projektkoordinatoren übernehmen die Verantwortung für die Ausführung der Forschungsarbeiten während der gesamten Projektlaufzeit und sind gegenüber dem ERA-Net Call Sekretariat berichtspflichtig. Die Projektskizze kann nur gefördert werden, wenn alle internationalen Projektpartner entsprechend der jeweiligen nationalen Regularien förderfähig sind. Die nationalen Regeln aller beteiligter Länder sind auf der Internetseite des Anmeldeportals https://aquaticpollutants.ptj.de abrufbar.

Was wird gefördert?

In limnischen und marinen Ökosystemen ist das Auftreten von neuen, anthropogenen Spurenstoffen sowie Krankheitserregern und antimikrobiell resistenten Bakterien zu beobachten. Die Auswirkungen dieser Kontaminanten im Einzelnen und in ihrer Wechselwirkung auf die aquatischen Ökosysteme und die menschliche Gesundheit sind nur unzureichend erforscht. Die Förderung innerhalb des ERA-Net Cofund hat daher zum Ziel:

  • ein integriertes Risikomanagement zu etablieren, das neu auftretende Spurenstoffe, Krankheitserreger und antimikrobiell resistente Bakterien von der Quelle bis zur Senke zusammenfasst,
  • die Ausbreitung von neu auftretenden Spurenstoffen, Krankheitserregern und antimikrobiell resistenten Bakterien aus verschiedensten Quellen (z. B. städtische Gebiete, Landwirtschaft) zu analysieren, die zu Auswirkungen und Risiken auf aquatische Ökosysteme und die menschliche Gesundheit führen,
  • die Veränderung der neu auftretenden Spurenstoffe und Krankheitserreger beim Eintritt in die verschiedenen aquatischen Ökosysteme und bei der Anreicherung in der Nahrungskette zu beschreiben,
  • die Technologien (einschließlich digitaler Technologien) zur Reduzierung von neu auftretenden Spurenstoffen und Krankheitserregern an den Quellen und Senken zu verbessern,
  • innovative Methoden und Instrumente zu entwickeln/integrieren, die den politischen Entscheidungsträgern ermöglichen, wirksame Strategien und effiziente Vorschriften aufzusetzen.

Vor diesem Hintergrund werden Projekte gefördert, die einen interdisziplinären, transnationalen Ansatz verfolgen und inhaltlich einen der nachfolgend genannten Schwerpunkte adressieren:

Schwerpunkt 1 − Umweltverhalten von neu auftretenden Spurenstoffen, Krankheitserregern und antimikrobiell resistenten Bakterien in aquatischen Ökosystemen („Messung“)

Schwerpunkt 2 − Risikobewertung und Management von neu auftretenden Spurenstoffen, Krankheitserregern und antimikrobiell resistenten Bakterien in aquatischen Ökosystemen für die menschliche Gesundheit sowie die Umwelt („Evaluierung“)

Schwerpunkt 3 − Strategien zur Reduzierung neu auftretender Spurenstoffe, Krankheitserreger und antimikrobiell resistenter Bakterien in aquatischen Ökosystemen („Maßnahmen ergreifen“)

Eine detaillierte Beschreibung der oben genannten Schwerpunkte 1 bis 3 ist in der internationalen Bekanntmachung auf der Internetseite https://aquaticpollutants.ptj.de dargestellt.

Schwerpunkt 4 – Wissenschaftliches Netzwerk- und Transfer-Projekt („Transfer und Verwertung“)

Das Transferprojekt soll die wissenschaftlichen Projekte (Schwerpunkte 1 bis 3) themenübergreifend vernetzen und sich mit anderen geförderten Aktivitäten der Joint Programming-Initiativen Water, AMR and Oceans oder nationalen Forschungsprogrammen verbinden. Dabei soll die Übertragbarkeit von Forschungsergebnissen in die Praxis untersucht, Synergien zwischen den Projekten entwickelt und die Umsetzung durch die Politik unterstützt werden.

Eine detaillierte inhaltliche Beschreibung des Schwerpunkts 4 (Transferprojekt) ist auf der Internetseite https://aquaticpollutants-transfer.ptj.de nachlesbar.

Wie wird gefördert?

Die Förderung der Förderinitiative „AquaticPollutants“ erfolgt aus nationalen Mitteln. Nach der gemeinsamen Förderbekanntmachung und Begutachtung stellen die Förderinstitutionen jeweils nationale Mittel für die Antragsteller des eigenen Landes bereit. An einem transnationalen Forschungsverbund (Themenschwerpunkte 1 bis 3), dürfen sich maximal zwei deutsche Partner beteiligen. Voraussetzung dafür ist, dass mindestens ein Partner als Anwender oder Endnutzer eingestuft werden kann (z. B. Unternehmen, KMU, Kommunen, Gemeinden, Behörden, Verbände, Vereine).

Ist kein deutscher Anwender oder Endnutzer im Konsortium, kann sich nur ein deutscher Partner pro Verbund beteiligen – entweder als Koordinator oder Partner. Für die Koordination eines transnationalen Verbunds stehen der koordinierenden Einrichtung bis zu 450.000 Euro zur Verfügung. Als deutscher Partner ohne Koordinationsaufgaben sind bis zu 250.000 Euro zuwendungsfähig. Enthält ein Verbund einen deutschen Koordinator und einen zusätzlichen deutschen Partner, so beträgt das maximale Förderbudget pro Projektverbund 600.000 Euro.

Für die Beteiligung am Themenschwerpunkt 4 zur Umsetzung eines Transferprojekts können sich bis zu zwei deutsche Partner pro Projektskizze beteiligen. Das maximale Förderbudget pro Projektverbund beträgt für die deutschen Partner 750.000 Euro.

Ansprechpartner/-in


Stefanie Pietsch
Ressourcen und Nachhaltigkeit (UMW)
+49 030 20199-3152

Dr. Christian Stolle
Meeresforschung, Geowissenschaften, Schiffs- und Meerestechnik (PtJ-MGS1)
+49 0381 20356-275

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List of National Contact Points (NCPs)

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Call Pre-Announcement - Joint Transnational Call 2020

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