Europäische Joint Programming Initiative – Agriculture, Food Security and Climate Change

eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Die Joint Programming Initiative „Agriculture, Food Security and Climate Change“ hat eine neue gemeinsame Bekanntmachung im Themenbereich „Nachhaltige Biomasseproduktion und –konversion zur Verwendung als Lebensmittel und zur industriellen Nutzung“ veröffentlicht.

Die Joint Programming Initiative

Bedeutende gesellschaftliche Herausforderungen im Kontext des Klimawandels, der Globalisierung, der Rohstoffverknappung sowie des demographischen Wandels haben globale Dimensionen und erfordern gemeinsame, länderübergreifende Lösungen. Hier greift die europäische Initiative des „Joint Programming“ ein, mit dem Ziel, den Europäischen Forschungsraum zu vernetzen, Forschungsprogramme auf nationaler und europäischer Ebene zu verknüpfen und eine gemeinsame Programmplanung zu betreiben. Im Dezember 2009 wurde durch den Europäischen Rat die erste Welle von Joint-Programming-Initiativen (JPI) beschlossen, zu denen auch die JPI „Agriculture, Food Security and Climate Change“ (FACCE-JPI) gehört.

Als Pilotmaßnahme im ersten Handlungsfeld wird der Aufbau eines interdisziplinären, europäischen Netzwerkes exzellenter Forschergruppen gefördert. Unterteilt in mehrere Unternetzwerke soll dieser FACCE Knowledge Hub dazu beitragen, die Auswirkungen des Klimawandels auf die landwirtschaftliche Produktion, den Handel mit landwirtschaftlichen Gütern und die gesellschaftlichen Folgen besser abschätzen zu können. Darüber hinaus soll die Interpretation resultierender und bereits bestehender Modelle und Forschungsergebnisse optimiert und deren Vernetzung hergestellt werden. So könnten bestehende Unsicherheiten in der Vorhersage von Auswirkungen des Klimawandels auf die landwirtschaftliche Produktion und den Handel vermindert werden. Eine entsprechende Bekanntmachung wurde am 5. August 2011 veröffentlicht. Mitte 2012 hat der von Deutschland aus koordinierte Knowledge Hub mit dem Titel MACSUR (Modelling European Agriculture with Climate Chance for Food Security) seine Arbeit aufgenommen. Insgesamt sind 73 Forschergruppen aus 17 Ländern beteiligt. Aus Deutschland sind acht Forschungseinrichtungen im Netzwerk integriert.

Im vierten Handlungsfeld „Landwirtschaft, Ernährungssicherung und Klimawandel: Anpassung an den Klimawandel“ wurde mit dem „FACCE-ERA-NET+“ eine staatenübergreifende Bekanntmachung von Richtlinien zur Förderung von Forschungsvorhaben gemäß dem ERA-NET-Plus-Programm der Europäischen Kommission verabschiedet. Hierbei wurden elf Vorhaben zur Forschung für eine nachhaltige und an den Klimawandel angepasste Landwirtschaft zur Förderung empfohlen, darunter neun mit deutscher Beteiligung.

FACCE SURPLUS

Im Rahmen des zweiten Handlungsfelds „Nachhaltiges, umweltfreundliches Wachstum der Landwirtschaft unter Berücksichtigung aktueller und künftiger Klimaentwicklungen und Ressourcenverfügbarkeit“ wurde mit „FACCE SURPLUS“ eine staatenübergreifende Bekanntmachung von Richtlinien zur Förderung von Forschungsvorhaben gemäß dem ERA-NET-Cofund-Programm der Europäischen Kommission geschaffen. An der mit ca. 17 Millionen Euro ausgestatteten Ausschreibung beteiligen sich neben Deutschland auch Belgien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Italien, Neuseeland, die Niederlande, Norwegen, Polen, Rumänien, Spanien, Vereinigtes Königreich, Zypern. Insgesamt werden 14 Vorhaben zur Forschung für eine nachhaltige Biomasseproduktion und -konversion zur Verwendung als Lebensmittel und zur industriellen Nutzung gefördert, darunter zehn mit deutscher Beteiligung.

Eine zweite Ausschreibung findet zurzeit statt. Die Einreichungsfrist für die Ideenskizzen ist der 7. März 2017. Weitere Informationen folgen in Kürze und können den angegebenen Links entnommen werden.

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