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Das Bild zeigt eine Person, die mehrere Stücke Kohle in ihren Händen hält.

Bild: svet110/iStock/thinkstock

Über eine Million Menschen leben in der Lausitz, dem zweitgrößten deutschen Braunkohlerevier. Wie kann die Forschung technologische und gesellschaftliche Innovationen vorantreiben? Wie kann man die Lausitz fit für die Zukunft machen? Und wie können die Bürgerinnen und Bürger den Fortschritt mitgestalten? Ideen, Standpunkte und Zukunftsperspektiven diskutierten rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim ersten Forum Lausitz in Weißwasser, zu dem Sachsen und das Bundesministerium für Bildung und Forschung gemeinsam mit dem Land Brandenburg eingeladen hatten. Der Projektträger Jülich begleitete dabei die Konzeption und Dokumentation der Veranstaltung.

Die Menschen in der Lausitz erfuhren nach der Wende in den 1990er Jahren einen regelrechten „Strukturbruch“. Diese dramatische Veränderung wirkte sich auf nahezu jede Familie aus: Innerhalb weniger Jahre schrumpfte die Anzahl der direkt in der Braunkohleförderung und -verstromung Beschäftigten von knapp 80.000 in den 1980er Jahren auf derzeit ca. 8.000 Vollzeitbeschäftigte.

Noch immer ist die Wirtschaftsstruktur der Lausitz stark vom Energie- und Bergbausektor geprägt. Alle anderen Lausitzer Industriezweige sind meist sehr kleinteilig, heterogen und weisen einen geringen Wertschöpfungsanteil von High-Tech-Branchen auf. Eine weitere Herausforderung liegt in der andauernden starken demographischen Veränderung der Region, aus der ein erheblicher Fachkräftemangel resultiert. Viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Unternehmen, Inititiativen, Verbände und Interessengruppen beschäftigen sich mit diesen Themen.

Im Forum Lausitz stellten rund 20 Rednerinnen und Redner aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kommunalpolitik und Zivilgesellschaft erfolgreiche Initiativen in der Region und künftige Handlungsfelder vor. Anschließend diskutierten sie mit den rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Forums. Im Mittelpunkt der Vorträge und Diskussionen stand die Frage, wie es mit der Lausitz nach der Kohle weiter geht. Regionale Akteurinnen und Akteure vor Ort brachten ihre Ideen für die Zukunft der Lausitz ein und diskutierten mit Vertreterinnen und Vertretern der Politik, wie diese bei der Umsetzung unterstützen kann.

Zahlreiche Eindrücke und Redebeiträge der Veranstaltung sind in der zusammenfassenden Videoreportage sowie in der multimedialen Geschichte zu finden.

Projektträger Jülich – erkennen. fördern. gestalten.


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