Solares Bauen/Energieeffiziente Stadt

eine Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Gebäude und Quartiere sollen energieeffizienter und klimafreundlicher werden, da nur so die energiepolitischen Ziele der Bundesregierung umgesetzt werden können. Bis zum Jahr 2050 lautet das Ziel den Primärenergiebedarf im Gebäudebereich um 80 Prozent gegenüber dem Jahr 2008 zu senken. Um die Energiewende im diesem Bereich durch Forschung, Entwicklung und Demonstration voranzubringen, haben die Bundesministerien für Wirtschaft und Energie (BMWi) sowie Bildung und Forschung (BMBF) die ressortübergreifende Förderbekanntmachung „Solares Bauen/Energieeffiziente Stadt“ mit einem Fördervolumen von 150 Millionen Euro veröffentlicht.

 

  • Einreichungsfrist 29. Juli 2016 (Eingang in easy-Online)
    05. August 2016 (Eingang der Papierform)

Der Titel „Solares Bauen/Energieeffiziente Stadt“ steht plakativ für den gesamten Bereich des energieoptimierten Bauens, Sanierens und Betreibens von Gebäuden und Energieinfrastrukturen in Quartieren und umfasst alle Aspekte der Erhöhung der Energieeffizienz, der Integration erneuerbarer Energien und der Energieoptimierung u. a. durch intelligente Sektorkopplung.

Die Initiative fördert ambitionierte Verbundprojekte, die durch innovative, themenübergreifende Ansätze zeigen wie energetisch hochwertige, lebenswerte Gebäude und Quartiere entstehen können. Neben technologischen Aspekten sollen geförderte Projekte insbesondere auch gesellschaftspolitische und sozioökonomische Aspekte berücksichtigen.

Die Förderinitiative „Solares Bauen/Energieeffiziente Stadt“ unterteilt sich dabei in zwei Module. Im Fokus von Modul I: Solares Bauen (BMWi) steht die Demonstration energieoptimierter Gebäude am Beispiel des mehrgeschossigen Wohnungsbaus. Als Teil eines Demonstrationsprojektes können auch Arbeitspakete der anwendungsnahen Forschung und Entwicklung gefördert werden. Besonderes Augenmerk wird bei Projektideen in diesem Modul auf die Wirtschaftlichkeit und die Einhaltung der relevanten Bauverordnungen gelegt.

Im Modul II: Energieeffiziente Stadt (BMWi/BMBF) liegt der Fokus auf Leuchtturmprojekten im Quartier, die ein energetisches Gesamtkonzept von der Forschung bis in die Umsetzung angehen und alle relevanten Akteure einbeziehen. Anspruchsvolle und gut übertragbare technisch-wissenschaftliche Ziele sollen zusammen mit sozio-ökonomischen Fragestellungen bearbeitet werden.

Voraussetzung für eine Förderung, ist dass innovative Konzepte gut auf andere Gebäude oder Quartiere übertragbar sind und die Gesamtstrategie zur Reduktion des Einsatzes fossiler Energieträger modellhaft umgesetzt wird. Es geht darum, neben den innovativen Technologien auch Fragen des demografischen Wandels unserer Gesellschaft und das wichtige Thema des nachhaltigen und bezahlbaren Wohnens zu berücksichtigen. Mit dem übergreifenden Ansatz sollen tragfähige Konzepte für energieeffiziente Gebäude und Quartiere der Zukunft entwickelt werden.

Die Förderinitiative Solares Bauen/Energieeffiziente Stadt richtet sich ausschließlich an Kooperationsprojekte. Antragsberechtigt sind Einrichtungen der Kommunen und Länder, Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und gesellschaftliche Organisationen wie z. B. Stiftungen, Vereine und Verbände. Die Projektlaufzeit für Projekte in Modul I beträgt üblicherweise drei Jahre, Projekte in Modul II können über eine Dauer von bis zu fünf Jahren gefördert werden.

In beiden Modulen wird ein zweistufiges Verfahren genutzt, bei dem zunächst bis zum 29. Juli 2016 eine Skizze über easy-Online eingereicht wird. Nach der positiven Begutachtung der Skizze wird der Skizzeneinreicher zur Antragseinreichung aufgefordert. Dieser Antrag bildet die Basis für eine Zuwendung. Ausführliche Informationen zu Zuwendungsvoraussetzungen und zum Verfahren enthält die Förderbekanntmachung, eine Zusammenfassung gibt das Dokument „Hinweise für Skizzeneinreicher“.

Nachdem das Auswahlverfahren für Vorhaben im Modul II beendet ist, wird ein Synthese- und Transferprojekt ausgeschrieben. Dieses soll der Vernetzung der Projekte und dem Transfer der Forschungsergebnisse in die Praxis dienen. Die Mitarbeit an einem Vorhaben im Modul II schließt die Beteiligung an diesem Synthese- und Transferprojekt aus. 

Skizzeneinreichung

Modul I: Solares Bauen

Modul II: Energieeffiziente Stadt

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