Schaufenster intelligente Energie – Digitale Agenda für die Energiewende (SINTEG)

ein Programm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi)

Die erneuerbaren Energien Wind und Photovoltaik spielen im Rahmen der Energiewende eine entscheidende Rolle. Ihre Nutzung erfordert jedoch eine grundlegende Umgestaltung des Energiesystems in Deutschland. Ein zügiger und effizienter Netzausbau sowie eine Modernisierung der Netzinfrastruktur sind dabei wichtige Faktoren.

Mit dem Förderprogramm „Schaufenster intelligente Energie – Digitale Agenda für die Energiewende (SINTEG)“ fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) Modellregionen, die Lösungen für eine klimafreundliche, effiziente und sichere Energieversorgung mit hohen Anteilen erneuerbarer Energien entwickeln und großflächig demonstrieren. Ziele sind:

  • ein effizienter und sicherer Netzbetrieb bei hohen Anteilen erneuerbarer Energien
  • die Hebung von Effizienz- und Flexibilitätspotenzialen (markt- und netzseitig)
  • ein effizientes und sicheres Zusammenspiel aller Akteure im intelligenten Energienetz
  • eine effizientere Nutzung der vorhandenen Netzstruktur
  • die Reduktion des Netzausbaubedarfs in der Verteilnetzebene.

SINTEG thematisiert damit zentrale Herausforderungen der Energiewende wie Systemintegration, Flexibilität, Versorgungssicherheit, Systemstabilität und energiewirtschaftliche Effizienz sowie den Umbau von konventionellen zu intelligenten Energienetzen und den Aufbau intelligenter Marktstrukturen.

Innerhalb des Programms sollen großflächige und aussagekräftige „Schaufenster“ aufgebaut werden, die Wissen, Erfahrungen und Aktivitäten systemübergreifend bündeln und Musterlösungen für die intelligente Energieversorgung der Zukunft etablieren. Die ausgewählten Schaufenster sind:

"C/sells: Großflächiges Schaufenster im Solarbogen Süddeutschland"
Das Schaufenster "C/sells" in Baden-Württemberg, Bayern und Hessen hat den Schwerpunkt "Solarenergie". Im Fokus steht die regionale Optimierung von Erzeugung und Verbrauch.

"Designetz: Baukasten Energiewende - Von Einzellösungen zum effizienten System der Zukunft"
Im Schaufenster "Designetz" in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland soll Energie aus Solarenergie und Windkraft für die Versorgung von urbanen und industriellen Verbrauchern genutzt werden.

"enera: Der nächste große Schritt der Energiewende"
Im Schaufenster "enera" in Niedersachsen geht es u. a. um regionale Systemdienstleistungen, die das Netz lokal stabilisieren und die Zuverlässigkeit der Stromversorgung auf Basis von erneuerbaren Energien weiter erhöhen.

"NEW 4.0: Norddeutsche EnergieWende"
Das Schaufenster "NEW 4.0" in Schleswig-Holstein und Hamburg soll zeigen, dass die Region bereits 2025 sicher und effizient mit 70 Prozent regenerativer Energie versorgt werden kann.

"WindNODE: Das Schaufenster für intelligente Energie aus dem Nordosten Deutschlands"
Das Schaufenster "WindNODE" umfasst die fünf ostdeutschen Länder und Berlin. Ziel ist eine effiziente Einbindung von erneuerbarer Erzeugung in einem System aus Strom-, Wärme- und Mobilitätssektor.

Die in den Modellregionen unter realen Bedingungen entwickelten Konzepte werden maßgebliche Hinweise darauf geben, wie bundesweit die Rahmenbedingungen und Märkte auszugestalten sind, damit  die Transformation zu einer Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Energien für Wirtschaft und Verbraucher gelingen kann. Die Breite der technologischen Ausrichtung erfordert das Zusammenwirken einer Reihe von Akteuren, insbesondere aus der Energie- wie der IKT-Branche.

In einem nächsten Schritt können nun die Projektanträge eingereicht werden. Nach Ende der Antragsphase sollen die Einzelprojekte in den Schaufensterregionen im zweiten Halbjahr 2016 starten. Die Projektlaufzeit beträgt vier Jahre. Das Förderprogramm soll an bisherige Forschungs-, Entwicklungs- und Demonstrationsvorhaben sowie Studien anknüpfen und die Erkenntnisse der Förderinitiative „Zukunftsfähige Stromnetze“ weiterentwickeln.

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