WTZ mit Indonesien

eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Meeresforschung

Im Jahr 2000 wurde der Lenkungsausschuss „Erd- und Ozeanwissenschaften“ eingerichtet, der seitdem in regelmäßigen Abständen wechselseitig in Indonesien und Deutschland zusammenkommt. Partner des BMBF (Ref. 725 „System Erde“) ist das indonesische Forschungsministerium (RISTEK) und das Ministerium für Fischerei und Meeresangelegenheiten (KKP). Seit 2003 werden unter dem Dach des Programms „Science for the Protection of Indonesian Coastal Marine Ecosystems – SPICE“ Verbundprojekte im Bereich Küsten- und Meeresforschung mit wissenschaftlichen, sozialen und wirtschaftlichen Aspekten des Schutzes der indonesischen Küstengewässer und deren nachhaltiger Nutzung gefördert.

Nach erfolgreicher Durchführung der ersten beiden Phasen des SPICE-Programms wird die wissenschaftliche Kooperation in einer dritten Phase (SPICE III) seit 2012 mit insgesamt 32 Teilprojekten fortgesetzt. Übergeordnete Ziele der derzeit geförderten bilateralen Forschungsaktivitäten sind: (i) die Auswirkungen von Umwelteinflüssen auf die Küstenökosysteme und marine Ressourcen zu identifizieren und notwendige Handlungsoptionen zu entwickeln, (ii) die Auswirkungen des Klimawandels auf das Ozean-Atmosphärensystem und den Kohlenstoffkreislauf zu untersuchen, (iii) Klimarekonstruktionen mit Fokus auf das Monsun-System vorzunehmen und (iv) Möglichkeiten und Nutzen erneuerbarer Energiequellen in indonesischen Küstengewässern aufzuzeigen. Wissenschaftler der Leibniz-Gemeinschaft und von Helmholtz-Instituten, sowie 14 deutscher und 13 indonesischer Universitäten und Forschungseinrichtungen arbeiten im Programm  SPICE III zusammen. Die Koordination des bilateralen Programms in Deutschland liegt beim Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie (ZMT) in Bremen und auf indonesischer Seite beim Ministerium für Fischerei und Meeresangelegenheiten (KKP) in Jakarta.

Geowissenschaften

Mit einer gemeinsamen Erklärung zur Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Geothermie wurde am 27. April 2010 der Lenkungsausschuss zwischen dem BMBF (Ref. 725) und dem indonesischen Forschungsministerium (RISTEK) gegründet. Ziel der Kooperation ist, die Nutzung geothermischer Lagerstätten in Indonesien zu optimieren und mit den indonesischen Partnern Konzepte zur Erkundung und Erschließung geothermischer Reservoire zu entwickeln. Des Weiteren ist die Einrichtung eines Geothermieforschungs- und Ausbildungszentrums in Trägerschaft von indonesischen Universitäten geplant. Explorationsarbeiten finden an den Standorten Sipoholon (Nord Sumatra), Tiris (Ost Java), Wayang Windu (West Java) und Lahendong (Nord-Sulawesi) statt. Im Rahmen der Feldkampagnen wird begleitend Personal, z. B. vom geologischen Dienst „Badan Geologi“ ausgebildet und geschult. Des Weiteren entwickelt und installiert das deutsche GeoForschungsZentrum GFZ Potsdam in Zusammenarbeit mit der indonesischen Technologiebehörde BPPT und der indonesischen Energiefirma Pertamina Geothermal Energy (PGE) seit Mai 2013 ein binäres Demonstrationskraftwerk in Nord-Sulawesi.

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