Zirkuläre Wirtschaft


Natürliche Ressourcen sind die Grundlage unseres Wohlstandes. Sie werden weltweit immer knapper. Vor allem die Industrienationen liegen beim Verbrauch von Ressourcen ganz vorne: Pro Kopf ist er viermal so hoch wie der weniger entwickelter Länder. Die Bundesregierung hat daher im Jahr 2012 das „Deutsche Ressourceneffizienzprogramm“ (ProgRess) verabschiedet, mit dem Ziel, Ressourcen zu schonen – aus ökologischen und sozialen, aber auch aus wirtschaftlichen Gründen. ProgRess II berücksichtigt bereits die gesamte Wertschöpfungskette. Mit ihrem Kreislaufwirtschaftspaket hat die EU-Kommission Ende 2015 verschiedene Maßnahmen zum Umbau der europäischen Wirtschaft zu einer zirkulären Wirtschaft auf den Weg gebracht und entwickelt damit das Ressourceneffizienz-Konzept im Sinne von ProgRess weiter.

Aspekte einer zirkulären Wirtschaft finden sich in vielen von PtJ betreuten Fördermaßnahmen. In Programmen wie „Forschung für Nachhaltige Entwicklung“ (FONA) und „Vom Material zur Innovation“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung oder der „Nationalen Klimaschutzinitiative“ des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit tragen viele der geförderten Vorhaben zur Erhöhung der Ressourcen- und Energieeffizienz, zur Minderung des Ressourcenverbrauchs beziehungsweise zur Verlängerung der Lebensdauer von Produkten bei. Dabei wird die gesamte Innovationskette, von der Grundlagenforschung bis zur Innovationsdiffusion, adressiert. Ferner betreuen wir zahlreiche Förderaktivitäten zur Unterstützung der Regionalentwicklung und der Existenzgründung, die zur Vernetzung der Akteure entlang der  Wertschöpfungskette und zum Transfer der Forschungsergebnisse in die Wirtschaft beitragen.

Unser Know-how bündeln wir über alle Bereiche hinweg im Kompetenzfeld „Zirkuläre Wirtschaft“. Unter Berücksichtigung der Aktivitäten in Politikfeldern wie Bioökonomie, Energiewende und Mobilität wird ein systemischer Betrachtungsansatz gewährleistet. Dabei spielen sowohl technologische Entwicklungen (beispielsweise Recycling oder Substitution) als auch sozioökonomische Faktoren (wie das Verbraucherverhalten oder passende Geschäftsmodelle) und institutionelle Rahmenbedingungen (zum Beispiel die öffentliche Beschaffung) eine zentrale Rolle. Ein besonderer Treiber der Umsetzung der zirkulären Wirtschaft ist die Digitalisierung mit all ihren Facetten.

Wir sind Mitglied in themenrelevanten Netzwerken und Gremien, unter anderem im „Netzwerk Ressourcenschonung“, im „Netzwerk Ressourceneffizienz“ (NeRess) sowie im „Netzwerk Bildung für Ressourcenschonung und Ressourceneffizienz“ (BilRess) und beteiligen uns an zahlreichen Veranstaltungen und (europäischen) Projekten (zum Beispiel ERA-Nets oder Joint Programming Initiatives).

Projektträger Jülich – erkennen. fördern. gestalten.


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Der Projektträger Jülich in Zahlen im Jahr 2018
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Laufende Vorhaben
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4
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