Geschäftsbericht 2014

Seit nunmehr 40 Jahren ist der Projektträger Jülich (PtJ) eine feste Größe im deutschen Forschungs- und Innovationsfördersystem. Am 1. Oktober 1974 begann seine Erfolgsgeschichte: Während im Jahr nach der Gründung 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter knapp 200 Vorhaben mit einem Fördervolumen von umgerechnet rund 60 Millionen Euro betreuten, setzten im vergangenen Jahr 867 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 16.774 laufende Vorhaben mit einem Fördervolumen von 1,33 Milliarden Euro um.

In seinem Geschäftsbericht präsentiert PtJ neben einem Rechenschaftsteil  und ausgewählten Ergebnissen seiner Arbeit ein Dossier zum Thema Partizipation in der Forschungs- und Innovationsförderung. Darin stellt der Projektträger Ansätze vor, wie neben Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft auch die Zivilgesellschaft in die Planung und Gestaltung sowie die Umsetzung und Ergebnisverwertung einbezogen werden kann.

Dossier: Partizipation in der Forschungs- und Innovationsförderung

Die Ergebnisse von Forschung und Innovation prägen immer stärker unsere Lebenswelt – vom effizienten Stromnetz für eine dezentrale Energieversorgung bis hin zum Management der Datenflut in der digitalen Welt. Daher möchte die Zivilgesellschaft ein Mitspracherecht haben, wenn in der Wissenschaft neue Themen aufkommen und neue Forschungszweige ins Leben gerufen werden. Um dieser Forderung zu entsprechen, sind nicht nur Akteure aus Wissenschaft und Wirtschaft gefragt, sondern allen voran auch die Politik. Das sieht auch die Bundesregierung so und hat in ihrem Koalitionsvertrag von 2013 und in ihrer Hightech-Strategie deutlich gemacht, dass Partizipation in der Forschungs- und Innovationsförderung künftig eine deutlich größere Rolle spielen wird. 

Das Thema Partizipation ist für PtJ kein Neuland – der Projektträger verfügt bereits über einen großen Erfahrungsschatz hinsichtlich der Beteiligung von Wissenschaft und Wirtschaft bei der Ausgestaltung von Fördermaßnahmen. Daran anknüpfend schafft er sukzessive ein strukturiertes Angebot, das auch die organisierte Zivilgesellschaft mit ins Boot holt und bei dem sich die Mitgestaltung auf den gesamten Prozess der Forschungs- und Innovationsförderung bezieht. Einen ersten Einblick in seine Arbeit auf diesem Gebiet gibt PtJ im Dossier seines Geschäftsberichts 2014.

So setzte beispielsweise das Bundesforschungsministerium bei der Weiterentwicklung des Rahmenprogramms Forschung für Nachhaltige Entwicklung (FONA3) auf eine intensive Mitwirkung unter anderem von Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Kommunen. PtJ hat das Ministerium während des Agendaprozesses unterstützt und Beteiligungsformate wie eine Online-Befragung und World Cafés organisiert, um die Ideen von Zuwendungsempfängern sowie Akteuren von Wirtschaft und Kommunen einzuholen.

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative fördert das Bundesumweltministerium bundesweit Klimaschutzprojekte, die das Ziel verfolgen, Treibhausgasemissionen in Deutschland zu reduzieren. Die durch PtJ betreuten Projekte umfassen Klimaschutzaktivitäten in Kommunen, Bildungseinrichtungen und der Wirtschaft oder adressieren Verbraucherinnen und Verbraucher. Eine wichtige Rolle spielt bei allen Projekten, die für die Umsetzung relevanten Akteure einzubeziehen.

Darüber hinaus betreut PtJ gemeinsam mit dem Projektträger im DLR die Förderinitiative „Umwelt- und gesellschaftsverträgliche Transformation des Energiesystems“ des Bundesforschungsministeriums. Im Rahmen der geförderten Projekte beleuchten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die sozial-ökologischen Perspektiven und Folgen der Energiewende und leiten daraus unter anderem Strategien ab, mit denen sich die Partizipation von Bürgerinnen und Bürgern am Transformationsprozess stärken lässt.

 

   Geschäftsbericht 2014
   inkl. Dossier "Partizipation in der Forschungs- und Innovationsförderung"

 

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