Innovative Vorhaben für den nahezu klimaneutralen Gebäudebestand 2050

eine Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi)

Die Bundesregierung hat am 18. November 2015 die Energieeffizienzstrategie Gebäude (ESG) verabschiedet und dabei das Ziel ihres Energiekonzepts zugrunde gelegt, den Gebäudebestand bis 2050 nahezu klimaneutral zu gestalten. Hierfür soll der nicht erneuerbare Primärenergiebedarf durch eine Kombination aus Energieeinsparung und dem Einsatz erneuerbarer Energien bis 2050 in der Größenordnung von 80 Prozent gegenüber 2008 gesenkt werden. Zu den von der ESG vorgesehenen Maßnahmen gehört auch die Förderinitiative „EnEff.Gebäude.2050 – Innovative Vorhaben für den nahezu klimaneutralen Gebäudebestand 2050“.

Die Initiative fußt im Wesentlichen auf zwei Förderansätzen: Innovationsprojekten und Transformationsprojekten. Innovationsprojekte weisen einen eher geringen Forschungsanteil auf und dienen der Vorbereitung der Markteinführung bereits weitgehend entwickelter Technologien und Verfahren im Bereich gebäudebezogener Energieeffizienz. Sie richten sich vorrangig an Industrie und Unternehmen, zusätzlich an Universitäten und Forschungseinrichtungen. Gefördert werden Demonstrationsmaßnahmen zur Effizienzsteigerung und zur Integration erneuerbarer Energien in Gebäuden, sowohl im Bereich technologischer als auch nicht-technologischer Innovationen.

In Transformationsprojekten sollen ambitionierte Strategien für den nahezu klimaneutralen Gebäudebestand erarbeitet und umgesetzt werden. Gefördert werden konzeptionelle Arbeiten in den Bereichen Neubau und Sanierung, welche investive Energieeffizienzmaßnahmen im Gebäudebereich mit besonderem Modellcharakter vorbereiten, sowie die Umsetzung solcher Energieeffizienzmaßnahmen mit Demonstrationscharakter. Im Bereich der Konzeptentwicklung zuwendungsfähig sind Personal- und Sachausgaben für die Beratungsleistungen von fachkundigen Dritten. Im Bereich der investiven Energieeffizienzmaßnahmen zuwendungsfähig sind ausschließlich Investitionsmehrkosten gegenüber dem Stand der Technik. Antragsberechtigt sind alle juristischen Personen des privaten oder öffentlichen Rechts sowie Wohnungseigentümergemeinschaften und Eigentümerstandortgemeinschaften.

In beiden Förderansätzen wird ein zweistufiges Verfahren genutzt, bei dem zunächst eine Skizze eingereicht wird. Nach der Begutachtung und Zustimmung muss die Einreichung eines Antrags erfolgen, der die Basis für eine Zuwendung ist. Ausführliche Informationen zu Zuwendungsvoraussetzungen und zum Verfahren enthält die Förderbekanntmachung, eine Zusammenfassung gibt das Dokument „Hinweise für Skizzeneinreicher“.

Zusätzlich zur Förderung von Innovations- und Transformationsprojekten werden jährliche Wettbewerbe ausgelobt. Die erste Auslobung ist für den Winter 2016/17 geplant.

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