Bioökonomie als gesellschaftlicher Wandel - Nachwuchsgruppen – 2.Ausschreibungsrunde

eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Zu den größten gesellschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart gehören die Sicherung der globalen Ernährung, eine nachhaltige Rohstoff- und Energieversorgung, der Schutz von Klima und Umwelt und der Erhalt der biologischen Vielfalt.

Zur Bewältigung dieser Herausforderungen verfolgt die Bundesregierung mit der „Nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030 (NFSB)" und der begleitenden „Politikstrategie Bioökonomie" das Ziel, eine nachhaltige, biobasierte und an natürlichen Stoffkreisläufen orientierte Wirtschaftsform zu etablieren. Damit verbunden ist ein tiefgreifender Transformationsprozess, der weit über technologische Fortschritte und Innovationen hinausgeht. Es müssen Veränderungen auf gesellschaftlicher, politischer und wirtschaftlicher Ebene verstanden und gestaltet werden.

Hier setzt das Konzept „Bioökonomie als gesellschaftlicher Wandel" an. Unter dieser Überschrift wird sozial-, politik- und wirtschaftswissenschaftliche Forschung zum Themenkomplex Bioökonomie gefördert. Die Vorhaben in den verschiedenen Modulen sollen dazu beitragen, die Wechselwirkungen zwischen Technik, Ökonomie, Ökologie und Gesellschaft zu erfassen und systemische Forschungsansätze zu entwickeln, auf deren Grundlage die Chancen und Risiken eines bioökonomischen Transformationsprozesses abgeschätzt und bewertet werden können.

Modul 1 des Konzepts ist auf Nachwuchsgruppen zugeschnitten und soll es jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ermöglichen, an innovativen Beiträgen zur Gestaltung einer nachhaltigen, biobasierten Wirtschaftsweise zu arbeiten. Mit der vorliegenden Bekanntmachung eröffnet das BMBF die zweite Ausschreibungsrunde in diesem Modul.

Wer wird gefördert?

Gefördert werden Nachwuchsgruppen aus dem Spektrum der Sozial-, Politik- und Wirtschaftswissenschaften, aber auch der Kultur- und Geisteswissenschaften. Die Transformation zu einer Bioökonomie berührt ein breites Spektrum an Themen mit Bezügen zu verschiedenen Disziplinen. Daraus ergeben sich vielgestaltige Forschungsthemen, beispielsweise zu Fragen bezüglich verschiedener Transformationspfade, der Nachhaltigkeit bioökonomischer Wertschöpfungsketten, soziotechnischer Systeme, Ziel- und Verteilungskonflikten, Regulierungs- und Steuerungsansätzen, regionalen Modellen und internationalen Zusammenhängen sowie kulturellen Aspekten einer Transformation.

Was wird gefördert?

Um das Forschungsfeld „Bioökonomie als gesellschaftlicher Wandel“ in der Wissenschaft zu etablieren, soll jungen, innovativen Forscherinnen und Forschern bereits frühzeitig die Möglichkeit eröffnet werden, sich auf diesem Feld zu profilieren. Hierzu sollen Nachwuchsgruppen aus den Sozial-, Politik- und Wirtschaftswissenschaften, aber auch der Kultur- und Geisteswissenschaften an Hochschulen oder außerhochschulischen Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen gefördert werden.

Gefördert werden Nachwuchsgruppen an wissenschaftlichen Einrichtungen in Deutschland für insgesamt bis zu fünf Jahre. Abhängig vom thematischen Zuschnitt können neben der Stelle der Leiterin bzw. des Leiters bis zu fünf weitere Stellen gefördert werden.

Wie wird gefördert?

Interessierte Forscherinnen und Forscher bewerben sich mit einer Projektskizze, einem Lebenslauf, der Aufschluss über die fachliche Qualifikation und die Fähigkeit, eine Nachwuchsgruppe zu leiten, gibt sowie nach Möglichkeit einer Absichtserklärung der aufnehmenden Einrichtung. Die Projektskizzen werden – gegebenenfalls unter Hinzuziehung externer Fachleute – bewertet. Antragsteller/innen, deren Projektskizzen positiv bewertet wurden, werden eingeladen, ihre Forschungsprojekte persönlich vor einem Begutachtungsgremium zu präsentieren und zu Rückfragen Stellung zu nehmen. Die Projektskizze und die Präsentation bilden die Grundlage für eine mögliche Förderempfehlung seitens der Gutachterinnen und Gutachter.

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