Zusammenarbeit mit Griechenland: Deutsch-Griechisches Forschungs- und Innovationsprogramm

eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Für Deutschland und Griechenland ist die bilaterale Forschungskooperation innerhalb Europas ein wichtiges Element nationaler Forschungspolitik, das sich in den letzten Jahren positiv entwickelt hat. Zum weiteren Ausbau der Deutsch-Griechischen Partnerschaftsinitiative beabsichtigen das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das General Secretariat for Research and Technology (GSRT) des Ministry of Education, Research and Religious Affairs daher, ihren Forschungs- und Innovationsdialog fortzusetzen und ihre Unterstützung bilateraler Forschungsvorhaben von gemeinsamen Interesse weiter zu intensivieren. Diese Fördermaßnahme schließt an das erfolgreiche erste deutsch-griechische Forschungsprogramm aus dem Jahr 2013 an und belegt die Kontinuität der bilateralen Zusammenarbeit.

Die Bekanntmachung zielt darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit und das Innovationspotenzial beider Länder insgesamt zu verbessern. Um dieses Ziel umzusetzen, ist die Zusammenarbeit von deutschen und griechischen Partnern aus Forschung und Wirtschaft in gemeinsamen Projekten von besonderer Bedeutung.

Wer wird gefördert?

Die Förderinitiative soll Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft (insbesondere kleine und mittlere Unternehmen – KMU) die Möglichkeit bieten, entsprechend ihrer wissenschaftlichen Stärken und ihrer Problemlösungskompetenz gemeinsame Vorhaben mit Partnern aus Deutschland und Griechenland umzusetzen.

Was wird gefördert?

Gefördert werden Verbundprojekte im Bereich der angewandten Forschung, Entwicklung und Innovation in den folgenden Themenfeldern:

  • Gesundheitsforschung:
    • Translationale epidemiologische Studien zu zoonotischen Infektionskrankheiten beim Menschen
  • Bio-Ökonomie:
    • Projekte aus dem Feld der Bio-Ökonomie sollen die nationalen Aktivitäten des BMBF in diesem Bereich begleiten und unterstützen. Deshalb sollen die Projektanträge einen signifikanten Beitrag zum Themenfeld "Agrarproduktion nachhaltig gestalten" der "Nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030" aufweisen.
  • Energie: 
    • Energiesparende Technologien, zum Beispiel für den Gebäude-, Industrie- oder Landwirtschaftssektor
    • Technologien zur Erzeugung und Speicherung Erneuerbarer Energie, zum Beispiel Solarstromanlagen, kleine hydro¬elektrische Mehrzwecksysteme, Wellenenergie, Geothermie, kleine Windanlagen, Hybrid- und Biokraftstoffe, Brennstoffzellen und Wasserstofferzeugung, integrierte Systeme zur Nutzung Erneuerbarer Energien für Insellösungen
    • Intelligente Netze, Übertragungs- und Verteilungssysteme, zum Beispiel Synergien mit IKT/Energiesektoren, Optimierung der Transmission und Verteilung von elektrischer Energie
    • Reduzierung der umwelt- und klimaschädlichen Auswirkungen der Energieerzeugung aus konventionellen Energieträgern; zum Beispiel thermoelektrische Anlagen, Extrahierung von Kohlenwasserstoffen, "grüne" Technologien
    • Wissenschaftliche und technologische Unterstützung für öffentliche Energiepolitik: Ausbau der Wertschöpfungskette und Stärkung der Schnittstellen zwischen den Sektoren Energie und Transport/Tourismus/Stadtentwicklung/Materialien sowie sozioökonomische Aspekte, Fragen der Bürgerbeteiligung und Akzeptanz
  • Kultur-Tourismus-Kultur/Innovation und Soziale Herausforderungen:
    • Digitale Dokumentation von kulturellem Erbe
    • Entwicklung kultureller und institutioneller Innovationen in Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft
  • Materialforschung:
    • Nanotechnologie (mit Fokus auf Nanokohlenstoffe und deren Anwendungen in Membranen und porösen Materialien) für industrielle Anwendungen
  • Schlüsseltechnologien:
    • Optische Technologien: Industriegeführte Projekte (2+2-Projekte) auf dem Gebiet der optischen Metrologie mit Anwendung in Sektor übergreifenden Maßnahmen mit einer Gesamtförderquote von 50 Prozent (zzgl. möglicher differenzierter Aufschläge)

Wie wird gefördert?

Die Zuwendungen können im Wege der Projektförderung als nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt werden. Jeder Forschungsverbund wird für eine Vorhabenlaufzeit von bis zu drei Jahren auf deutscher und griechischer Seite.

Ansprechpartner/innen

Mit der Abwicklung der Fördermaßnahme hat das BMBF zu den verschiedenen Themenfeldern folgende Projektträger beauftragt:

A. Gesundheitsforschung
DLR Projektträger
PD Dr. Barbara Junker
Telefon: 0228 3821-1274
E-Mail: barbara.junker@dlr.de

B. Bioökonomie
Projektträger Jülich (PtJ)
Dr. Stefan Lampel
Telefon: 02461 61-4817
E-Mail: s.lampel@fz-juelich.de

C. Energie
Projektträger Jülich (PtJ)
Kerstin Annassi
Telefon:: 02461 61-1983
E-Mail: k.annassi@fz-juelich.de

D. Kultur-Tourismus-Kultur/Innovation und Soziale Herausforderungen
DLR Projektträger
Dr. Monika Wächter
Telefon: 0228 3821-1597
E-Mail: monika.waechter@dlr.de

E. Materialforschung/Nanotechnologie
Projektträger Jülich (PtJ)
Dr. Karen Otten
Telefon: 02461 61-2707
E-Mail: k.otten@fz-juelich.de

Dr. Cora Helmbrecht
Telefon: 02461 61-96790
E-Mail: c.helmbrecht@fz-juelich.de

F. Schlüsseltechnologien/Optische Technologien
VDI Technologiezentrum
Dr. Christian Flüchter
Telefon: 0211 6214-261
E-Mail: fluechter@vdi.de

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