WTZ mit Russland

eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Die wissenschaftliche Zusammenarbeit mit Russland auf dem Gebiet der Meeres- und Polarforschung erfolgt nach den Vorgaben einer Fachvereinbarung, die 1995 von den zuständigen Ministerien unterzeichnet wurde. Die Grundlage bildet eine Liste von gemeinsamen Vorhaben, über die jährlich im Rahmen eines Arbeitstreffens zwischen den Ministerien Einvernehmen erzielt werden muss. Diese Treffen finden wechselseitig in den Partnerländern statt.

Auf den Arbeitstreffen wird von eingeladenen Wissenschaftlern über laufende Projekte berichtet und es besteht die Möglichkeit, geplante Vorhaben zur Meeres- und Polarforschung vorzustellen.

 Voraussetzung für die Aufnahme in die Tagesordnung ist die Vorlage von Skizzen, die unter den Partnern abgestimmt sein müssen. Inhaltlich müssen die Skizzen einen direkten Bezug zum Meeres- bzw. Polarforschungsprogramm haben und die Kooperation der Wissenschaftler muss deutlich werden. Darüber hinaus sollten die Vorhaben einen gesellschaftlichen Nutzen aufweisen. Eine Einbindung von Industriepartnern ist wünschenswert. Die inhaltlich gleichen Skizzen müssen bei den russischen Stellen (russisch) und dem Projektträger (deutsch) mindestens drei Monate vor Beginn der Sitzung eingereicht werden. Am Ende der Sitzung wird entschieden, welche der Projekte fortgesetzt und welche neu in die Liste der bilateralen Projekte aufgenommen werden sollen.

Von der Aufnahme eines Vorhabens in die Liste der bilateralen Projekte ist jedoch kein Anspruch auf Förderung abzuleiten. Es können auch Projekte aufgenommen werden, die von den Partnern anderweitig finanziert werden. Der Projektträger lädt nach einer ersten Sichtung der eingegangenen Skizzen deutsche Vertreter der Projekte zu den in Deutschland stattfindenden Treffen ein. Auf russischer Seite erfolgt ein vergleichbares Verfahren.

Derzeit werden folgende Projekte mit Finanzmitteln des BMBF gefördert:

  1. das Stipendiatenprogramm für das Otto Schmidt Labor in St. Petersburg einschließlich des POMOR Studiengangs
  2. das Verbundprojekt System Laptev See Polynja, das sich mit Umweltveränderungen und ihren Auswirkungen auf die Meereisneubildung beschäftigt

Das nächste Arbeitstreffen ist für die 43. KW in Hamburg vorgesehen.

Im Vorfeld des Treffens können gemeinsame mit russischen Wissenschaftlern abgestimmte Skizzen eingereicht werden. Diese müssen in deutscher Sprache bis zum 20. Juli 2012 beim Projektträger Jülich, Dienststelle Rostock-Warnemünde eingereicht werden.

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