WTZ mit Brasilien

eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Brasilien ist für die WTZ im Bereich der Forschung zum System Erde das wichtigste Partnerland Deutschlands in Lateinamerika. Die weitere Zusammenarbeit in der Meeresforschung wurde im Mai 2003 auf einem bilateralen "Scoping Seminar" in Recife vereinbart. Im Rahmen der WTZ wurden dabei die Schwerpunktthemen Küstenzonenmanagement, Meeresverschmutzung, Lebende Ressourcen und Häfen festgeschrieben.

Zur Vorbereitung gemeinsamer Ausschreibungen wurde ein Steering Committee aus Vertretern des BMBF, des brasilianischen Forschungsministeriums und der brasilianischen Förderorganisation CNPq einberufen. Ein Gutachtergremium hat die ersten 14 Projektvorschläge in einem zweistufigen Prozess begutachtet. Im April 2005 hat die Auswahlkommission drei Projekte zur Förderung empfohlen.

  1. Health Status of Marine Ecosystems: Immunocompetence of Aquatic Invertebrates as a Novel Target for Biomonitoring and Bioprospecting - Immunophilin Inhibitors (Custodio/Müller)
  2. Impact of Pollutants from Sugar Cane Monoculture on Estuaries and Coastal Waters of NE-E Brazil: Transport, Fate and Sustainable Management Strategies (Knoppers/Balzer)
  3. Development of a Strategy for Sustainable Harbour Development (Marone/Mayerle)

Mit der Auswahl der Projekte sind die Weichen für die bilaterale Kooperation für die nächsten Jahre gestellt. Eine darüber hinausgehende Förderung ist derzeit nicht geplant.

Ein wichtiges bilaterales Vorhaben, das inzwischen abgeschlossen werden konnte, stellt das deutsch-brasilianische Verbundprojekt Mangrove Dynamics and Management (MADAM) dar, das seit 1995 mit insgesamt 11,9 Mio. Euro finanziell unterstützt wurde. Die Förderung des BMBF ist entsprechend der Vereinbarung mit dem Land Bremen zum 31. Dezember 2005 zwar ausgelaufen, die Zusammenarbeit wird jedoch im Rahmen anderer Vorhaben und durch institutionelle Mittel fortgesetzt. Ergänzende Unterstützung wurde durch das Internationale Büro des BMBF gewährt. Auf brasilianischer Seite wurde das Vorhaben vom Forschungsrat CNPq gefördert.

Auf dem Abschlussworkshop vom 13. bis 17. September 2005 wurde das beeindruckende wissenschaftliche Spektrum des MADAM-Projektes dargestellt. Erarbeitet wurden die wissenschaftlichen Grundlagen für Empfehlungen zur nachhaltigen Nutzung der Mangroven. Eine intensive sozialwissenschaftliche Begleitung machte es möglich, dass die im Projekt erarbeiteten Empfehlungen gemeinsam mit den lokalen Dorfgemeinschaften diskutiert und erste Schritte zur Umsetzung vorbereitet wurden.

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