Virtuelle Werkstoffentwicklung

eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Die Kombination von immer höheren Rechen- und Speicherkapazitäten und neuen numerikgestützten Simulationsmethoden wird viele Wissenschaftsbereiche revolutionieren. Auch die Werkstoffwissenschaft der Zukunft wird von der rechnergestützten Modellierung und Simulation bestimmt werden. 

Bereits heute sind Simulationswerkzeuge auf dem Weg, in Forschung und Entwicklung zu einem unverzichtbaren Instrument zu werden: Werkstoffsimulationen haben das Potenzial für eine erhebliche Reduzierung von Entwicklungszeit und -kosten sowie genauere Vorhersagen von Werkstoffeigenschaften im Herstellungs- und Verarbeitungsprozess. In den letzten Jahren konnten Theorien und Methoden, die eine realistische Beschreibung und Vorhersage der mikroskopischen Eigenschaften realer Materialsysteme ermöglichen, erheblich verbessert werden. Trotz zahlreicher FuE-Erfolge ist das Verständnis der vielfältigen Phänomene in komplexeren Werkstoffen noch lückenhaft. Dies liegt im Wesentlichen an den viele Größenordnungen überspannenden Zeit- und Längenskalen, auf denen sich die entsprechenden Materialeigenschaften herausbilden und die Materialfunktionalitäten ablaufen.

Mit der Fördermaßnahme "Virtuelle Werkstoffentwicklung" sollen neue Impulse für die Entwicklung verbesserter werkstoffspezifischer Simulationswerkzeuge und -methoden gesetzt werden. Mit ambitionierten FuE-Arbeiten sollen für industriell relevante Werkstoffanwendungen die bisherigen Grenzen von Werkstoffsimulationen überwunden und in neue Bereiche vorgedrungen werden.

Bewilligte Projekte

Das BMBF fördert zurzeit mit 21,8 Millionen Euro 77 Projektpartnern aus 14 Verbundprojekten zum Thema "Virtuelle Werkstoffwelten". Von den Partnern kommen 51 aus der Industrie und 26 aus Forschungsinstituten

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