Zirkuläre Wirtschaft


Das Konzept der zirkulären Wirtschaft ist inzwischen fester Bestandteil der Forschungs- und Innovationsförderung. Ein besonderer Treiber für das Thema ist aktuell der Klimaschutz. Denn auch hier kann der schonende Umgang mit Ressourcen viel bewirken. PtJ leitet zur verstärkten Wahrnehmung der Zirkulären Wirtschaft in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft einen entscheidenden Beitrag.

Das Zukunftsthema Zirkuläre Wirtschaft wurde in den vergangenen Jahren in wichtigen Rahmenprogrammen der Forschung- und Innovationsförderung mit Schwerpunkten wie Ressourceneffizienz, Bioökonomie, Materialforschung und Energiewende aufgegriffen und durch spezifische Fördermaßnahmen gestärkt. Dabei spielen sowohl technologische Entwicklungen wie Recycling oder Substitution als auch sozioökonomische Faktoren wie das Verbraucherverhalten oder passende Geschäftsmodelle sowie institutionelle Rahmenbedingungen eine zentrale Rolle. Sein Know-how auf diesem Gebiet bündelt PtJ seit mehr als zehn Jahren im interdisziplinären Team des Kompetenzfelds Zirkuläre Wirtschaft. PtJ hat so entscheidend zur Entwicklung und Umsetzung entsprechender Fördermaßnahmen beigetragen. 32 von 103 der relevanten Maßnahmen auf Bundesebene adressieren die Zirkuläre Wirtschaft. Diese Förderinitiativen werden überwiegend von PtJ betreut.

PtJ hat bereits an der Ausarbeitung des Deutschen Ressourceneffizienzprogramms (ProgRess) im Jahr 2012 mitgewirkt, Das Programm zielt darauf, Ressourcen zu schonen – aus ökologischen und sozialen, aber auch aus wirtschaftlichen Gründen. PtJ war anschließend auch an der Fortschreibung der Strategie im Auftrag verschiedener Ressorts beteiligt. In Deutschland ist die Zirkuläre Wirtschaft inzwischen in Strategien der Bundesregierung wie der Hightech-Strategie 2025 und dem Deutschen Ressourceneffizienzprogramm verankert.

Auch die Energiewende steht mit dem massiven Ausbau Erneuerbarer Energien, Speicher, Elektromobilität oder Digitalisierung vor der Herausforderung eines verantwortungsvollen Umgangs mit Ressourcen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat deshalb im aktuellen 7. Energieforschungsprogramm das systemübergreifende Forschungsthema Ressourceneffizienz und Zirkuläre Wirtschaft im Kontext der Energiewende integriert. Zur Vorbereitung eines initialen Förderaufrufs zu diesem Thema koordinierte PtJ im Auftrag des BMWK eine Online-Umfrage sowie nachfolgend einen Experten-Workshop zur Ermittlung des Forschungsbedarfs. 2021 wurden mit diesem Förderaufruf elf Verbundprojekte zur angewandten Forschung und Entwicklung mit rund 43 Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft gestartet.

Parallel dazu hat sich das Konzept der Zirkulären Wirtschaft in Deutschland insbesondere in der Wirtschaft stark verbreitet, auch dank der Circular Economy Initiative Deutschland (CEID). Die CEID wurde bis zur Veröffentlichung der Circular Economy Roadmap für Deutschland im Jahr 2021 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und von PtJ betreut. Im Zuge der verschärften Klimadebatte und der sich abzeichnenden Ressourcenknappheit durch die Corona-Krise hat sich zudem die Erkenntnis durchgesetzt, dass das Konzept der Zirkulären Wirtschaft auch einen erheblichen Beitrag zu Klimaschutz und zur Krisenresilienz leisten kann. Die Ellen McArthur Stiftung schätzt diesen Beitrag zur Erreichung der Pariser Klimaziele auf rund 45 Prozent.

Durch das vielfältige Fördergeschäft und unzählige, oft kleinteilige Aktionen wie die Erstellung von Policy Briefs, die aktive Teilnahme an Gremien und Projekten wie dem 2021 abgeschlossenem europäischen Vorhaben CICERONE (Joint Programming and Funding for the Circular Economy) gehört PtJ zu den Akteuren der Innovationsszene, die für mehr Sichtbarkeit des Themas in Strategien, Programmen und auch im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung gesorgt haben. Damit ist PtJ nicht nur weiterhin der deutsche Projektträger für Energie, sondern auch zugleich der Projektträger für Zirkuläre Wirtschaft.

Projektträger Jülich – erkennen. fördern. gestalten.


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