Ressourceneffizienz


Weltweit werden die natürlichen Ressourcen, die als wesentliche Produktionsfaktoren Grundlage unseres Wohlstandes sind, immer knapper. So hat sich ihr Verbrauch seit Ende der 1970er Jahre bis 2009 etwa verdoppelt – auf über 68 Milliarden Tonnen. Vor allem die Industrienationen liegen ganz vorne: Ihr Pro-Kopf-Verbrauch ist viermal so hoch wie der weniger entwickelter Länder. Die Bundesregierung hat im Jahr 2012 das „Deutsche Ressourceneffizienz-Programm“ (ProgRess) verabschiedet. Ziel ist, Ressourcen zu schonen – aus ökologischen und sozialen, aber auch aus wirtschaftlichen Gründen. Damit nimmt Deutschland eine Vorreiterposition ein. Mit dem Anschlussprogramm ProgRess II hat die Bundesregierung diesen Kurs fortgeschrieben und die gesamte Wertschöpfungskette in den Fokus genommen.

Aspekte der Ressourceneffizienz finden sich in nahezu allen von PtJ betreuten Fördermaßnahmen. In Programmen wie „Forschung für Nachhaltige Entwicklung“ (FONA) und „Vom Material zur Innovation“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung oder der „Nationalen Klimaschutzinitiative“ des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit tragen über 70 Prozent der geförderten Vorhaben zur Erhöhung der Ressourceneffizienz bei.

PtJ verfügt über fachliche Kompetenzen zu mineralischen und energetischen Rohstoffen, Biomasse, Boden und Untergrund, Land, Luft und Wasser, aber auch zu marinen Ressourcen, CO2, Erdwärme und Biodiversität. Sein Know-how bündelt PtJ über alle Bereiche hinweg im Kompetenzfeld „Ressourceneffizienz“. Unter Berücksichtigung der Aktivitäten in anderen Politikfeldern wie Bioökonomie, Energiewende oder Digitalisierung und Handlungsfeldern wie Regionalentwicklung und Existenzgründung wird ein systemischer Betrachtungsansatz gewährleistet. Dieser Ansatz wird von Fördermaßnahmen zur Effizienzsteigerung entlang der gesamten Wertschöpfungskette und zunehmend im Sinne der Kreislaufwirtschaft getragen. Dabei spielen sowohl technologische Entwicklungen (beispielsweise Recycling oder Substitution) als auch sozioökonomische Faktoren (wie etwa das Verbraucherverhalten oder neue Geschäftsmodelle) eine zentrale Rolle. PtJ ist Mitglied des „Netzwerks Ressourceneffizienz“ (NeRess) und beteiligt sich an zahlreichen Gremien und Veranstaltungen wie der zweimal jährlich stattfindenden BilRess-Konferenz.

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