Digitalisierung


Als einer der Megatrends des frühen 21. Jahrhunderts verändert die Digitalisierung nahezu alle wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereiche. Die Bundesregierung hat mit der „Digitalen Agenda 2014–2017“ ihre Grundsätze zur Digitalpolitik verabschiedet und in der „Digitalen Strategie 2025“ die Digitalisierung als prioritäres politisches und wirtschaftliches Handlungsfeld definiert. Dabei stehen vor allem Netzausbau, Cybersicherheit und die Förderung von Unternehmensgründungen in der digitalen Wirtschaft im Fokus. Ebenso ist Digitalisierung Thema auf internationaler Ebene. Im April 2017 fand erstmalig das Treffen der G20-Digitalminister unter der Präsidentschaft Deutschlands statt, aus dem ein gemeinsamer Fahrplan für die internationale Zusammenarbeit hervorgeangen ist. Entsprechend gewinnt die Digitalisierung auch im Rahmen der Forschungs- und Innovationsförderung an Bedeutung – vor allem als Querschnittsthema. So integrieren die Ministerien immer häufiger Aspekte der Digitalisierung in ihre Rahmenprogramme und Bekanntmachungen.

Beispielsweise haben bis zu drei Viertel der geförderten Vorhaben ganz unterschiedlicher Fachgebiete innerhalb des Förderprogramms „EXIST – Existenzgründungen aus der Wissenschaft“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) einen Bezug zu digitalen Themen – wie etwa die Entwicklung von Software oder Apps. Auch in der Förderinitiative „GO-Bio – Gründungsoffensive Biotechnologie“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), die das Themenfeld Life Sciences für Gründerinnen und Gründer abdeckt, beschäftigen sich Vorhaben unter anderem mit digitalen Themen.

Im maritimen Forschungsprogramm des BMWi fokussieren jährlich bis zu 40 Prozent der Projekte auf die Potenziale der Digitalisierung. Dabei werden Innovationen von „Virtual Reality“ über „Schwarmintelligenz“ bis hin zu „Smart Data“ und „autonomer Schifffahrt“ unterstützt. Auch künftig werden Themen wie die „Maritime Digitalisierung“ und „Echtzeitdienste in der maritimen Sicherheit“ wichtige Impulse setzen.

Im Energiebereich nimmt die Digitalisierung vor allem in neuen Programmen zur Energiewende wie „Schaufenster intelligente Energie – Digitale Agenda für die Energiewende“ (SINTEG) des BMWi oder den „Kopernikus-Projekten für die Energiewende“ des BMBF einen hohen Stellenwert ein. Aber auch in verschiedenen Feldern des 6. Energieforschungsprogramms wie Photovoltaik oder Windkraft spielen digitale Themen eine Rolle.

Neben diesen Bereichen ist die Digitalisierung in vielen weiteren von PtJ betreuten Förderprogrammen und -initiativen wichtig. Mit dem Kompetenzfeld „Digitalisierung“ bündelt PtJ seine Expertise zu den technologischen, wirtschaftlichen und forschungspolitischen Entwicklungen auf diesem Gebiet, um seinen Auftraggebern auch für künftige Fördermaßnahmen passgenaue Förderinstrumente und Strategien zur Verfügung zu stellen.

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