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Das Bild zeigt die klatschenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Bild: BIOCOM

Am 29. Juni 2018 trafen sich im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Berlin rund 120 Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Politik sowie von zivilgesellschaftlichen Organisationen, um im Rahmen der Agendakonferenz „Gemeinsam zur Bioökonomie“ ein künftiges Forschungsprogramm zur Bioökonomie zu diskutieren. Im Fokus standen Forschungsthemen mit gesellschaftlicher Relevanz, die in der neuen Bioökonomie-Strategie berücksichtigt werden sollen. Diese wird die „Nationale Forschungsstrategie Bioökonomie 2030“ (NFSB) ablösen. Der Projektträger Jülich (PtJ) war mit der inhaltlichen und organisatorischen Ausgestaltung der Veranstaltung beauftragt. Die Ergebnisse der Konferenz hat PtJ nun in einem Agendabericht veröffentlicht.

Mit einer biobasierten Wirtschaftsweise sind die Hoffnung und der Wille verbunden, wesentliche gesellschaftliche Herausforderungen des 21. Jahrhunderts bewältigen zu können. Damit die Bioökonomie diesem Anspruch gerecht werden kann, müssen wir allerdings noch zahlreiche Wissenslücken schließen und Zusammenhänge besser verstehen. Aus diesem Grund fördert die Bundesregierung umfangreiche Forschungsmaßnahmen zum Thema. Im Jahr 2010 hat sie mit der „Nationalen Forschungsstrategie Bioökonomie 2030 (NFSB)“ als eines der ersten Länder weltweit ein Forschungsprogramm veröffentlicht, das die Transformation zu einer biobasierten Wirtschaftsweise unterstützt. Um Bedarfe und Schwerpunkte für das Folgeprogramm zu identifizieren, hat das BMBF eine Reihe von Veranstaltungen mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft durchgeführt. Zum Abschluss dieses partizipativen Prozesses fand Ende Juni die Agendakonferenz statt. Durch eine Online-Befragung im Vorfeld sowie mit Hilfe interaktiv unterstützter Podiums- und Plenumsdiskussionen am Tag der Konferenz konnten sich die Teilnehmenden einbringen. Darüber hinaus bestand die Möglichkeit, Statements zur Bioökonomie-Forschung zu formulieren und vor Ort aufzuhängen. Kernstück der Veranstaltung waren sieben thematisch unterschiedlich ausgerichtete Workshops, in denen Schwerpunkte des zukünftigen Forschungsbedarfs in der Bioökonomie zur Diskussion standen.

Trotz verschiedener Perspektiven und Bewertungen der Teilnehmenden kristallisierten sich einige zentrale Empfehlungen für das künftige Forschungsprogramm zur Bioökonomie heraus. Der kürzlich veröffentlichte Agendabericht fasst die Empfehlungen zusammen.

Die Fachleute waren sich weitgehend einig, dass die Bioökonomie-Forschung bei allen Themen und Fragestellungen stets deren Wirkungen auf das Gesamtsystem berücksichtigen sollte. Hierfür sind interdisziplinäre Kooperationen und neue methodische Ansätze nötig. Entwicklungen in der Bioökonomie haben oft globale Implikationen, können im Kern aber auch sehr stark lokal oder regional geprägt sein. Vielfach betonten die Teilnehmenden, dass es notwendig sei, verschiedene Aspekte und Wirkungen der Bioökonomie besser messbar zu machen. Ganzheitliche Nachhaltigkeitsbewertungen erfordern eine umfassende Datenbasis und teilweise neue Methoden der Erhebung und Auswertung. Einen breiten Konsens gab es darüber, dass die Umsetzung der Forschungsergebnisse in die Praxis zentral ist. Denn nur wenn Erkenntnisse, Verfahren und Produkte auf den Markt gelangen und dort nachgefragt werden, kann die Bioökonomie einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit leisten.

Ergebnisbericht zur Agendakonferenz „Gemeinsam für die Bioökonomie“ 

Weitere Informationen zur Agendakonferenz

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