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Das Bild zeigt die Preisträger des Ideenwettbewerbs auf der Preisverleihung.

Bild: Bine Informationsdienst/Johannes Lang

Beim Ideenwettbewerb „EnEff.Gebäude.2050“ sind zehn herausragende und innovative Konzepte mit einem Preisgeld von insgesamt 280.000 Euro im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) in Berlin prämiert worden. Sowohl in der Kategorie „Konzepte für zukunftsweisende Gebäude und Quartiere“ als auch in der Kategorie „Ideen für einen internationalen Energiewettbewerb“ hat die jeweilige Jury fünf Preisträger ausgewählt.

Die eingegangenen Ideen zeigen, dass die Energiewende im Gebäudebereich in vielen unterschiedlichen Facetten und Lösungsansätzen gesehen werden kann und dass es nicht die eine Patentlösung, sondern eine spannende Vielfalt gibt. „Die Bandbreite der eingereichten Konzepte war sehr beeindruckend“, sagt Barbara Ettinger-Brinckmann, Präsidentin der Bundesarchitektenkammer und Vorsitzende der Jury für „Konzepte zukunftsweisender Gebäude und Quartiere“. Die ausgezeichneten Konzepte spiegeln das ganze Spektrum der Bauaufgaben wider: Neubau und Sanierung, einzelne Wohn- und Nichtwohngebäude bis hin zum Quartier. Zudem entfalten sie jeweils eine besondere Vorbildwirkung.

Gesucht waren insbesondere Ideen für energetisch zukunftsweisende Neubauten, Transformations- und Modernisierungsvorhaben im Bestand, Quartierskonzepte zum Wohnen und Arbeiten und neue Plusenergiekonzepte im Geschossbau. „Ich freue mich, dass sich diese Vielfalt auch in der Auswahl der fünf Preisträger des Wettbewerbs darstellt“, so die Juryvorsitzende.

Die Konzepte Energie und Technikpark in Trier, Newtonprojekt in Berlin-Adlershof, Vorwärtsquartier Schwerin, AktivStadthaus im Bestand in Frankfurt am Main und Neubau Stadtwerke Neustadt in Holstein hat die fünfköpfige Jury mit einem Preisgeld von je 30.000 Euro prämiert. Alle ausgezeichneten Konzepte machen deutlich, dass sich innovative Energiekonzepte und eine überzeugende Architektur nicht ausschließen, sondern verbinden lassen. Ettinger-Brinckmann betont: „Ein ganzheitlich gedachter Entwurf verbindet innovative Energiekonzepte […] mit überzeugender Architektur. Bauherren und Architekten sind gemeinsam verpflichtet, die Ziele der Klimawende zu unterstützen.“

In der zweiten Kategorie des Ideenwettbewerbs EnEff.Gebäude.2050 waren „Konzepte für einen internationalen Energiewettbewerb“ für Gebäude und Quartiere gesucht, die einen interessanten Austragungsort präsentieren und die Wettbewerbsstätte nachhaltig als „Living-Lab“ in den Stadtraum integrieren. Die Idee sollte ein innovatives Wettbewerbsformat skizzieren und lokale Hochschulen, Behörden, Immobilieneigner und Unternehmen sowie den Nutzer einbinden.

Gemeinsam im ersten Rang sind die Bergische Universität Wuppertal mit der Stadt Wuppertal und die Brandenburgische Technische Universität Cottbus mit der Stadt Cottbus für ihre hervorragenden Konzepte ausgezeichnet worden. Ihre Vorschläge mit Ideen zu Austragungsorten und Wettbewerbsdisziplinen für einen internationalen Energiewettbewerb für Gebäude und Quartiere haben die sechsköpfige Jury überzeugt und sind mit jeweils 40.000 Euro prämiert.

Auf dem zweiten Rang folgen die Ideen der Beuth Hochschule für Technik Berlin mit der Stadt Berlin und die Technische Universität Darmstadt mit der Stadt Frankfurt am Main mit einem Preisgeld von 20.000 Euro. Die Technische Universität Braunschweig erhält mit der Stadt Braunschweig einen Sonderpreis in Höhe von 10.000 Euro.

Die ausgezeichneten Konzepte sind eine wichtige Vorbereitung für eine mögliche Ausschreibung eines internationalen Energiewettbewerbs. Deutschland zielt mit der Initiative auf eine internationale Schirmherrschaft für einen solchen Wettbewerb, beispielsweise durch die Internationale Energieagentur (IEA). „Mit den eingereichten Vorschlägen sind wir dem Ziel, ein Konzept für einen internationalen Energiewettbewerb zu entwickeln, ein riesiges Stück näher gekommen“, sagt Professor Hans-Martin Henning, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE und Vorsitzender der Jury in Kategorie 2 des Ideenwettbewerbs. Es gehe nun nicht darum, die ausgezeichneten Konzepte 1:1 umzusetzen, sondern aus den vielen kreativen Vorschlägen eine Synthese zu generieren, mit der der Weg in die weitere Konkretisierung, Konzipierung und Umsetzung des Wettbewerbs beschritten werden könne.

Aus Sicht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, welches die Fördermittel für den Ideenwettbewerb „EnEff.Gebäude.2050“ bereitstellt, soll sich nun eine Vertiefungsphase der beiden erstprämierten Konzepte anschließen. Ein Begleitprojekt, welches die beiden Preisträger auf ihrem weiteren Weg der Ausarbeitung unterstützen und auch die Kontakte in die internationalen Gremien begleiten soll, wurde bereits gestartet. Darüber hinaus sind alle prämierten Einreicher eingeladen, ihre Ideen auch in das Forschungsnetzwerk „Energiewendebauen“ einzubringen.

Der Ideenwettbewerb „EnEff.Gebäude.2050“ ist Teil der gleichnamigen Förderinitiative „EnEff.Gebäude.2050“, die nahezu klimaneutrale Gebäude und Quartiere fördert. Insgesamt sind 18 Konzepte eingereicht worden, davon 13 unter Thema 1, „Konzepte für zukunftsweisende Gebäude und Quartiere“, und fünf unter Thema 2, „Ideen für einen internationalen Energiewettbewerb“. Der Projektträger Jülich hat den Ideenwettbewerb im Auftrag des BMWi ausgelobt.

Weitere Informationen

Broschüre zum Thema 1: Ideen für zukunftsweisende Gebäude und Quartiere

Broschüre zum Thema 2: Konzepte für einen internationalen Energiewettbewerb

 

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