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Kreativ auf dem Weg in die urbane Bioökonomie


Bild: Ina Fassbender/photothek

Bild: Ina Fassbender/photothek

Unsere Städte stehen vor einer Reihe großer Herausforderungen. Dazu zählen unter anderem hohe Emissionen, Abfälle, Überhitzung und die Versiegelung von Grünflächen. Die urbane Bioökonomie hat das Potenzial, für viele der städtischen Probleme Lösungsansätze zu bieten. In der Wissenschaft gewinnt das Thema daher zunehmend an Bedeutung. Doch welche Elemente sind eigentlich Teil der urbanen Bioökonomie? Wer sind die wichtigsten Akteure? Welchen Beitrag kann die Digitalisierung leisten und wo liegt besonderer Forschungsbedarf?

Um diese und viele andere Fragen zu beantworten, hat der Projektträger Jülich (PtJ) im Rahmen der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) organisierten Konferenz „Zukunftsstadt 2019“ den Workshop „Biobasiert.Digital.Nachhaltig. – Der Weg in die urbane Bioökonomie“ durchgeführt. In einem kreativen Format haben die Teilnehmenden aus Wissenschaft, Wirtschaft und Kommunen die Potenziale der urbanen Bioökonomie diskutiert.

Nach einem kurzen Impulsvortrag von Dr. Alberto Bezama vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) ging es für die 35 Teilnehmenden ans Basteln. Neben Playmais und Knete lagen diverse weitere Bastelmaterialien bereit, um die in Kleingruppen eingeteilten Teilnehmenden zu kreativen Höchstleistungen anzuregen. Die interdisziplinären Teams sollten ihre Vorstellungen einer perfekten „Bioökonomie-Stadt“ basteln, bauen oder auch zeichnen. Die Methode bot nicht nur eine willkommene Abwechslung zum üblichen Konferenzalltag, sondern führte auch zu vielversprechenden Ergebnissen. Von Vertikal-Farming über Biogasanalagen bis hin zu Aquaponik-Systemen, an Ideenreichtum im Hinblick auf die urbane Bioökonomie mangelte es in dem rund zweistündigen Workshop nicht.

Einig waren sich alle Teilnehmenden, dass aktuell in Städten nur bedingt im Sinne einer biobasierten Kreislaufwirtschaft gehandelt und gedacht wird, dabei gäbe es viel Potenzial, beispielsweise anfallende Abfälle und andere Reststoffe hochwertig zu verwenden. Eine zentrale Rolle sahen die Teilnehmenden hierbei in der Wissenschaft. Sie sei in der Lage, nachhaltige Lösungen für städtische Transformationsprozesse zu finden. Besonders wichtig sei dabei die Kooperation zwischen allen Akteuren, die Teil der urbanen Bioökonomie sind. Ein breiter Informationszugang und effizienter Wissensaustausch legen hierfür die Grundlage. Es sei dabei nicht ausreichend, allein die Systeme innerhalb der Kernstadt zu berücksichtigen, vielmehr müsse auch das städtische Umland in die möglichen Kreisläufe einbezogen wird. Umfassende Chancen für die Transformation zur urbanen Bioökonomie biete insbesondere die Digitalisierung. Mit Apps oder digitalen Plattformen können beispielsweise Akteure vernetzt sowie Abfall- und Stoffströme effizient im Sinne der Kreislaufwirtschaft geleitet werden. Neben vielen weiteren Aspekten waren sich die Teilnehmenden insbesondere in einem Punkt einig – nämlich darin, dass die Chancen zur Transformation unserer Städte in eine biobasierte Wirtschaft aktuell so gut sind wie nie zuvor.

Weitere Informationen:

Workshop Ergebnisse - Website der Bundesregierung

Ansprechpartnerinnen:

Dr. Catharine Manthey
Tel.: 02461 61-85060
E-Mail: c.manthey@fz-juelich.de

Sonja Jülich-Abbas
Tel.: 02461 61-8711
E-Mail: s.juelich-abbas@fz-juelich.de

 

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