Gewappnet gegen Naturgefahren aus dem Meer – Forschungsaufruf zu marinen Extremereignissen gestartet


Bild: ©Zacarias da Mata - stock.adobe.com

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Seit der Mensch Küstenregionen besiedelt und die Ressourcen des Meeres nutzt, versucht er, sich vor den Gefahren und Auswirkungen des Meeres zu schützen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert im Rahmen der Bund-Länder-Vereinbarung zur Deutschen Allianz Meeresforschung eine Forschungsmission zu marinen Extremereignissen. Der Projektträger Jülich (PtJ) koordiniert das Auswahlverfahren und begleitet die Umsetzung der Forschungsprojekte im Auftrag des Ministeriums.

Der zunehmende Nutzungsdruck in Küstengebieten und das Zusammentreffen verschiedener mariner Naturgefahren – beispielsweise Sturmfluten, toxische Algenblüten oder Tsunami –führen zu komplexeren Risiken und erhöhter Anfälligkeit, auf die wir bisher nicht gut vorbereitet sind. Umfassende Risikoanalysen, die auch Kaskadeneffekte berücksichtigen, sind eine wichtige Grundlage für die Entscheidungsfindung.

Das BMBF plant daher im Rahmen der Förderrichtlinie „Wege zu einem verbesserten Risikomanagement im Bereich mariner Extremereignisse und Naturgefahren“, Projekte zu fördern, die die Vorhersage von marinen Extremereignissen und Naturgefahren wesentlich verbessern und so die nachhaltige Entwicklung von Küstengemeinden und die Stärkung der Widerstandsfähigkeit der Gesellschaft an den Küsten unterstützen. Unter Einbeziehung gesellschaftlicher und politischer Akteure sollen leistungsfähige Beobachtungs- und Frühwarnsysteme entwickelt werden, die eine der jeweiligen Ereigniskaskade angemessene Beobachtung, Bewertung und Reaktion ermöglichen. Auf der Basis hochauflösender, ereignisbasierter, synoptischer Beobachtungsdaten und Modelle sollen zukünftig Eintrittswahrscheinlichkeiten und -intensitäten sowie Auswirkungen und Folgen mariner Extremereignisse und Naturgefahren in verschiedenen Szenarien quantifizierbar sein. Möglichkeiten der Anpassung, der Vermeidung, des Schutzes und des Risikomanagements sollen partizipativ entwickelt werden.

Als mariner und maritimer Projektträger unterstützt PtJ an seinem Standort in Rostock das BMBF bei der administrativen und fachlichen Betreuung der Forschungsprogramme in der Küsten-, Meeres- und Polarforschung (MARE:N).

Weitere Informationen


Bekanntmachung Förderrichtlinie „Wege zu einem verbesserten Risikomanagement im Bereichmariner Extremereignisse und Naturgefahren“

 

Projektträger Jülich – erkennen. fördern. gestalten.


Der Projektträger Jülich arbeitet im Auftrag von:
Der Projektträger Jülich in Zahlen im Jahr 2021
1.499
Mitarbeiter/innen
35.029
Laufende Vorhaben
2525
Fördervolumen in Mio. Euro
4
Geschäftsstellen

PtJ ist zertifiziert nach DIN EN ISO 9001 : 2015 und ISO 27001 auf Basis IT-Grundschutz