FONA – Impulsgeber für mehr Nachhaltigkeit in Deutschland


Bild: ©reichdernatur - stock.adobe.com

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Im Januar 2020 veröffentlichte das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) die Evaluation des bisherigen Rahmenprogramms „Forschung für Nachhaltige Entwicklung (FONA)“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Seit 2005, dem Start von FONA, hat das BMBF bis Anfang 2018 fast 10.000 Vorhaben mit circa 5,2 Milliarden Euro gefördert. Die Frage, wie mit Forschung und Innovation nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Zukunft ermöglicht werden kann, war dabei stets im Fokus der Vorhaben.

Die FONA-Forschung des BMBF habe wesentlich dazu beigetragen, dass in Deutschland eine Nachhaltigkeitsforschung mit internationaler Ausstrahlung etabliert wurde. So zeige die strategische Neuausrichtung der Forschungsförderung, dass die Weiterentwicklung zu einer systemischen, inter- und transdisziplinären Nachhaltigkeitsforschung gelungen sei. Auch habe FONA dazu beigetragen, Neugründungen bzw. den Ausbau bestehender Forschungseinheiten zu unterstützen und so eine Veränderung in der Forschungslandschaft zu erreichen. Für beteiligte Unternehmen ließen sich aufgrund der hohen Verwertungsorientierung in der Verbundförderung zahlreiche Effekte beobachten: Eine gestärkte Innovationskraft, verbesserte Markposition und die Qualifizierung des forschenden Personals – insbesondere bei den teilnehmenden kleinen und mittleren Unternehmen.

In vielen FONA-Projekten seien zudem neue Formen der Zusammenarbeit mit Verwaltungen, Bürgerinnen und Bürgern und der Zivilgesellschaft entwickelt und verstetigt worden. Dies könne gerade im Hinblick auf strukturelle Veränderungen in Verwaltungen als Schnittstelle zur Nachhaltigkeitspraxis positiv angesehen werden.

Um die gelebte Transdisziplinarität auf Augenhöhe der wissenschaftlichen Praxis weiter fortzuführen, stellten die Evaluatorinnen und Evaluatoren des Fraunhofer-Instituts ISI strategische und operative Maßnahmenempfehlungen zusammen. Die Förderung solle sich beispielsweise noch deutlicher an konkreten Zielen orientieren. Eine Empfehlung, die das BMBF zukünftig aufnehmen wolle, um FONA konsequent auf die Agenda 2030 der Vereinten Nationen auszurichten. Darüber hinaus solle auch weiterhin in den Transfer von Forschungsergebnissen in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft investiert werden.

Über FONA:

Im FONA-Rahmenprogramm werden seit 2005 die Förderaktivitäten des BMBF für Forschung zu Themen wie Energie, Klima, Artenvielfalt, Ressourceneffizienz, Sozialökologie und Meeresforschung gebündelt. FONA legt einen besonderen Fokus aus Inter- und Transdisziplinarität: Praxisakteure werden in zahlreichen Projekte eingebunden, um eine umsetzungsorientierte Forschung sicherzustellen.

Der Projektträger Jülich (PtJ) unterstützt das BMBF bei der programmatischen Weiterentwicklung von FONA, zu dem auch die Evaluierung des bisherigen Rahmenprogramms gehört.

Weitere Informationen:

FONA – Website des BMBF

BMBF-Forschungsprogramm FONA ist Impulsgeber für mehr Nachhaltigkeit in Deutschland – Pressemitteilung des BMBF

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Der Projektträger Jülich arbeitet im Auftrag von:
Der Projektträger Jülich in Zahlen im Jahr 2018
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