Bundeskabinett beschließt Nationale Bioökonomiestrategie


Bild: Projekträger Jülich

Bild: Projekträger Jülich

Das Bundeskabinett hat die neue Bioökonomiestrategie verabschiedet. Damit legt die Bundesregierung die Leitlinien und Ziele ihrer zukünftigen Bioökonomiepolitik fest. Der Projektträger Jülich (PtJ) ist seit 2012 mit der Projektträgerschaft „Bioökonomie“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung beauftragt. Wie auch unter der alten Strategie unterstützt PtJ das Bundesministerium für Bildung und Forschung bei Umsetzung und Weiterentwicklung der zur Strategie gehörenden Fördermaßnahmen sowie in der Fachkommunikation.

Eine nachhaltige Lebens- und Wirtschaftsweise schützt Klima und Umwelt, garantiert aber auch künftigen Wohlstand. Deutschland setzt deshalb auf den Ausbau der Bioökonomie. Am 15. Januar 2020 hat das Bundeskabinett die Nationale Bioökonomiestrategie beschlossen. Die Bundesregierung bündelt darin ihre bisherigen Aktivitäten zur Bioökonomie und stellt die Weichen für die weitere Gestaltung. Federführend sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).

Zentrales Ziel der Nationalen Bioökonomiestrategie ist eine nachhaltige, kreislauforientierte und innovationsstarke deutsche Wirtschaft. Die neue Strategie setzt den Rahmen für den erfolgreichen Ausbau der Bioökonomie in den nächsten Jahren. Im Fokus der künftigen Forschungsförderung stehen die Erweiterung biologischen Wissens und die Nutzung biologischer Verfahren und Systeme. In Verbindung mit der Digitalisierung und Spitzentechnologien über alle Disziplinen hinweg sollen neue Potenziale für eine nachhaltige Wirtschaft erschlossen werden. Die neue Strategie ist darauf ausgelegt, eine nachhaltige Entwicklung maßgeblich zu unterstützen. Einen wichtigen Rahmen setzen die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. Diese fordern für alle Menschen bis zum Jahr 2030 genügend Nahrung, Gesundheit und Wohlergehen, bezahlbare und saubere Energie, menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum oder etwa nachhaltigen Konsum und Produktion. Auf diese Ziele geht die Bundesregierung mit der nationalen Bioökonomiestrategie ein.

Leitlinien der neuen Bioökonomiestrategie

Zwei übergeordnete Leitlinien flankieren die Ziele und Maßnahmen der Bioökonomiestrategie. Die erste Leitlinie verweist auf biologisches Wissen und fortschrittliche Technologien als Pfeiler eines nachhaltigen Wirtschaftssystems. Neuartige, biobasierte Produktionssysteme können zum Beispiel maßgeschneiderte Inhaltstoffe für die Industrie liefern. Optimierte Mikroorganismen oder einzelne Bestandteile von ihnen, wie Enzyme, liefern neue Rohstoffe oder Produkte. Dazu will die Wissenschaft noch besser verstehen, wie biologische Systeme funktionieren und miteinander in Wechselwirkung treten – von den grundlegenden molekularen Prinzipien bis hin zum komplexen Zusammenspiel in Ökosystemen.

Die zweite Leitlinie bezieht sich auf die Rohstoffbasis der Wirtschaft, die durch biogene Ressourcen nachhaltig ausgerichtet werden soll. Im Fokus steht Biomasse als nachwachsender Rohstoff. Sie kann aus Pflanzen, Mikroorganismen, Algen oder etwa Pilzen entstehen. Heute rücken zudem verstärkt biobasierte Rest- und Abfallstoffe in den Fokus. Die nachhaltige Erzeugung und eine effiziente, kreislauforientierte Nutzung biogener Rohstoffe sind unabdingbar. Bedeutend ist es dabei auch, die Fruchtbarkeit des Bodens und die Artenvielfalt zu erhalten, sowie die Umwelt mitsamt den Gewässern nicht zu belasten.

PtJ hat das BMBF bei der Erstellung der neuen Bioökonomiestrategie und bei der Durchführung des zugehörigen Agendaprozesses maßgeblich unterstützt.

Weitere Informationen:

Nationale Bioökonomiestrategie

Nationale Bioökonomiestrategie Website des BMBF

Die neue Bioökonomie-Strategie – Karliczek und Klöckner stellen Weichen für Bioökonomiepolitik

 

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