BMBF schreibt Pilotinnovationswettbewerbe „Weltspeicher“ und „Organersatz aus dem Labor“ aus


Sprunginnovation

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Die Bundesregierung geht einen für Deutschland einmaligen innovationspolitischen Weg, um Innovationen zu unterstützen, die traditionelle Geschäftsmodelle, Produkte, Technologien oder Dienstleistungen ablösen sollen. Eine Agentur zur Förderung von Sprunginnovationen, deren Gründung für 2019 geplant ist, soll Innovationsakteuren die finanziellen Mittel und Freiräume eröffnen, um bahnbrechende Ideen in die Anwendung zu überführen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert zur Vorbereitung der Agenturgründung Pilotwettbewerbe in Feldern von besonderer technologischer und gesellschaftlicher Relevanz. Zwei dieser Wettbewerbe werden vom Projektträger Jülich (PtJ) umgesetzt: „Weltspeicher“ und „Organersatz aus dem Labor“.

Pilotinnovationswettbewerb „Weltspeicher“

Die globalen Klimaschutzziele nach dem Pariser Abkommen erfordern weltweit einen Umstieg auf erneuerbare Energien. Aufgrund des schwankenden Angebots von Sonne und Wind sind Energiespeicher ein wichtiger Baustein für die Energiewende. Dezentrale Speicherlösungen würden die Lebensqualität gerade in ländlichen Regionen massiv verbessern und wichtige Impulse für ein nachhaltiges Wachstum setzen, aber auch in Industrienationen die Stromnetze entlasten.

Der Innovationswettbewerb des BMBF stößt die Entwicklung eines „Weltspeichers“ für den Hausgebrauch an, der in seiner Leistungsfähigkeit mit verfügbaren Anlagen mindestens gleichziehen und dabei erheblich kostengünstiger und gleichzeitig umweltfreundlich sein soll. Voraussetzung für die Förderung ist ein zu erwartender großer wissenschaftlich-technischer Fortschritt („Sprunginnovation“).

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Pilotinnovationswettbewerb „Organersatz aus dem Labor“

Die Knappheit von Spenderorganen ist ein gesellschaftliches Problem, das durch einen hohen Leidensdruck der Patientinnen und Patienten gekennzeichnet ist, die auf ein passendes Spenderorgan warten. Die Vision, Ersatzorgane aus patienteneigenem Material im Labor zu züchten, könnte einen wirkungsvollen Beitrag zur Lösung des Problems liefern.

Im Erfolgsfall würde der Organersatz aus dem Labor eine echte Sprunginnovation für den medizinischen Fortschritt bedeuten. Daher wurde dieser Ansatz als ein Pilotwettbewerb für die Förderung von Sprunginnovationen durch das BMBF ausgewählt.

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