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Veränderungen in den Küstenregionen im Fokus von Forschungsprojekten


Bild: Fotolia/tk_fotodesign

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Küstenmeere und Küsten bilden einzigartige Ökosysteme, die eine enorme Bedeutung als Natur-, Lebens-, und Wirtschaftsraum haben. Sie verfügen über einen großen Reichtum an Arten und bieten vielfältige Ressourcen. Ihr Schutz und ihre nachhaltige Bewirtschaftung sind von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung. In der dritten Phase des Forschungsprogramms „Küstenmeerforschung in Nord- und Ostsee“ werden im Schwerpunkt „Küsten im Wandel“ insgesamt sieben Projekte vom Projektträger Jülich (PtJ) betreut.

Küstenmeere sind sehr komplexe und dynamische Systeme, die sich in einem stetigen natürlichen Wandel befinden. Der Mensch greift jedoch in immer stärkerem Maße in diese natürlichen Prozesse ein. Die Folgen der vielfältigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Nutzungen sind neben den Folgen des Klimawandels zunehmend sichtbar – Beispiele dafür sind die Überdüngung, die Überfischung sowie Schadstoffeinträge in die Gewässer. Das gesamte Ausmaß der Folgen auf das Ökosystem Küstenmeer, seine Biodiversität, Stoffflüsse und Ökosystemleistungen, kann derzeit nicht ausreichend abgeschätzt werden. Insbesondere hinsichtlich der kumulativen Wirkungen von Klimawandel und Nutzung besteht noch großer Forschungsbedarf.

In diesem Forschungsfeld bewegen sich die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Forschungsprogramms der Bundesregierung „MARE:N – Küsten-, Meeres- und Polarforschung für Nachhaltigkeit“ geförderten Vorhaben zur „Küstenmeerforschung in Nord- und Ostsee“. Die sieben Verbundprojekte untersuchen die regionalen Auswirkungen des Klimawandels und der anthropogenen Nutzung in Küstengebieten. Schwerpunkte stellen die Klima- und Küstendynamik, die Biodiversität und Nahrungsnetze sowie der Küstenschutz dar. Darüber hinaus sollen wissenschaftsbasierte Handlungsempfehlungen formuliert werden, welche Bund und Länder bei ihren Aufgaben im Küstenschutz, im Küstenmanagement sowie im Natur- und Meeresschutz unterstützen.

Die Projekte befassen sich konkret mit den Auswirkungen menschlicher Eingriffe und des Klimawandels auf die Flussmündungen von Elbe und Oder (BluEs), mit der Anpassung der Küstenfischerei in der westlichen Ostsee an den Klimawandel (balt_ADAPT), der Analyse des Meeresbodens der südlichen Nordsee im Hinblick auf klimabedingten Veränderungen (MuSSeL), den Folgen von langfristigen Biodiversitätsveränderungen auf die Nahrungsnetze der Nordsee (BioWeb), neuen Strategien für umweltverträgliche Küstenschutzmaßnahmen (ECAS_BALTIC), dem Schutz und der möglichen Wiederansiedlung von Seegraswiesen (SeaStore) und mit der Vernetzung der Küstenforschungsverbünde (CoTrans). Die Projekte sind im November 2020 gestartet und haben eine Laufzeit von insgesamt drei Jahren.

Weitere Informationen:


 

Küstenforschung Nordsee Ostsee

Küsten-, Meeres- und Polarforschung

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