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Recycelte Energieanlagen – Beispiele aus der Energieforschung zum „Welt-Recycling-Tag“


Bild:  Eyematrix

Bild: Eyematrix

Windparks oder Felder voller Photovoltaikanlagen stehen für die Energiewende und grünen Strom. Doch wie Autos oder Waschmaschinen haben auch sie eine endliche Lebensdauer. Daher rückt der Rückbau und das Recyceln der Wertstoffe in den Forschungsfokus. Der Projektträger Jülich (PtJ) fördert solche Forschungsvorhaben im Rahmen des 7. Energieforschungsprogramms exklusiv im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi).

Sonne, Wind und Regen nagen an Photovoltaikmodulen und Windenergieanlagen an Land und auf See. Insbesondere die Offshore-Windparks sind extremen Witterungsbedingungen und zusätzlich auch Meeresströmungen ausgesetzt. Daher müssen die Anlagen in der Regel nach 25 Jahren abgebaut werden. Zurzeit stehen etwa 1.500 Windkraftanlagen in der Nord- und Ostsee. Für sie gilt es, passende Verwertungskonzepte zu finden.

Recycling von Windparks auf See ist Neuland

Im Forschungsprojekt SeeOff werden daher verschiedene Rückbauszenarien entwickelt. Ist es beispielsweise sinnvoller, die Windenergieanlagen direkt auf hoher See auseinanderzubauen? Oder sollte dies aus Gründen der Sicherheit und der Kosten erst an Land erfolgen? Und müssen die Fundamente am Meeresboden abgeschnitten oder vollständig entfernt werden?

Zum Rückbau der Offshore-Windparks fehlt bisher jede Erfahrung. Expertinnen und Experten aus zahlreichen Unternehmen rund um die Offshore-Windindustrie und der Entsorgungswirtschaft gehen diesen Fragen nun im SeeOff-Projekt nach. Gefragt sind realistische Rückbauszenarien. Koordiniert wird das Projekt von der Hochschule Bremen.

Photovoltaikmodule enthalten viele Wertstoffe

Photovoltaikmodule zu recyceln, ist ebenfalls eine Herausforderung, wenn auch in anderer Hinsicht. Speziell bearbeitetes Glas, verschiedene Materialien wie Silber oder Silizium und fest verbundene Kunststofffolien: Die Module bestehen aus verschiedenen Wertstoffen, deren Ausbau sich lohnt. Das „Altglas“ muss zuverlässig und wirtschaftlich von Folienresten und metallhaltigem Staub befreit werden. Zudem enthalten insbesondere die älteren Module auch vergleichsweise viel Blei. Schwermetalle und andere Schadstoffe müssen demzufolge abgetrennt und sicher entsorgt werden. Im Forschungsprojekt EoL-Cycle haben die Projektpartner unter Koordination des Unternehmens Reiling Glas Recycling neue Prozessschritte entwickelt.

Weitere Informationen:

Recycelte Energieanlagen – Interview mit Prof. Dr.-Ing. Silke Eckardt der Hochschule Bremen

Fachportal strom-forschung.de

 

 

 

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