PtJ veröffentlicht Broschüre zum Exzellenzforschungsprogramm Gesundheitsforschung


Bild: ©Projektträger Jülich

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Auf der Nationalen Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft am 16. und 17. Juni 2022 in Rostock steht neben aktuellen Herausforderungen auch die wirtschaftliche Bedeutung der Branche für Mecklenburg-Vorpommern im Fokus. Mit Zukunftsfeldern im Gesundheitswesen beschäftigt sich auch das Exzellenzforschungsprogramm MV, welches vom Projektträger Jülich (PtJ) im Auftrag der Landesregierung umgesetzt wird. Auf der Konferenz stellen drei der von PtJ betreuten Gesundheitsprojekte ihre Ergebnisse vor.

Seit Jahren zählt die Gesundheitsbranche zu den treibenden Kräften der wirtschaftlichen Entwicklung im Nordosten. Mit einer Bruttowertschöpfung von über sechs Milliarden Euro zählt sie zu den größten Wirtschaftszweigen in Mecklenburg-Vorpommern. Etwa jeder fünfte Arbeitsplatz, rund 156.000 Erwerbstätige, ist hier nach Branchenangaben mit der Gesundheitswirtschaft verbunden.

Die neuesten Entwicklungen aus der Medizintechnik, Biotechnologie, Digitalisierung sowie dem Gesundheitstourismus werden am 16. und 17. Juni 2022 bei der Branchenkonferenz in Rostock präsentiert. Höhepunkte der Veranstaltung sind die offizielle Übergabe des „Masterplan Gesundheitswirtschaft Mecklenburg-Vorpommern 2030“ an Ministerpräsidentin Manuela Schwesig sowie ein Impulsvortrag von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach zum digitalen Wandel in der Gesundheitswirtschaft.

Die Rahmenbedingungen zur Förderung von Innovationen und Kooperationen hat die Landesregierung mit dem Exzellenzforschungsprogramm MV geschaffen, das auch gezielt Spitzenforschung im Gesundheitswesen unterstützt. Zudem dient es zur Qualifizierung von jungen Forschenden, die in interdisziplinären Teams an gesellschaftsrelevanten Projekten mitarbeiten.

In den fünf Projekten wurde an ganz unterschiedlichen Zukunftsthemen geforscht. So untersuchte der Verbund EnErGie neuartige Konzepte für die Behandlung einer krankheitsbedingten Mangelernährung. Das Vorhaben ONKOTHER-H befasste sich mit innovativen Therapieformen zur Behandlung von Hautkrebs, bei denen kaltes Plasma und kleine pharmakologische Moleküle zur Anwendung kommen. Im Projekt HOGEMA wurden neue Wege zur Aufbereitung von körperfremden Transplantatgewebe beschritten. Im Projekt iRhythmics ist es gelungen, programmierte Herzschrittmacherzellen aus Stammzellen zu gewinnen und diese zur Erprobung neuer Wirkstoffe einzusetzen. Das fünft Vorhaben, PriVileG-M, beschäftigte sich mit der psychischen Gesundheit von Schwangeren und jungen Müttern. Das Land unterstützte die Projekte mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds mit insgesamt rund 11,3 Millionen Euro. PtJ hat das Begutachtungsverfahren durchgeführt sowie die geförderten Projekte wissenschaftlich begleitet.

Eine jetzt veröffentlichte Fachbroschüre fasst die Ziele, Ergebnisse und Motivationen der Forschenden aus den fünf Projekten auf rund 60 Seiten zusammen. Sie wurde von PtJ im Auftrag des Ministeriums für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten MV produziert. Staatssekretärin Susanne Bowen wird die Broschüre von auf einer Podiumsdiskussion während der Branchenkonferenz erstmals vorstellen. Die erfolgreichen fünf Gesundheitsprojekte zeigen auch den Wert des Exzellenzforschungsprogramms – entstanden sind neue Netzwerke und wirtschaftliche Perspektiven sowie neue Möglichkeiten für eine bessere Gesundheitsversorgung.

Weitere Informationen


Link zur Web-App Exzellenzforschungsprogramm

Pressemitteilung der Landesregierung zu HOGEMA

Pressemitteilung der Landesregierung zu PriVileG-M

Pressemitteilung der Landesregierung zu iRhythmics

Pressemitteilung der Landesregierung zu ONKOTHER-H

 

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