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Internationales Forschungsvorhaben untersucht Nutzung der Ozeane


Bild: Andreas Villwock, GEOMAR

Bild: Andreas Villwock, GEOMAR

Das Belmont Forum stellt eine internationale Kooperation von Förderorganisationen und Wissenschaftsgremien Konsortien dar, um die Erforschung globaler Umweltveränderungen voranzubringen und Nachhaltigkeitsstrategien zu unterstützen. Eine neue Fördermaßnahme des Belmont Forums legt ab Juni 2020 den Fokus auf die Zukunftsfähigkeit der Ozeane. Fünf der insgesamt 13 Projekte werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert – und vom Projektträger Jülich (PtJ) betreut.

Gemeinsam mit dem Nachhaltigkeitsnetzwerk Future Earth und der europäischen Programminitiative „Healthy and Productive Seas and Oceans“ (JPI Oceans) hat das Belmont Forum ein gemeinschaftliches Forschungsvorhaben („Collaborative Research Action“ , CRA) auf den Weg gebracht, in dem die nachhaltige und gleichberechtigte Nutzung der Ozeane sowie die Minimierung von Auswirkungen des globalen Wandels untersucht werden. Die Projekte werden von zwölf Ländern finanziell unterstützt (Deutschland, Frankreich, Island, Schweden, Brasilien, Indien, Japan, Philippinen, Südafrika, Russland, Saudi-Arabien, USA). Fünf der Vorhaben fördert das BMBF, an denen deutsche Universitäten, Forschungseinrichtungen und Firmen beteiligt sind. Die Projekte starteten Anfang Juni 2020 und laufen bis Ende Mai 2023.

So beschäftigt sich das Forschungsvorhaben MARISCO mit dem Thema Meeresforschung und Innovation für ein nachhaltiges Management von Küsten und Ozeanen. Auf deutscher Seite ist die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg beteiligt, Partnerländer sind Südafrika und die USA. Um eine Nachhaltigkeitsbewertung von Ocean-Multi-Use-Strategien, der gemeinsamen Nutzung von Meeresressourcen durch mehrere Nutzer in unmittelbarer geographischer Nähe, geht es beim Projekt MULTI-FRAME, in dem neben einer deutschen Firma weitere Partner aus Frankreich, Norwegen, Schweden, Mosambik und den USA eingebunden sind. Das Projekt ShipTRASE untersucht Folgen der globalen Schifffahrt für die Meere, speziell Wechselwirkungen im Zusammenhang mit Schiffsemissionen und deren Auswirkungen auf biogeochemische Kreisläufe. An diesem Vorhaben ist das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel sowie die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel beteiligt. Partnerländer sind Frankreich und Schweden. Thema des Projekts OceanFront CHANGE ist das nachhaltige Management von Ökosystemen entlang ozeanischer Fronten, die vom Klimawandel betroffen sind. Als deutsche Forschungseinrichtung ist die Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg beteiligt, neben Projektpartnern aus Frankreich, Kenia und den USA. Im Forschungsvorhaben NoCRISES untersuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland (Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung), Australien, Südafrika, Schweden und den USA die Ursprünge und Faktoren von Nutzungskonflikten in intensiv genutzten Ozeanregionen und entwickeln Strategien zur ihrer Vermeidung. Geplant sind sechs weltweite Fallstudien.

An sämtlichen Projekten sind Naturwissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftler, Sozialwissenschaftlerinnen und Sozialwissenschaftler und Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft aus mindestens drei Ländern beteiligt. Geplant ist ein Transfer der Forschungsergebnisse in die Politik, Gesellschaft und Wirtschaft.   

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