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„AquaticPollutants“ : Projektauswahl geht in die zweite Runde


Bild: © Happyphotons - stock.adobe.com

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Im Rahmen des europäischen Förderinstruments ERA-Net Cofund „AquaticPollutants“ werden Forschungs- und Innovationsprojekte initiiert, mit denen Verunreinigungen im Wasserkreislauf von der Quelle bis zur Mündung sowie deren Folgen für unsere Gesundheit untersucht werden. Nach der wissenschaftlichen Begutachtung haben die Förderorganisationen jetzt eine Vorauswahl der Projekte getroffen, die in die zweite Stufe eingeladen werden. Die Ausschreibung wird vom Projektträger Jülich (PtJ) betreut.  

Die transnationale Ausschreibung „AquaticPollutants“ ist auf große Resonanz in der internationalen Forschungslandschaft gestoßen. In der ersten Phase des Antragsverfahrens wurden insgesamt 184 Projektskizzen von 1065 Projektpartnern an das AquaticPollutants Call Sekretariat übermittelt.

Das wissenschaftliche Begutachtungsverfahren mit 60 Gutachterinnen und Gutachtern aus 23 Ländern ist abgeschlossen. Es werden 53 internationale Konsortien durch das Call Steering Committee aufgefordert, eine detaillierte Projektskizze zu verfassen und bis zum 23. November 2020 einzureichen. Nach einer weiteren Einzelbegutachtung durch ein wissenschaftliches Panel wird im Februar 2021 über die Förderfähigkeit der Projektskizzen entschieden.

An der zweiten Bewerbungsrunde sind 33 deutsche Partner an 26 Projektskizzen beteiligt, insgesamt sechs Konsortien werden durch deutsche Institutionen koordiniert. Zu den Konsortien zählen neben Forschungseinrichtungen auch kleine und mittlere Unternehmen sowie Kommunen und Verbände.

Hintergrund

An der im Februar 2020 veröffentlichten, vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) initiierten transnationalen Ausschreibung zum Thema „Spurenstoffe, Krankheitserreger und antibiotikaresistente Bakterien im Wasserkreislauf - von der Quelle bis zur Mündung - und deren Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit" beteiligen sich 32 Institutionen aus 26 Ländern. Das Besondere daran: Erstmals wurde ein gemeinsamer Förderaufruf der drei Joint Programming Initiativen (JPI) - „Water Challenges for a Changing World“ (Water JPI), „Healthy and Productive Seas and Oceans“ (JPI Oceans) und „Antimicrobial Resistance" (JPI AMR) - auf den Weg gebracht. Das Budget für die Ausschreibung beträgt 24 Millionen Euro.

Die transdisziplinären und transferorientierten Forschungsprojekte innerhalb von „AquaticPollutants“ haben das Ziel, die Wechselwirkungen zwischen anthropogenen Spurenstoffen und Krankheitserregern in Flüssen, Seen und Meeren zu analysieren, aber auch deren Einfluss auf aquatische Lebensgemeinschaften sowie Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit zu untersuchen. Gleichzeitig sollen Risiken für Ökosysteme und die Wasserqualität erkannt, bewertet und in Managementkonzepte überführt werden. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft werden in die Aktivitäten eingebunden, um Lösungsansätze für den Schutz der Wasserressourcen und der marinen Umwelt zu finden. ERA-NET Cofund „AquaticPollutants“ wird innerhalb des EU-Rahmenprogramms „Horizont 2020“ gefördert. Das BMBF hat die Koordinierung der gemeinsamen Initiative der drei JPIs übernommen.

Die drei Schwerpunkte sind:

  • Messung - Umweltverhalten von neu auftretenden Schadstoffen, Krankheitserregern und antimikrobiell resistenten Bakterien in aquatischen Ökosystemen
  • Evaluierung - Risikobewertung und -management von neu auftretenden Schadstoffen, Pathogenen und antimikrobiell resistenten Bakterien aus aquatischen Ökosystemen (Binnen- und Meeresgewässer) für die menschliche Gesundheit und die Umwelt
  • Maßnahmen - Strategien zur Reduzierung von neu auftretenden Schadstoffen, Pathogenen und antimikrobiell resistenten Bakterien in aquatischen Ökosystemen (Binnen- und Meeresgewässer)

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